{"id":80596,"date":"2025-05-03T07:38:10","date_gmt":"2025-05-03T07:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80596\/"},"modified":"2025-05-03T07:38:10","modified_gmt":"2025-05-03T07:38:10","slug":"radio-bleibt-beim-blackout-die-letzte-informationsquelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80596\/","title":{"rendered":"Radio bleibt beim Blackout die letzte Informationsquelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Informationen meist \u00fcber das Internet, soziale Netzwerke oder mobile Apps verbreitet werden, zeigt sich in Krisenzeiten eine altbew\u00e4hrte Technologie als unverzichtbar: das UKW-Radio. Die j\u00fcngsten Blackouts in Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs haben eindrucksvoll gezeigt, dass bei einem gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall nur der klassische Rundfunk weiterhin zuverl\u00e4ssig funktioniert \u2013 eine Erkenntnis mit weitreichender Bedeutung f\u00fcr den Katastrophenschutz.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/OBS_20250501_OBS0003-NickyPe-Pixabay-fb.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-202347 size-large\" title=\"Symbolbild Strom-Mast w\u00e4hrend Blackout (Bild: NickyPe@Pixabay)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/OBS_20250501_OBS0003-NickyPe-Pixabay-fb-750x394.jpg\" alt=\"Symbolbild Strom-Mast w\u00e4hrend Blackout (Bild: NickyPe@Pixabay)\" width=\"750\" height=\"394\"  \/><\/a>Strom-Mast (Bild: NickyPe@Pixabay)<br \/>\nKrisenfall Spanien: Wenn der Strom ausf\u00e4llt, bleibt nur das Radio<\/p>\n<p>Laut der <a href=\"https:\/\/www.privatfunk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk<\/a> (APR) hat der Stromausfall in der iberischen Halbinsel best\u00e4tigt, dass Radio \u201edas einzige Medium ist, das schnell und sicher in einer solchen Krise die Kommunikation sicherstellen kann\u201c. W\u00e4hrend Internetzug\u00e4nge und Mobilfunknetze bereits nach kurzer Zeit ausfielen, blieben terrestrische Radiosender wie UKW und DAB durch Notstromversorgungen auf Sendung. \u201eAn Radio geht kein Weg vorbei\u201c, betont die APR, die \u00fcber 250 private Radio- und Fernsehsender in Deutschland vertritt.<\/p>\n<p>Mobilfunk versagt, Rundfunk bleibt stabil<\/p>\n<p>Auch in \u00d6sterreich verweist die ORF-Tochter ORS auf die hohe Resilienz klassischer Broadcast-Systeme. \u201eKlassische TV- und Radiobroadcast-Systeme blieben aktiv und sicherten die Informationsversorgung der Bev\u00f6lkerung\u201c, hei\u00dft es in einer <a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20250429_OTS0095\/orf-tochter-ors-stromausfaelle-verdeutlichen-handlungsbedarf-fuer-sichere-infrastruktur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Mitteilung vom 29. April<\/a>. W\u00e4hrend Mobilfunknetze nach Ausfall ihrer Pufferbatterien kollabierten, erm\u00f6glichten unabh\u00e4ngige Sendeanlagen mit Notstrombetrieb weiterhin eine stabile Verbreitung von Warn- und Informationsmeldungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/OBS_20250429_OBS0029-c-ORS-fb.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-202346 size-large\" title=\"Sendemast am Wiener Kahlenberg: Radio-Empfang bleibt auch bei einem Blackout stabil (Bild: \u00a9 ORS)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/OBS_20250429_OBS0029-c-ORS-fb-750x393.jpg\" alt=\"Sendemast am Wiener Kahlenberg: Radio-Empfang bleibt auch bei einem Blackout stabil (Bild: \u00a9 ORS)\" width=\"750\" height=\"393\"  \/><\/a>Sendemast am Wiener Kahlenberg (Bild: \u00a9 ORS)<br \/>\nSpanien: Menschen greifen wieder zu Transistorradios<\/p>\n<p>In Spanien griffen viele B\u00fcrger in der Blackout-Krise zur vermeintlich \u00fcberholten Technik: dem batteriebetriebenen Transistorradio. Menschen versammelten sich auf Stra\u00dfen um kleine Ger\u00e4te, um aktuelle Informationen zu erhalten. \u201eIn diesen F\u00e4llen ist das Radio das essentielle Medium\u201c, erkl\u00e4rte Jes\u00fas Garc\u00eda Romero vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender RTVE. Dank eigener Dieselgeneratoren konnte RTVE den Sendebetrieb ohne Unterbrechung fortf\u00fchren. Drei Generatoren versorgen die Produktionszentren in Madrid, genug, um \u201ezwei bis drei Tage ohne Probleme zu senden\u201c, so Garc\u00eda gegn\u00fcber <a href=\"https:\/\/tmbroadcast.com\/index.php\/radio-ally-spains-massive-blackout-rtve-experienced-unprecedented-day\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">TM Broadcast<\/a>. Nicht-essenzielle Ausr\u00fcstung wurde abgeschaltet, um Ressourcen zu schonen.<\/p>\n<p>Auch organisatorisch war der Umgang mit dem Blackout eine Herausforderung. RTVE bot seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Notverpflegung an, da Kantinendienste eingeschr\u00e4nkt waren. Personal wurde vor Ort behalten, um Schichtwechsel sicherzustellen, w\u00e4hrend andere fr\u00fcher gehen konnten, um sich um Familienangeh\u00f6rige zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich: Funkamateure \u00fcben f\u00fcr den Ernstfall<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich hat sich der \u00d6sterreichische Versuchssenderverband (\u00d6VSV) mit Notfallkommunikation befasst. Am 1. Mai testeten Funkamateure ein landesweites Kommunikationsnetz, bestehend aus Kurzwellenverbindungen, VHF- und UHF-Relaisstationen sowie dem geostation\u00e4ren Amateurfunksatelliten QO-100. Dieses redundante Netzwerk erm\u00f6glicht im Ernstfall eine Sprach- und Datenkommunikation auch bei einem Komplettausfall von Stromversorgung und Internet (vgl. <a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20250501_OTS0019\/der-iberische-stromausfall-als-uebungsszenario\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Der iberische Stromausfall als \u00dcbungsszenario<\/a>).<\/p>\n<p>Politik erkennt strategische Bedeutung<\/p>\n<p>Die politische Bedeutung des Themas w\u00e4chst: Die APR begr\u00fc\u00dft ausdr\u00fccklich, dass die neue Bundesregierung in Deutschland laut Koalitionsvertrag plant, die terrestrische Rundfunkverbreitung als \u201ekritische Infrastruktur\u201c zu sch\u00fctzen. Angesichts wachsender Bedrohungen durch Naturkatastrophen, Cyberangriffe oder Strommangellagen wird UKW wieder als R\u00fcckgrat der \u00f6ffentlichen Krisenkommunikation gesehen.<\/p>\n<p>Auch der hr-Rundfunkrat besch\u00e4ftigt sich mit m\u00f6glichen Szenarien. In seiner Sitzung am 2. Mai informierte er sich \u00fcber Strategien zur Sicherung der Berichterstattung bei Katastrophen, Terroranschl\u00e4gen oder gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Zukunftstechnologie: 5G Broadcast als Erg\u00e4nzung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Michael-Wagenhofer-ORS.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-202349\" title=\"Michael Wagenhofer (Bild: ORS)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Michael-Wagenhofer-ORS-208x250.jpg\" alt=\"Michael Wagenhofer (Bild: ORS)\" width=\"200\" height=\"241\"  \/><\/a>Michael Wagenhofer (Bild: ORS)<\/p>\n<p>Technologisch r\u00fcckt auch 5G Broadcast als erg\u00e4nzende L\u00f6sung in den Fokus. Diese Technologie erm\u00f6glicht die direkte Aussendung von Warnmeldungen \u00fcber TV- und Radiosendeanlagen \u2013 unabh\u00e4ngig von Mobilfunknetzen. \u201eEuropa braucht eine widerstandsf\u00e4hige, unabh\u00e4ngige und umfassende Bev\u00f6lkerungswarn-Infrastruktur\u201c, fordert ORS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <strong>Michael Wagenhofer<\/strong>. Tests in Estland und anderen L\u00e4ndern zeigen, dass der Standard auf vielen Mobilger\u00e4ten einfach integrierbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Blackout zeigt Bedeutung robuster Kommunikationsnetze<\/p>\n<p>Ob \u00fcber UKW, DAB+, Kurzwelle oder 5G Broadcast \u2013 die F\u00e4higkeit, auch im Katastrophenfall Informationen zuverl\u00e4ssig an die Bev\u00f6lkerung zu senden, muss Teil jeder nationalen Sicherheitsstrategie sein. Der aktuelle Blackout in S\u00fcdeuropa hat deutlich gemacht: UKW-Radio ist kein technisches Relikt, sondern ein lebenswichtiger Bestandteil moderner Krisenvorsorge.<\/p>\n<p>Quellen: APR, hr, ORS, TM Broadcast<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/blackout\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Blackout<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/stromausfall\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stromausfall<\/a><br \/>\n\t\t\t<a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/tickets.medientage.de\/c\/l7hkdz4k\" rel=\"noopener nofollow sponsored\" class=\"adv-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"LOKALRUNDFUNKTAGE 2025 LRFT-Contentbanner Plus-1456\u00d7280\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/LOKALRUNDFUNKTAGE-2025-LRFT-Contentbanner-Plus-1456x280-1.gif\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"140\"\/><\/a><br style=\"clear: both; display: block; float: none;\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Informationen meist \u00fcber das Internet, soziale Netzwerke oder mobile Apps verbreitet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":80597,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-80596","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114442764924896084","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80596"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80596\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}