{"id":807710,"date":"2026-02-18T19:27:17","date_gmt":"2026-02-18T19:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/807710\/"},"modified":"2026-02-18T19:27:17","modified_gmt":"2026-02-18T19:27:17","slug":"warum-berlin-keine-neuen-taxis-zulaesst-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/807710\/","title":{"rendered":"Warum Berlin keine neuen Taxis zul\u00e4sst &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Berlin ist eine gro\u00dfe Stadt. 3,9 Millionen Menschen leben nach der neusten Statistik in der Hauptstadt, und zwar auf 891,1 Quadratkilometern Fl\u00e4che. F\u00fcr ihre Fortbewegung stehen unter anderem um die 200 Buslinien zur Verf\u00fcgung, die ein 1800 Kilometer langes Netz befahren; au\u00dferdem gibt es 22 Tramlinien und neun U-Bahn-Linien und nat\u00fcrlich das gro\u00dfe S-Bahn-Netz. Und dann gibt es noch 6600 Taxis.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das sind zu viele, hat man in der zust\u00e4ndigen Verwaltung befunden. Seit Montag gilt in Berlin ein Konzessionstopp f\u00fcr Taxi-Unternehmen, zun\u00e4chst auf ein Jahr befristet. In dieser Zeit d\u00fcrfen keine neuen Autos als Taxis angemeldet werden, und auch wer einen Betrieb er\u00f6ffnen will, muss auf die Warteliste. Die Begr\u00fcndung: Ein problematisches \u00dcberangebot gef\u00e4hrde inzwischen die gesamte Branche. \u201eDas ganze System wackelt inzwischen\u201c, sagt Petra Nelken, Sprecherin der Senatsverwaltung f\u00fcr Verkehr und Umwelt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Zahl der Taxis hat vor allem im vergangenen Jahr noch einmal drastisch zugenommen: Seit Dezember 2024 wurden 1200 neue Wagen zugelassen, gleichzeitig ist die Zahl der gemeldeten Unternehmen gesunken. Offensichtlich werden also manche Flotten immer gr\u00f6\u00dfer, w\u00e4hrend sich das Gesch\u00e4ft f\u00fcr viele nicht mehr lohnt. Laut Verkehrssenat besteht der Verdacht, dass einige \u201eder nicht mehr ohne Weiteres kostendeckend arbeitenden Unternehmen durch systematische Verst\u00f6\u00dfe gegen geltendes Recht versuchen, ihre Wettbewerbssituation gegen\u00fcber den rechtm\u00e4\u00dfig arbeitenden Mitbewerbern zu verbessern\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Gewerbe steht schon l\u00e4nger unter Druck: Noch im Jahr 2022 beklagte die Berliner Taxi-Innung das gro\u00dfe Taxi-Sterben, damals steuerte die Zahl der gemeldeten Wagen auf die 5000 zu. Dieser Trend hat sich zwar umgekehrt. Doch das Gesch\u00e4ftsmodell funktioniert nicht mehr richtig. Das hat nat\u00fcrlich viel mit dem Erfolg von Plattformen wie Uber oder Freenow zu tun, die den Kilometerz\u00e4hler abgeschafft haben. Seit 2024 d\u00fcrfen Taxiunternehmen Festpreise anbieten, aber auch das hat nicht zu einer Verbesserung der Gesch\u00e4ftsgrundlage gef\u00fchrt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Laut Alkan Baris von der Taxi-Innung Berlin gibt es daf\u00fcr eine Reihe von Gr\u00fcnden. Die schrittweise Abschaffung der Ortskundepr\u00fcfung nennt er an erster Stelle. Wer sich heute als Fahrerin oder Fahrer anmelden will, braucht daf\u00fcr lediglich ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches F\u00fchrungszeugnis, muss aber nicht mehr nachweisen, dass er sich in der Stadt auskennt. Der Abbau der H\u00fcrde sorgte f\u00fcr einen Anstieg wenig qualifizierter Fahrer. Die mangelnde Aufsicht\u00a0erstreckt sich, sagt Baris, aber auch auf andere Bereiche: \u201eIm Taxi-Gewerbe gibt es viele problematische bis illegale Aktivit\u00e4ten, von Steuerhinterziehung bis zu arbeitsrechtlichen Verst\u00f6\u00dfen.\u201c Geahndet wird das selten, weil entsprechende Betreiber sich kurz vor der Betriebspr\u00fcfung insolvent meldeten, nur um kurze Zeit sp\u00e4ter ein neues Gewerbe anzumelden. Auch hier k\u00f6nnte die Konzessionssperre wirken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das gr\u00f6\u00dfte Problem der Taxi-Unternehmen aber seien die Mietwagen, die bei Uber, Freenow und Bolt fahren und noch deutlich g\u00fcnstigere Preise als Taxis anbieten, sagt Baris. Die Taxi-Innung fordert daher die Einf\u00fchrung eines Mindestpreises. Wegen arbeits- und steuerrechtlicher Verst\u00f6\u00dfe haben\u00a0die Ordnungsbeh\u00f6rden im vergangenen Jahr \u00fcber 1000 solcher Mietwagen von der Stra\u00dfe genommen. Trotzdem sind noch \u00fcber 1600 solcher Autos in Berlin unterwegs. F\u00fcr sie gilt der Konzessionstopp nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin ist eine gro\u00dfe Stadt. 3,9 Millionen Menschen leben nach der neusten Statistik in der Hauptstadt, und zwar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":807711,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,31,29,1356,775,30,148,1940,1938,747,6473,149,686,55],"class_list":{"0":"post-807710","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-cdu","13":"tag-deutschland","14":"tag-emmanuel-macron","15":"tag-friedrich-merz","16":"tag-germany","17":"tag-leserdiskussion","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin","20":"tag-ruestungsindustrie","21":"tag-sicherheitspolitik","22":"tag-sueddeutsche-zeitung","23":"tag-verteidigungspolitik","24":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116093284945653488","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/807710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=807710"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/807710\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/807711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=807710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=807710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=807710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}