{"id":806129,"date":"2026-02-18T04:58:11","date_gmt":"2026-02-18T04:58:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/806129\/"},"modified":"2026-02-18T04:58:11","modified_gmt":"2026-02-18T04:58:11","slug":"halle-leopoldina-praesentiert-grossformatige-kunstinstallationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/806129\/","title":{"rendered":"Halle: Leopoldina pr\u00e4sentiert gro\u00dfformatige Kunstinstallationen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nGanz wei\u00df und etwas unf\u00f6rmig sieht das Modell aus, das Bildhauerin Julia Schleicher in den H\u00e4nden h\u00e4lt. Es ist eine Anfertigung aus Gips und gleichzeitig nur ein Vorgeschmack auf das, was die K\u00fcnstlerin in den kommenden Monaten f\u00fcr die Innenr\u00e4ume der Leopoldina schaffen will: &#8222;Ich habe ein Bild gesucht, was sozusagen ein autonomes System irgendwie darstellt. So eine Art Sinnbild f\u00fcr Autonomie.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Autonomie\">Thema &#8222;Autonomie&#8220; <\/a>als Br\u00fccke zwischen Wissenschaft und Kunst<\/p>\n<p class=\"text\">\nSchleichers gro\u00dfe skulpturale Insektenpuppen sollen ab Ende August in den G\u00e4ngen der Wissenschaftsakademie liegen, von der Decke baumeln und die Blicke der G\u00e4ste auf sich ziehen. Sie sind ihr Beitrag zur diesj\u00e4hrigen Jahresversammlung der Leopoldina zum Thema &#8222;Autonomie&#8220;.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEs ist nicht das erste Mal, dass in der \u00e4ltesten Wissenschaftsakademie der Welt auch Kunst einen Platz bekommt. \u00dcber Jahrhunderte hinweg hat die Leopoldina selbst Werke in Auftrag gegeben und ist in den Austausch mit Kunstschaffenden getreten, erkl\u00e4rt Danny Weber, Leiter der Abteilung Archiv und Bibliothek der Akademie. Das diesj\u00e4hrige Thema sei pr\u00e4destiniert f\u00fcr eine Verbindung beider Sparten: &#8222;Autonomie ist ein ganz facettenreiches Konzept, das in verschiedenen Forschungsbereichen eine entscheidende Rolle spielt.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Kooperation\">Kooperation<\/a> mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Idee, die Leopoldina zur Ausstellungsfl\u00e4che zu machen, entstand aus einer jahrelangen Verbindung zur Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Eine Kooperation, die Raum f\u00fcr Neues schaffen soll, schmunzelt Stiftungsleiterin Manon Bursian: &#8222;Ich glaube, die Leopoldina wei\u00df noch gar nicht genau, worauf sie sich eingelassen hat, aber wir werden dieses Haus jetzt in etwas anderes transformieren.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der Wissenschaftsakademie sei vor allem an einem Ort wie Halle etwas Besonderes, so Bursian. Ziel sei es, G\u00e4ste nicht nur in das imposante Geb\u00e4ude auf dem J\u00e4gerberg zu locken, sondern auch nachhaltig etwas mit der Institution und den Menschen vor Ort zu machen.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Die beiden Kunstprojekte, die wir hier favorisieren, werden auch etwas mit den Menschen, der Stadt und der Institution machen.<\/p>\n<p>Manon Bursian, Direktorin Kunststiftung Sachsen-Anhalt<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a name=\"Kuenstlerkollektiv\">K\u00fcnstlerkollektiv<\/a> Klub7 aus Halle beteiligt<\/p>\n<p class=\"text\">\nAus insgesamt sechs Einreichungen w\u00e4hlten Kunststiftung und Leopoldina schlie\u00dflich zwei Projekte aus, die die Leopoldina zur Schaukulisse f\u00fcr Kunst machen sollen. Neben Julia Schleichers &#8222;Autonomie der Puppe&#8220; au\u00dferdem die K\u00fcnstlergemeinschaft Klub7. Die Mitglieder sind Absolventinnen und Absolventen der Burg Giebichenstein und bringen mehr als 28 Jahre Erfahrung in der Gestaltung urbaner R\u00e4ume mit.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr die Jahresversammlung an der Leopoldina will Klub7 innerhalb und au\u00dferhalb des Hauptgeb\u00e4udes begehbare Installationen enstehen lassen, bunte Kompositionen mit Sound und Licht.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Urbane R\u00e4ume wie Halle sind f\u00fcr uns ein riesengro\u00dfes Spielfeld, das nie ersch\u00f6pft ist.<\/p>\n<p>Mike Okay, K\u00fcnstler und Mitglied Kollektiv Klub7<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nDabei verstehe das Team das Gel\u00e4nde als gro\u00dfes Spielfeld f\u00fcr k\u00fcnstlerische Freiheit, erkl\u00e4rt Kollektiv-Mitglied Mike Okay: &#8222;Wir haben viele Jahre im \u00f6ffentlichen Raum gearbeitet und sehen die Stadt f\u00fcr uns als Inspirationsort, in dem man Kunst im \u00f6ffentlichen Raum hinterl\u00e4sst.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Halle\">Halle<\/a> als kulturgeschichtlichen Ort sichtbarer machen<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Kunstinstallationen von Klub7 und Julia Schleicher sollen nicht nur eine Br\u00fccke zwischen Wissenschaft und Kunst schlagen, sondern auch das kulturelle Erbe der Stadt Halle neu erz\u00e4hlen. Kulturstiftungsleiterin Manon Bursian sagte, dabei sei das Ziel, in die Gesellschaft zu wirken, mit Menschen ins Gespr\u00e4ch zu kommen und die Wissenschaft auch ein wenig herauszufordern.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSie sei gespannt, wie offen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Kunst reagieren w\u00fcrden: &#8222;Es ist auf jeden Fall ein Projekt, bei dem Heiterkeit und Explosion garantiert sind.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEingeweiht werden die Kunstprojekte offiziell am 21. August. Zu sehen sind sie mindestens bis zur Jahresversammlung der Leopoldina am<strong> <\/strong>24.\u00a0und 25.\u00a0September.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ganz wei\u00df und etwas unf\u00f6rmig sieht das Modell aus, das Bildhauerin Julia Schleicher in den H\u00e4nden h\u00e4lt. 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