{"id":808784,"date":"2026-02-19T05:42:15","date_gmt":"2026-02-19T05:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/808784\/"},"modified":"2026-02-19T05:42:15","modified_gmt":"2026-02-19T05:42:15","slug":"kaelte-als-waffe-der-vierte-kriegswinter-in-kiew-nachrichten-aus-aller-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/808784\/","title":{"rendered":"K\u00e4lte als Waffe &#8211; der vierte Kriegswinter in Kiew | Nachrichten aus aller Welt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Zum Ende des vierten Kriegsjahres erlebt die Ukraine ihren schlimmsten Winter. Zweistellige Minusgrade, Schnee und Glatteis machen den Menschen \u00fcber Wochen den ohnehin schwierigen Alltag zus\u00e4tzlich zur H\u00f6lle. Zudem machen ihnen wie auch in anderen Jahreszeiten st\u00e4ndige Luftalarme und die Gefahren durch russische Raketen- und Drohnenangriffe zu schaffen.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">\u00abDie Heizung ist kalt, weil das Heizkraftwerk fast nicht arbeitet. Wie viele Male ist da schon etwas reingeflogen? Sieben, vielleicht schon acht Mal\u00bb, erz\u00e4hlt der 64 Jahre alte Mykola im Stadtteil Beresnjaky. Er meint das Heizkraftwerk Nummer f\u00fcnf, das am westlichen Ufer des Dnipro liegt &#8211; der Fluss teilt Kiew.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZEQUlRN2RReWJjMUMzUFVqM3h3MndaU3hWa3FBQTRNR3FDVy9BRHhQaGs0eXJ3b3BFZ01tM1pSVEg0aGJaUlFXaEpIQm9pSXc5T21nOGc2OTZjYXBUZktBaGNscjhjcmNnZjZPWHRuK0ZSeEI\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161983.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Menschen in ukrainischen Plattenbauten haben oft nur Elektroherde. Eine warme Mahlzeit k\u00f6nnen sie sich wegen des Stromausfalls nicht zubereiten. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161983.webp.webp\" alt=\"Menschen in ukrainischen Plattenbauten haben oft nur Elektroherde. Eine warme Mahlzeit k\u00f6nnen sie sich wegen des Stromausfalls nicht zubereiten. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Menschen in ukrainischen Plattenbauten haben oft nur Elektroherde. Eine warme Mahlzeit k\u00f6nnen sie sich wegen des Stromausfalls nicht zubereiten. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stein\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Das russische Milit\u00e4r greift gezielt immer wieder die Heizkraftwerke der Millionenstadt an &#8211; und nutzt die K\u00e4lte als Waffe. Zu den Stromausf\u00e4llen, die es seit dem Herbst 2022 gibt, kommen bei starkem Frost auch noch Ausf\u00e4lle der Fernheizungen hinzu. F\u00fcr mehr als 1.000 Wohnbl\u00f6cke im Ostteil der Stadt gibt es nach verheerenden Zerst\u00f6rungen durch ballistische Raketen im Heizkraftwerk im Stadtbezirk Darnyjza kaum Aussicht auf eine Reparatur. Die Hauptstadt des kriegsversehrten Landes steht nach den Worten von B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko am Rande einer humanit\u00e4ren Katastrophe.<\/p>\n<p>Zum Aufw\u00e4rmen und f\u00fcr eine warme Mahlzeit ins W\u00e4rmezelt<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZEQUlRN2RReWJjMUMzUFVqM3h3MndaU3hWa3FBQTRNR3FDVy9BRHhQaGs0eXJ3b3BFZ01tM1pSVEg0aGJaUlFXaEhCL0VsU0R6dlRJbVNPSWtSNy9NWEI3ZHRhUGV5d1haOG0yWjFHa0ppSE4\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161980.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"In der Ukraine sind Gasherde f\u00fcr viele Menschen in der Winterk\u00e4lte eine Rettung. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161980.webp.webp\" alt=\"In der Ukraine sind Gasherde f\u00fcr viele Menschen in der Winterk\u00e4lte eine Rettung. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>In der Ukraine sind Gasherde f\u00fcr viele Menschen in der Winterk\u00e4lte eine Rettung. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stein\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Trojeschtschyna ist einer der \u00e4rmsten Stadtteile im Nordosten von Kiew ohne U-Bahnanbindung. Es herrscht wieder Luftalarm. Vor einem W\u00e4rmezelt des staatlichen Zivilschutzdienstes stehen knapp zwei Dutzend vor allem \u00e4ltere Menschen. Sie tragen in die Jahre gekommene Winterkleidung und warten im Schnee auf die Entwarnungsmeldung. W\u00e4hrend des Alarms d\u00fcrfen sie sich nicht im Zelt aufhalten. Auf einem Lastwagen ist ein riesiger Generator montiert. Ratternd liefert er Strom f\u00fcr die Zelte und deren Heizl\u00fcfter.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZEQUlRN2RReWJjMUMzUFVqM3h3MndaU3hWa3FBQTRNR3FDVy9BRHhQaGs0eXJ3b3BFZ01tM1pSVEg0aGJaUlFXaEhOZGM1aXdaeGc4VzArMEhSYWxKVWp6UU0zdWpFWmJoRThud1FsOFYvdHQ\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161977.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Bei winterlichen Temperaturen werden die in ukrainischen St\u00e4dten \u00fcblichen verglasten Balkons zu K\u00fchlschr\u00e4nken. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161977.webp.webp\" alt=\"Bei winterlichen Temperaturen werden die in ukrainischen St\u00e4dten \u00fcblichen verglasten Balkons zu K\u00fchlschr\u00e4nken. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bei winterlichen Temperaturen werden die in ukrainischen St\u00e4dten \u00fcblichen verglasten Balkons zu K\u00fchlschr\u00e4nken. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stein\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Wolodymyr kommt t\u00e4glich zum Aufw\u00e4rmen. Auch die zwei warmen Mahlzeiten, die eine Hilfsorganisation ausgibt, sch\u00e4tzt er. \u00abIn der H\u00fctte ist es unangenehm zu sitzen\u00bb, sagt der Alleinstehende. Die Heizung ist kalt, Strom gebe es mal f\u00fcr drei Stunden, mal f\u00fcr vier Stunden am Tag. Er habe einen \u00d6lradiator, um wenigstens ein bisschen W\u00e4rme zu haben. \u00abIch mache mir einen Kaffee, trinke ihn und gehe dann wieder hierher\u00bb, schildert der 76-J\u00e4hrige seinen Alltag.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZEQUlRN2RReWJjMUMzUFVqM3h3MndaU3hWa3FBQTRNR3FDVy9BRHhQaGs0eXJ3b3BFZ01tM1pSVEg0aGJaUlFXaEVBTGJoMEFXQ1cydy9rbmM2dFBBa2I1OE16Uk1BUnUxQVNQci9rcmlQWks\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161992.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Bei Ausf\u00e4llen der Wasserversorgung und eingefrorenen Wasserleitungen brauchen die Menschen in den betroffenen Stadtteilen von Kiew neben W\u00e4rmezelten auch Biotoiletten. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161992.webp.webp\" alt=\"Bei Ausf\u00e4llen der Wasserversorgung und eingefrorenen Wasserleitungen brauchen die Menschen in den betroffenen Stadtteilen von Kiew neben W\u00e4rmezelten auch Biotoiletten. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bei Ausf\u00e4llen der Wasserversorgung und eingefrorenen Wasserleitungen brauchen die Menschen in den betroffenen Stadtteilen von Kiew neben W\u00e4rmezelten auch Biotoiletten. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stein\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Der Rentner lebt von umgerechnet 100 Euro im Monat. \u00abF\u00fcr Essen reicht es, doch f\u00fcr die Medikamente nicht\u00bb, erz\u00e4hlt er. Um Medikamente zu bezahlen, sammelt und verkauft er trotz zweier Schlaganf\u00e4lle f\u00fcr ein paar Euro Altpapier. In der Nacht bleibt er aber daheim: \u00abMit drei Decken ist es auszuhalten.\u00bb<\/p>\n<p>Ohne Fahrstuhl, aber zumindest mit Gasherd<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZEQUlRN2RReWJjMUMzUFVqM3h3MndaU3hWa3FBQTRNR3FDVy9BRHhQaGs0eXJ3b3BFZ01tM1pSVEg0aGJaUlFXaER2dHR1U3J4YXk0UmU2SnpxQ2pIaC9mK2tzT1hVUUFOaTBnRmxRS01hZUY\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161989.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Nach russischen Raketenangriffen sind Heizkraftwerke ausgefallen - Aufw\u00e4rmzelte sind f\u00fcr viele Menschen in der Ukraine eine Hilfe. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260219-0604-urn-newsml-dpa-com-20090101-260219-935-1161989.webp.webp\" alt=\"Nach russischen Raketenangriffen sind Heizkraftwerke ausgefallen - Aufw\u00e4rmzelte sind f\u00fcr viele Menschen in der Ukraine eine Hilfe. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stein\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Nach russischen Raketenangriffen sind Heizkraftwerke ausgefallen &#8211; Aufw\u00e4rmzelte sind f\u00fcr viele Menschen in der Ukraine eine Hilfe. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stein\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Knapp neun Kilometer weiter s\u00fcdlich im Stadtteil Beresnjaky ist die Lage etwas besser. Mykola warnt gleich am Eingang: \u00abDer Fahrstuhl geht nicht\u00bb. Die st\u00e4ndigen Stromausf\u00e4lle machen die Fahrt mit dem Lift zum Gl\u00fccksspiel. Es geht zu Fu\u00df in die f\u00fcnfte Etage des Hauses mit den neun Stockwerken. Wer schwere Eink\u00e4ufe hat, bewegt sich \u00e4chzend hinauf.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">In der Zweizimmerwohnung zeigt ein pr\u00fcfender Druck auf den Lichtschalter: Es gibt keinen Strom. Aber immerhin sind die Heizk\u00f6rper nach zweiw\u00f6chigem Totalausfall jetzt wenigstens lauwarm &#8211; ein Hoffnungsschimmer. Sorgen macht sich Mykola nicht gro\u00df. \u00abWas die einen kaputt machen, das reparieren die anderen.\u00bb Europa und die USA helfen der Ukraine. Im Bad steht nur ein Eimer mit Wasser, falls die Wasserversorgung ausfallen sollte. Mehr hat der 64-J\u00e4hrige nicht. \u00abMan kann sich nicht auf jede Eventualit\u00e4t vorbereiten\u00bb, sagt er.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Mit einer Autobatterie h\u00e4lt Mykola eine Lichterkette in Betrieb. \u00abDie Dioden verbrauchen nicht viel, so dass ich die Batterie nicht oft laden muss\u00bb, erkl\u00e4rt er. Verderbliche Lebensmittel lagert er zum Teil auf dem Balkon. Die sp\u00e4rliche Rente von umgerechnet etwa 130 Euro bessert er mit Taxifahrten auf &#8211; auch, um seiner Tante im Nachbarstadtteil am Prospekt Sobornosti zu helfen.<\/p>\n<p>Drei Decken und W\u00e4rmflaschen f\u00fcr die Nacht<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Mykolas Tante Tetjana hat seit Anfang Februar keine Heizung mehr &#8211; ihre Wohnung ist eiskalt. Die Reparaturprognose f\u00fcr das stark von russischen Angriffen betroffene Heizkraftwerk Darnyzja ist d\u00fcster. In dem f\u00fcnfst\u00f6ckigen Sowjetbau gibt es gerade auch keinen Strom. \u00abDank den guten Leuten, dass es zumindest Wasser und Gas gibt. Das rettet\u00bb, sagt sie. Weg will sie nicht. \u00abMein Haus ist mein Haus\u00bb, sagt die 84-J\u00e4hrige und r\u00fcckt sich das Kopftuch zurecht.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">\u00abWie ich mich w\u00e4rme? Zwei Paar Socken, dicke Strumpfhosen, Fellweste, zwei Pullover und ein Unterhemd\u00bb, erz\u00e4hlt sie. In ihrem kleinen Schlafzimmer erz\u00e4hlt sie: \u00abIch ziehe mich an und habe drei Decken. Und noch W\u00e4rmeflaschen.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Zum W\u00e4rmen steht immer ein kleiner Wassertopf mit Deckel auf einer klein gedrehten Gasflamme. \u00abGestern hab ich in einem Topf Wasser erhitzt, in einem Eimer gemischt und mich gewaschen\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>Eingefrorene Wasserrohre, Biotoiletten und hilflose Beh\u00f6rden<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Am s\u00fcdlichen Stadtrand im Stadtteil Teremky ist nach dem Ausfall der Heizungen der Notfall eingetreten. \u00abBei uns sind die Wasserrohre eingefroren\u00bb, erz\u00e4hlt ein Mann, der ebenfalls Mykola hei\u00dft. Er trinkt Tee in einem Aufw\u00e4rmzelt und wartet auf die Essensausgabe. \u00abDas Haus hat Betonw\u00e4nde, und alles ist ausgek\u00fchlt. In der Verwaltung hat man uns gesagt, dass sie keine Leute f\u00fcr die Reparatur haben\u00bb, sagt er.<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Neben dem Zelt gibt es eine Biotoilette. Passanten erz\u00e4hlen, dass das viel besser sei als im Sommer, wenn sie f\u00fcr die Notdurft in den Park gegangen seien. Brauchwasser holen die Anwohner aus Brunnen, wie es sie in den meisten Stadtteilen gibt, und tragen es selbst in ihre Wohnungen hoch.<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">F\u00fcr die Zukunft hat Mykola nur einen Wunsch: \u00abDass der Krieg zu Ende geht.\u00bb Seine Tischnachbarn stimmen ihm zu. \u00abWir haben kein Wasser, keine Heizung. Allen H\u00e4usern geht es gleich. Nichts ist gut hier, niemand macht was\u00bb, sagt eine Frau. Bis zum meteorologischen Fr\u00fchlingsbeginn und damit steigenden Temperaturen bleibt nur noch etwas mehr als eine Woche. Zumindest dann ist etwas Linderung f\u00fcr die kriegsm\u00fcden Menschen in Aussicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Ende des vierten Kriegsjahres erlebt die Ukraine ihren schlimmsten Winter. 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