{"id":80804,"date":"2025-05-03T09:30:09","date_gmt":"2025-05-03T09:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80804\/"},"modified":"2025-05-03T09:30:09","modified_gmt":"2025-05-03T09:30:09","slug":"ukraine-krieg-mit-diesem-deal-erhoeht-trump-den-druck-auf-putin-massiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/80804\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Mit diesem Deal erh\u00f6ht Trump den Druck auf Putin massiv"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend Moskau eine dauerhafte Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verweigert, n\u00e4hern sich Kiew und Washington durch ein neues Abkommen an. Das ist nicht der einzige Hebel, den die USA jetzt ansetzen wollen, um Moskau zum Einlenken zu bewegen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zwei Monate nach dem desastr\u00f6sen Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump im Oval Office haben beide Seiten das seinerzeit abgesagte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256044398\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256044398&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abkommen \u00fcber ukrainische Mineralien<\/a> abgeschlossen. Damit tritt die Ukraine den USA einen Teil ihrer h\u00f6chst wertvollen Bodensch\u00e4tze ab, sichert sich aber Washingtons Bekenntnis zu einer dauerhaften Stabilit\u00e4t des Landes.<\/p>\n<p>Zugleich erh\u00f6ht Trump massiv den Druck auf Wladimir Putin. Russlands Machthaber verschleppt seit Wochen jedes ernsthafte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256037536\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256037536&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gespr\u00e4ch um einen Frieden<\/a>. Die Forderung der USA und Kiews nach einer bedingungslosen Waffenruhe lehnt er weiter ab. Zuletzt bot Putin lediglich eine einseitige, dreit\u00e4gige Waffenruhe vom 8. bis 10. Mai an. Trump hat in den vergangenen Tagen klar seine schwindende Geduld mit Moskau zum Ausdruck gebracht.<\/p>\n<p>\u201eDieses Abkommen signalisiert <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article256039388\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article256039388&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> klar, dass sich die Regierung Trump zu einem Friedensprozess bekennt, in dessen Zentrum langfristig eine freie, souver\u00e4ne und wohlhabende Ukraine steht\u201c, erkl\u00e4rte Finanzminister Scott Bessent am Mittwochabend Ostk\u00fcstenzeit. Bessent, der den Deal unmittelbar nach Trumps Amts\u00fcbernahme auf den Weg gebracht hatte, f\u00fcgte an Moskau gerichtete scharfe Worte hinzu. \u201eUm es ganz klar zu sagen, kein Staat und keine Person, die die russische Kriegsmaschine beliefert hat, wird vom Wiederaufbau der Ukraine profitieren.\u201c<\/p>\n<p>Washingtons merklich versch\u00e4rfter Ton kommt f\u00fcnf Tage nach dem Treffen von Trump und Selenskyj am Rande der Beerdigung des Papstes in Rom am vergangenen Wochenende. Der US-Pr\u00e4sident hatte danach erstmals \u00f6ffentlich auf seinem sozialen Netzwerk den russischen Beschuss ziviler ukrainischer Ziele beklagt. Putins Vorgehen lasse ihn zweifeln, ob der Russe wirklich den Krieg beenden wolle, schrieb Trump. Wom\u00f6glich wolle er ihn \u201enur hinhalten\u201c.<\/p>\n<p>Trump hatte im Wahlkampf verk\u00fcndet, Russlands Krieg in der Ukraine \u201ebinnen 24 Stunden zu beenden\u201c. Nach seiner Amts\u00fcbernahme hatte der US-Pr\u00e4sident zum Entsetzen der Europ\u00e4er und Ukrainer einseitig Gespr\u00e4che mit dem Kremlherrscher begonnen. Immer wieder lie\u00df die US-Seite erkennen, dass eine russische \u00dcbernahme der v\u00f6lkerrechtswidrig eroberten ukrainischen Gebiete f\u00fcr Washington hinnehmbar sein k\u00f6nnte, wenn Moskau den Angriff auf die Ukraine damit einstellt. Doch Putin verweigert Trump trotzdem weiterhin jede belastbare Bem\u00fchung um ein Ende des Krieges.<\/p>\n<p>Der Mineralien-Deal bietet Trump jetzt politisch Deckung, sollte er die Ukraine k\u00fcnftig weiter milit\u00e4risch unterst\u00fctzen. Viele Republikaner und insbesondere die \u201eMake America Great\u201c-Bewegung lehnen weitere Milit\u00e4rhilfen kategorisch ab. Von nun an werden jedoch Lieferungen von Waffensystemen mit den k\u00fcnftigen Ressourcengewinnen \u201everrechnet\u201c. Dieser transaktionale Ansatz ist nicht nur typisch f\u00fcr Trump, sondern auch der Basis vermittelbar.<\/p>\n<p>Derweil ist der am Mittwoch vereinbarte Deal nicht das einzige Druckmittel, das Washington zum Zweck schnell beginnender Friedensgespr\u00e4che einsetzt. Nach Informationen des \u201eWall Street Journal\u201c bereitet der f\u00fchrende republikanische Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham weitere Sanktionen f\u00fcr Russland vor sowie hohe Z\u00f6lle f\u00fcr L\u00e4nder, die russisches \u00d6l, Gas und Uranium kaufen.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen \u201ebrechen Russlands Wirtschaft die Knochen\u201c, erkl\u00e4rte Graham. \u201eDie meisten Senatsmitglieder denken, dass Putin sich gegen eine Verhandlungsl\u00f6sung str\u00e4ubt, und dass er barbarisch und schamlos gegen die Ukraine vorgeht\u201c, so Graham. Durch das Sanktionspaket werde deutlich, \u201ewer hier der gr\u00f6\u00dfte T\u00e4ter ist\u201c. Ein Votum \u00fcber die Ma\u00dfnahmen sei \u201enur eine Frage von Wochen\u201c. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/stefanie-bolzen\/%20\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/autor\/stefanie-bolzen\/%20&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>Stefanie Bolzen<\/b><\/a><b> berichtet f\u00fcr WELT seit 2023 als US-Korrespondentin aus Washington, D.C. Zuvor war sie Korrespondentin in London und Br\u00fcssel.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend Moskau eine dauerhafte Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verweigert, n\u00e4hern sich Kiew und Washington durch ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":80805,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,34262,114,13,14,15,111,115,12,116,45,113,317,112,117],"class_list":{"0":"post-80804","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bolzen-stefanie","11":"tag-donald-geb-1946","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-putin","16":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-selenskyj","19":"tag-texttospeech","20":"tag-trump","21":"tag-ukraine","22":"tag-wladimir","23":"tag-wolodymyr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114443204970826231","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80804\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}