{"id":806891,"date":"2026-02-18T12:06:14","date_gmt":"2026-02-18T12:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/806891\/"},"modified":"2026-02-18T12:06:14","modified_gmt":"2026-02-18T12:06:14","slug":"ungarn-und-slowakei-bitten-um-hilfe-fico-macht-ukraine-schwere-vorwuerfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/806891\/","title":{"rendered":"Ungarn und Slowakei bitten um Hilfe \u2013 Fico macht Ukraine schwere Vorw\u00fcrfe"},"content":{"rendered":"<p>Seit Januar ist die Druschba-Pipeline unterbrochen. Ungarn und die Slowakei machen die Ukraine verantwortlich, Kiew spricht von russischen Angriffen. Nun r\u00fcckt Kroatien als Transitland in den Fokus.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach dem Stopp russischer \u00d6llieferungen durch die Ukraine haben Ungarn und die Slowakei Kroatien um Unterst\u00fctzung gebeten. Au\u00dfenminister Peter Szijjarto forderte die Regierung in Zagreb am Montag auf, den Transport \u00fcber die Adria-Pipeline zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Der kroatische Wirtschaftsminister Ante Susnjar signalisierte Hilfsbereitschaft, solange dies im Einklang mit EU- und US-Vorschriften stehe. Parallel dazu beantragte der ungarische Energiekonzern MOL bei der Regierung in Budapest die Freigabe strategischer \u00d6lreserven. Sollten die Lieferungen aus dem Osten nicht in den kommenden Tagen wieder anlaufen, m\u00fcssten zun\u00e4chst rund 250.000 Tonnen Roh\u00f6l freigegeben werden, teilte das Unternehmen mit.<\/p>\n<p>Die Lieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline sind seit dem 27. Januar unterbrochen. <\/p>\n<p>Der slowakische Ministerpr\u00e4sident Robert Fico warf der \u200cUkraine am Sonntag vor, die Wiederaufnahme der Exporte absichtlich zu verz\u00f6gern. Kiew wolle Ungarn damit unter Druck setzen, seinen Widerstand gegen einen k\u00fcnftigen EU-Beitritt der Ukraine aufzugeben. Der Kreml pflichtete dieser Darstellung bei. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio er\u00f6rterte die Energiefragen bei Treffen mit Fico am Sonntag in der Slowakei und dem ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n am Montag in Budapest.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ursache des Lieferstopps gibt es widerspr\u00fcchliche Angaben. Das ukrainische Au\u00dfenministerium machte in der vergangenen Woche \u200ceinen russischen Angriff auf die Pipeline-Infrastruktur verantwortlich. Au\u00dfenminister Andrij Sybiha ver\u00f6ffentlichte auf X ein Foto von L\u00f6scharbeiten und warf Ungarn vor, den Vorfall zwei Wochen lang verschwiegen zu haben, um Russland zu sch\u00fctzen. Ungarn wies dies zur\u00fcck und beschuldigte seinerseits die ukrainische Seite, die Stromversorgung f\u00fcr den betroffenen Pipeline-Abschnitt gekappt zu haben.<\/p>\n<p>Ungarn und die Slowakei nehmen innerhalb der Europ\u00e4ischen Union eine Sonderrolle ein. Beide L\u00e4nder profitieren von Ausnahmeregelungen \u200cbei den EU-Sanktionen gegen russisches Pipeline-\u00d6l und sind \u200cstark auf diese Importe angewiesen. Die Regierungen in Budapest und Bratislava unterhalten im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Staaten weiterhin enge Beziehungen zu Moskau. \u200cSie haben sich bislang erfolgreich gegen Bestrebungen aus Br\u00fcssel gewehrt, die Energieimporte aus \u200cRussland \u200cvollst\u00e4ndig zu stoppen, mit denen der Kreml seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert. <\/p>\n<p>Reuters\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Januar ist die Druschba-Pipeline unterbrochen. 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