{"id":808653,"date":"2026-02-19T04:22:26","date_gmt":"2026-02-19T04:22:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/808653\/"},"modified":"2026-02-19T04:22:26","modified_gmt":"2026-02-19T04:22:26","slug":"reform-uk-strebt-nach-regierung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/808653\/","title":{"rendered":"Reform UK strebt nach Regierung"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf gro\u00dfer B\u00fchne, mit dramatischer Musik und Pathos,\u00a0pr\u00e4sentiert\u00a0Nigel Farage am Dienstagmittag in London Teile seines Schattenkabinetts. Es sei Zeit f\u00fcr den \u201en\u00e4chsten Schritt\u201c, ruft der Parteichef und einstige Brexit-Treiber ins Publikum. Reform UK d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger als \u201eOne-Man-Band\u201c wahrgenommen werden. Man brauche neue Stimmen, vor allem solche mit Regierungserfahrung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf die B\u00fchne treten schlie\u00dflich unter anderem Robert Jenrick und Suella Braverman. Sie sind keine Unbekannten. Beide hatten unter den Konservativen Minister\u00e4mter inne, beide geh\u00f6rten dem rechten Spektrum der Partei an. Nun \u00fcbernehmen sie Schl\u00fcsselrollen im Schattenkabinett von Reform UK, einer rechtsgerichteten Oppositionspartei, die aus der Brexit-Bewegung hervorgegangen ist. Sie bereitet sich sichtbar auf eine m\u00f6gliche Regierungsverantwortung vor.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Jenrick, einst Migrationsminister unter den Tories, wird wirtschaftspolitischer Sprecher und wandte sich in seiner Rede an alle Briten, die fr\u00fch aufstehen, arbeiten und ihre Familien versorgen \u2013 Menschen, die keine Almosen wollten, sondern Chancen. Reform UK verspreche niedrigere Steuern, einen schlankeren Staat und einen sorgf\u00e4ltigen Umgang mit dem Geld der B\u00fcrger. Dahinter steht der Versuch, der Partei auch im wirtschaftlichen Bereich ein klareres Profil zu geben.\n  <\/p>\n<p>            Refom UK zieht zwei fr\u00fchere Tory-Minister an Land <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Braverman \u00fcbernimmt die Rolle der Schattenministerin f\u00fcr Bildung. Sie sprach von einem \u201epatriotischen, ausgewogenen Lehrplan\u201c, sie wolle \u201edem Transgender-Chaos ein Ende\u00a0setzen\u201c. Damit unterstrich sie, dass Reform UK nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftspolitisch einen sch\u00e4rferen Kurs einschlagen will. Es ist ein Kurs, der Beobachtern zufolge auf Konfrontation setzt und bestehende gesellschaftliche Spannungen vertiefen k\u00f6nnte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass mit Robert Jenrick und Suella Braverman nun zwei fr\u00fchere Tory-Minister zentrale Rollen bei Reform UK \u00fcbernehmen, ist f\u00fcr die Partei Chance und Risiko zugleich. Die prominenten Gesichter garantieren Regierungserfahrung und verleihen der Partei Glaubw\u00fcrdigkeit, werfen aber zugleich die Frage nach der Abgrenzung auf. Worin unterscheidet sich Reform noch von den Tories, wenn zentrale Figuren aus jener Partei stammen?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Vorsitzende der Konservativen, Kevin Hollinrake, reagierte auf die Vorstellung von Teilen des Schattenkabinetts mit Kritik und spottete, die neue F\u00fchrung wirke wie eine \u201eTory-Tribute-Band\u201c. Auch Politikwissenschaftler Matthew Barnfield von der Queen Mary University of London sieht Risiken: Reform laufe Gefahr, als \u201eTory Party 2.0\u201c wahrgenommen zu werden. Erste Umfragen deuten in diese Richtung. 17 Prozent der Reform-Anh\u00e4nger bewerten die \u00dcbertritte kritisch, zugleich nimmt der wahrgenommene Abstand zu den Konservativen ab.\n  <\/p>\n<p>            Reform UK stand bisher rechtsau\u00dfen <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Denn inhaltlich <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/der-rechte-rebell-nigel-farage-fuehrt-er-die-partei-reform-uk-in-die-britische-regierung-110667155\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">positionierte sich Reform UK in der Vergangenheit eigentlich deutlich weiter rechts<\/a> bis rechtsau\u00dfen\u00a0\u2013 mit einer deutlich populistischen Tonlage. Im Mittelpunkt steht die drastische Begrenzung der Migration, obwohl die Zahl der Einwanderer zuletzt sogar sank. F\u00fcr dieses Thema bei Reform zust\u00e4ndig ist seit Dienstag nun Zia Yusuf als innenpolitischer Sprecher. In seiner Rede zeichnete er Zuwanderung als existenzielle Krise und sprach von milliardenschweren Kosten durch \u201eungebetene\u201c Ankommende. Eine Reform-Regierung werde die \u00dcberfahrten \u00fcber den \u00c4rmelkanal stoppen, Abschiebungen deutlich ausweiten und notfalls internationale Menschenrechtsabkommen infrage stellen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/urnnewsmldpacom20090101260209-99-442727-v3-s2048.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe B\u00fchne, viel Pathos: Parteichef Nigel Farage w\u00e4hrend der Veranstaltung der Partei Reform UK in Birmingham. \" title=\"Gro\u00dfe B\u00fchne, viel Pathos: Parteichef Nigel Farage w\u00e4hrend der Veranstaltung der Partei Reform UK in Birmingham. \" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Gro\u00dfe B\u00fchne, viel Pathos: Parteichef Nigel Farage w\u00e4hrend der Veranstaltung der Partei Reform UK in Birmingham.<br \/>\n    Foto: Jacob King, dpa <\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Gro\u00dfe B\u00fchne, viel Pathos: Parteichef Nigel Farage w\u00e4hrend der Veranstaltung der Partei Reform UK in Birmingham.<br \/>\n    Foto: Jacob King, dpa <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Obwohl viele Beobachter die Umsetzbarkeit dieser Ziele bezweifeln, trifft das Programm einen Nerv. In einem <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/grossbritannien-lebenserwartung-steigt-langsamer-als-anderso-106224846\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Land mit schwachem Wachstum, hohen Lebenshaltungskosten und einem \u00fcberlasteten Gesundheitssystem<\/a> f\u00fchlen sich viele weder von Labour noch von den Konservativen vertreten. In dieses Vakuum st\u00f6\u00dft Reform UK. Seit Monaten liegt die Partei in Umfragen bei bis zu 30 Prozent, deutlich vor den Traditionsparteien mit jeweils rund 17 Prozent.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Unter ihrem Dach versammelt sich ein breites Spektrum: nationalkonservative Aktivisten, Trump-Sympathisanten und Klimaskeptiker ebenso wie einstige Tories. Will Reform UK mehr sein als ein Protestprojekt, muss sie diese Str\u00f6mungen zusammenhalten und zugleich f\u00fcr gem\u00e4\u00dfigte Wechselw\u00e4hler w\u00e4hlbar bleiben, sagt Sophie Stowers von der Organisation \u201eMore in Common\u201c.\u00a0\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Das Wahlsystem k\u00f6nnte Reform UK noch zum Verh\u00e4ngnis werden <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch ob Reform UK tats\u00e4chlich regieren kann, entscheidet sich nicht allein an den Umfragewerten. Selbst ein starkes Ergebnis bei landesweiten Wahlen, die sp\u00e4testens im Sommer 2029 stattfinden, w\u00fcrde nicht automatisch eine Mehrheit im Unterhaus bedeuten. Im britischen Mehrheitswahlrecht z\u00e4hlt der Sieg im Wahlkreis, nicht der Stimmenanteil im ganzen Land.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Susanne Ebner<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Brexit<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Nigel Farage<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf gro\u00dfer B\u00fchne, mit dramatischer Musik und Pathos,\u00a0pr\u00e4sentiert\u00a0Nigel Farage am Dienstagmittag in London Teile seines Schattenkabinetts. 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