{"id":807168,"date":"2026-02-18T14:38:10","date_gmt":"2026-02-18T14:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/807168\/"},"modified":"2026-02-18T14:38:10","modified_gmt":"2026-02-18T14:38:10","slug":"weltraum-reise-star-trek-voyager-across-the-unknown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/807168\/","title":{"rendered":"Weltraum-Reise: \u00abStar Trek: Voyager &#8211; Across the Unknown\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Man sagt, in Deutschland g\u00e4be es zuweilen 80 Millionen Bundestrainer. Fans der Star Trek-Serie \u00abRaumschiff Voyager\u00bb aus den 1990er-Jahren werden zwar nicht ganz so zahlreich sein &#8211; unter ihnen d\u00fcrften aber viele sein, die sich einst oder noch heute sagten: \u00abDas h\u00e4tte ich aber besser gemacht als Captain Janeway!\u00bb<\/p>\n<p>Mit \u00abStar Trek: Voyager &#8211; Across the Unknown\u00bb haben sie nun ihre Chance. Das in Hamburg entwickelte Survival-Spiel von Gamexite und Publisher Daedalic Entertainment l\u00e4sst Spielerinnen und Spieler Regie in ihrer ganz eigenen Weltraum-Saga f\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Plot in K\u00fcrze: Das Raumschiff Voyager wird von einem m\u00e4chtigen Wesen ans andere Ende der Galaxie transportiert. Auf der unter normalen Umst\u00e4nden 75 Jahre w\u00e4hrenden R\u00fcckreise muss die Crew zahlreiche Abenteuer bestehen, wichtige Entscheidungen treffen, Alliierte finden, Feinde bek\u00e4mpfen und ganz viele neue Welten und Zivilisationen erforschen. Ziel bleibt aber immer die Heimreise. In der Serie f\u00fcrs Fernsehen erreichte die Voyager nach sieben Jahren und 172 Folgen die Erde.\u00a0<\/p>\n<p>Und hier wird es spannend: W\u00e4hrend die Serie ja nach Drehbuch lief, hat man im Spiel selbst in der Hand, wie, wann und unter welchen Umst\u00e4nden das Raumschiff heimkehrt. Und wie geht das?<\/p>\n<p>Ganz viel Erz\u00e4hlung, und viel Heldenschmieden<\/p>\n<p>\u00abAcross the Unknown\u00bb vereint viel textbasierte Erz\u00e4hlung mit Charakterentwicklung und Ressourcenmanagement. Actionsequenzen gibt es auch. Die Handlung orientiert sich grob an den Ereignissen der Serie, viele Folgen tauchen als Haupt- und Seitenmissionen im Spiel auf. Einige wird es sp\u00e4ter als Downloadable Content (DLC) gegen Geld geben.\u00a0<\/p>\n<p>Das Gute: Man muss es nicht so machen wie im Fernsehen. Spielerinnen und Spieler k\u00f6nnen zwischen mehreren L\u00f6sungen f\u00fcr ein Problem w\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Helfe ich einem Raumschiff in Not, oder fliege ich weiter?<\/li>\n<li>Suche ich eine friedliche L\u00f6sung, oder setze ich auf Konflikt?<\/li>\n<li>L\u00f6se ich ein Problem mit Wissenschaft oder mit Diplomatie?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und das sind nur drei von zahlreichen M\u00f6glichkeiten. Denn neben den vielen Entscheidungen gibt es auch die Helden. Das sind besondere Crewmitglieder &#8211; \u00fcberwiegend die Hauptfiguren der Serie. Sie kann man R\u00e4umen im Schiff zuweisen f\u00fcr Boni, aber man kann sie auch auf Missionen auf Planeten und Raumschiffen schicken.\u00a0<\/p>\n<p>Hier treiben sie anhand ihrer jeweiligen F\u00e4higkeiten die Handlung voran. Schickt man beispielsweise den Waffen schwingenden \u00dcberlebensk\u00fcnstler auf eine Mission, wo es eher auf Ingenieure ankommt, stehen ihm einige Handlungsstr\u00e4nge nicht offen. Auch so kann man also den Ausgang des Spiels steuern. F\u00fcr erfolgreich absolvierte Missionen steigen die Helden auf neue Leistungsstufen auf, bekommen bessere F\u00e4higkeiten &#8211; aber Harry Kim bleibt trotz erwiesener Brillanz auch im Spiel immer F\u00e4hnrich.\u00a0<\/p>\n<p>Geht nicht ohne: Forschung und Ressourcenmanagement<\/p>\n<p>Neben der Story wichtig: Das Raumschiff muss gepflegt werden. Und das ist gar nicht so trivial, denn Ressourcen sind fernab der Heimat rar. St\u00e4ndig muss man die Energieproduktion im Auge behalten, die Labore, Quartiere oder Waffen des Schiffs weiterentwickeln, Bauteile herstellen, f\u00fcr genug Essen sorgen. Die Liste ist lang. Und jedes Mal, wenn&#8217;s gerade l\u00e4uft, wirft einem \u00abAcross the Unknown\u00bb eine neue Herausforderung vor die F\u00fc\u00dfe.\u00a0<\/p>\n<p>Beispiel gef\u00e4llig? Kein Problem. Nehmen wir das Essen. Sind gerade alle Crewmitglieder mit einem Quartier versorgt, reicht die Energie nicht mehr f\u00fcr Essen aus der Wundermaschine Replikator. Also m\u00fcssen Planeten nach Essen abgegrast werden &#8211; was Zeit und Energie kostet. Oder man baut Nahrung an, was wieder Energie kostet. Das Management der Ressourcen wird besonders im sp\u00e4teren Verlauf des Spiels recht komplex.\u00a0<\/p>\n<p>Manchmal malt man sich auch in die Ecke: Etwa, wenn man die Schilde und Waffen nicht weiterentwickelt und pl\u00f6tzlich alle Gegner im Kampf zu stark sind. Dann hilft nur: Zur\u00fcckspringen und einen neuen Weg suchen. Denn auch das erlaubt das Spiel. Jeder der zw\u00f6lf Sektoren kann einfach neu gestartet werden &#8211; kann ja sein, dass einem die neu geschaffene Voyager-Realit\u00e4t nicht mehr gef\u00e4llt.\u00a0<\/p>\n<p>Das sorgt f\u00fcr eine Unzahl an M\u00f6glichkeiten. Und stellt Leute vor Probleme, die buchstabengetreu die Serie nachspielen wollen. Man kommt echt leicht vom Pfad ab &#8211; Captain Janeways Job ist eben doch einer der h\u00e4rtesten.\u00a0<\/p>\n<p>Ein ambitioniertes Spielkonzept mit richtig viel Kopfkino<\/p>\n<p>Viel Text, viel Management, viel Star Trek. In der Praxis funktioniert das fantastisch. Auch wenn die Handlung meist nicht gezeigt, sondern mit Standbildern und Textboxen erz\u00e4hlt wird, hat man &#8211; als Kenner der Serie &#8211; immer Kopfkino.<\/p>\n<p>Orte, Personen, Dialoge &#8211; dem Spiel gelingt es, das aus dem Ged\u00e4chtnis hervorzukramen. Dazu tragen auch die von den Schauspielern Tim Russ (Tuvok) und Robert Duncan McNeill (Tom Paris) eingesprochenen Logbucheintr\u00e4ge zu Beginn jedes Spielsektors bei. Ganz ohne aufwendige Grafikexzesse, Videos und Co. ist man mittendrin.\u00a0<\/p>\n<p>Die enge Anlehnung an die Serie sorgt auch daf\u00fcr, dass man f\u00fcr Inspiration einfach den Fernseher anwerfen kann. Beispiel gef\u00e4llig? Das Tuvix-Dilemma:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Zwei Crewmitglieder werden durch einen Unfall zu einem Wesen namens Tuvix verschmolzen. <\/li>\n<li>T\u00f6te ich dieses Wesen, um die beiden wichtigen Crewmitglieder zur\u00fcckzubekommen? <\/li>\n<li>Lasse ich Tuvix leben, verliere daf\u00fcr meine beiden Freunde?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine schwere Entscheidung, die nach einem erneuten Schauen der Serien-Episode (Streaming sei Dank) zum Nachteil von Tuvix gel\u00f6st wurde.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abAcross the Unknown\u00bb l\u00e4dt dazu ein, diese in den meisten Episoden wirklich gut gealterte Serie noch einmal mit modernen Augen anzusehen. Das erleichtert auch Spielerinnen und Spielern ohne gr\u00f6\u00dfere Voyager-Kenntnisse den Einstieg.\u00a0<\/p>\n<p>Fazit: Eine gelungene Simulation mit nur kleinen Schw\u00e4chen<\/p>\n<p>Diplomatie, Moral, Anstand, das Richtige tun &#8211; daf\u00fcr steht die F\u00f6deration im Universum von Star Trek. Und als Captain des Raumschiff Voyagers bekommt man schnell zu sp\u00fcren, wie viel Verantwortung mit gro\u00dfer Macht kommt. Und wie schnell man vom hehren Pfad der Tugend abweichen kann, wenn es die Pragmatik der Situation erfordert.\u00a0<\/p>\n<p>Alles in allem macht \u00abStar Trek: Voyager &#8211; Across the Unknown\u00bb richtig Spa\u00df und ist &#8211; zumindest im niedrigen Schwierigkeitsgrad &#8211; eine meisterbare Herausforderung. Die Kombination aus Entscheidungen, Heldenpflege, Management und Action funktioniert gut, auch wenn an einigen Stellen noch kleinere technische Probleme und H\u00e4nger plagen und es bisweilen viel Geklicke ist. Das Versprechen, die Reise der Voyager auf eigene Art zu gestalten, l\u00f6st das Spiel mit viel Liebe zum Detail ein.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abStar Trek: Voyager &#8211; Across the Unknown\u00bb gibt es f\u00fcr PC (35 Euro und 45 Euro f\u00fcr die Deluxeversion mit zus\u00e4tzlichen Missionen), und f\u00fcr Nintendo Switch 2, Playstation 5 und Xbox Series X\/S (40 Euro und 50 Euro). Die Zusatzinhalte der Deluxeversion gibt es auch einzeln f\u00fcr 13 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Man sagt, in Deutschland g\u00e4be es zuweilen 80 Millionen Bundestrainer. 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