{"id":809090,"date":"2026-02-19T08:36:12","date_gmt":"2026-02-19T08:36:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809090\/"},"modified":"2026-02-19T08:36:12","modified_gmt":"2026-02-19T08:36:12","slug":"deutschland-im-infektionsmonitor-schnupfen-grippe-corona-welche-krankheitserreger-aktuell-zirkulieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809090\/","title":{"rendered":"Deutschland im Infektionsmonitor: Schnupfen, Grippe, Corona &#8211; welche Krankheitserreger aktuell zirkulieren"},"content":{"rendered":"<p>Schnupfen, Grippe, Corona?Alle Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen19.02.2026, 09:32 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Martin Morcinek und Christoph Wolf<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(08:40 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/116880100.webp.webp\" alt=\"116880100\"\/>Einfache Erk\u00e4ltung, echte Grippe oder doch Corona? Im Zweifel \u00e4rztlichen Rat einholen. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Der Winter zieht sich in Deutschland in die L\u00e4nge, die Grippewelle dauert an. Welche Erreger sind Mitte Februar im Umlauf? Ist das noch Schnupfen &#8211; oder doch schon Influenza, RSV oder gar Corona? Aktuelle Daten zeigen, wie sich die saisontypische Infektionslage in Deutschland entwickelt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Infektionsgeschehen in Deutschland steht unter laufender Beobachtung: In Hunderten Arztpraxen, Laboren und Krankenh\u00e4usern halten Fachkr\u00e4fte routinem\u00e4\u00dfig nach saison\u00fcblichen Symptomen Ausschau. Seit Beginn der kalten Jahreszeit stellen sich mehr und mehr Patienten bei ihren Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzten vor. Woran sind die Menschen in Deutschland derzeit vornehmlich erkrankt?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die genaue Abkl\u00e4rung der Beschwerden und das Auftreten typischer Krankheitszeichen f\u00fchren im Verdachtsfall zur n\u00e4heren Pr\u00fcfung. Sobald Hinweise auf eine meldepflichtige Infektion vorliegen &#8211; zum Beispiel mit Influenza-Erregern oder dem Coronavirus -, erfolgt umgehend eine Meldung an die Gesundheitsbeh\u00f6rden. Gesammelt und ausgewertet werden diese Daten beim Robert-Koch-Institut (RKI), das sich bei der Beobachtung der Krankheitslast in Deutschland auf eine Vielzahl verschiedener Quellen st\u00fctzt. Ein Blick auf die Ergebnisse liefert Fachleuten eine gute \u00dcbersicht \u00fcber die laufende Entwicklung.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hinweis: Die Infografiken zum Infektionsgeschehen in Deutschland werden regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die &#8222;Aktivit\u00e4t akuter Atemwegserkrankungen&#8220; wird Mitte Februar &#8222;weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt&#8220;, hei\u00dft es in der aktuellen Lagebeurteilung des RKI. &#8222;Die Grippewelle h\u00e4lt weiter an, der H\u00f6hepunkt der Grippewelle scheint jedoch \u00fcberschritten zu sein.&#8220; Influenzaerkrankungen betr\u00e4fen in der zur\u00fcckliegenden sechsten Kalenderwoche (KW 07, 9. bis 15. Februar ) weiterhin &#8222;alle Altersgruppen&#8220;. Die Zahl der Arztbesuche sowie die Zahl der Hospitalisierungen bleibe &#8222;in den letzten Wochen&#8220; jedoch &#8222;unter den Werten aus der Vorsaison&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei den Krankenhauseinweisungen verzeichnet das RKI bei den Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen (SARI) eine leicht r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung. Die Zahlen bewegen sich demnach weiter auf einem &#8222;moderaten Niveau&#8220;. Die Grippewelle, die in Deutschland in diesem Winter &#8222;gem\u00e4\u00df RKI-Definition&#8220; mit der 48. Kalenderwoche begonnen hatte, scheint bisher schw\u00e4cher auszufallen als in den Vorjahren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein Ma\u00dfstab zur Einsch\u00e4tzung des aktuellen Krankheitsgeschehens in Deutschland ist die sogenannte ARE-Rate, die das RKI unter anderem anhand von Informationen aus dem <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Themen\/Forschung-und-Forschungsdaten\/Sentinels-Surveillance-Panel\/GrippeWeb\/grippeweb-node.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Projekt Grippeweb<\/a> berechnet. Angegeben wird mit der ARE-Rate der hochgerechnete Anteil der Bev\u00f6lkerung, der in der jeweiligen Woche an einer &#8222;akuten respiratorischen Erkrankung&#8220; (ARE), also einer neu aufgetretenen Infektion der Atemwege erkrankt war. Der Vorteil: Die Angaben stammen direkt aus der Bev\u00f6lkerung, die Daten entstehen also unabh\u00e4ngig von einem etwaigen Arztbesuch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die ARE-Rate zeigt jedoch nur einen groben Sch\u00e4tzwert. Aus den Bewegungen im Vergleich zur Vorwoche und vor dem Hintergrund der Entwicklungen in den Vorjahren l\u00e4sst sich ein solider erster Eindruck zur Gesamtsituation ableiten. Sehr viel genauer sind die Meldedaten, die aufgrund einer im Labor best\u00e4tigten Infektion mit meldepflichtigen Krankheitserregern erfasst werden. Die Anzahl der gemeldeten F\u00e4lle liegt dabei naturgem\u00e4\u00df unter der Zahl der tats\u00e4chlich Erkrankten &#8211; schlicht, weil l\u00e4ngst nicht alle Infektionen erkannt und detektiert werden.<\/p>\n<p>seit Saison 2023\/24seit Saison 2020\/21<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am Beispiel der Corona-Infektionen l\u00e4sst sich das durchspielen: Vom Meldesystem erfasst werden nur diejenigen F\u00e4lle, bei denen eine Ansteckung \u00e4rztlicherseits diagnostiziert oder per Labortest nachgewiesen wird. Obligatorisch getestet wird in Deutschland zum Beispiel nur noch in Krankenh\u00e4usern oder bei Verdachtsf\u00e4llen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wer sich mit einer akuten Atemwegserkrankung krankmeldet und zu Hause bleibt, geht mitunter nicht als Corona-Fall in die Statistik ein. Die mutma\u00dfliche Dunkelziffer der nicht erkannten F\u00e4lle muss entsprechend hoch angesetzt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Beim RKI sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Beobachtungssysteme bekannt. &#8222;Nicht jeder, der Symptome einer akuten Atemwegsinfektion hat, geht in eine Arztpraxis und dort wird auch nicht jeder ARE-Patient getestet&#8220;, hei\u00dft es dazu. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;\u00dcblicherweise nehmen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte nur bei einem Teil der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen Proben aus den Atemwegen ab und lassen sie in einem Labor testen.&#8220; Zur Absch\u00e4tzung der tats\u00e4chlichen Krankheitslast reichen die Daten aus dem Meldesystem daher nur bedingt aus. <\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Meldedaten erm\u00f6glichen immerhin einen \u00dcberblick \u00fcber die saisonalen Bewegungen im Infektionsgeschehen. Der Beginn der allj\u00e4hrlichen Grippewelle zum Beispiel ist in den Meldedaten gut zu erkennen. Im Sommer gehen die erkannten Influenza-F\u00e4lle regelm\u00e4\u00dfig zur\u00fcck. Im Herbst &#8211; zu Beginn der Erk\u00e4ltungssaison &#8211; steigt das Fallaufkommen in der Regel langsam an.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Winter dr\u00e4ngen sich die saison\u00fcblichen Krankheitserreger in den Vordergrund. Erste Vorl\u00e4ufer der anstehenden Grippewelle waren im Herbst 2025 bereits fr\u00fch zu erkennen. Die Zahl der \u00fcbermittelten F\u00e4lle mit Influenzavirusinfektion legte seit Mitte November zu. Bis Mitte Februar blieb das Ausma\u00df der diesmal sehr fr\u00fch angelaufenen Grippewelle jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Influenza-Positivenrate ist in den letzten zwei Wochen deutlich angestiegen&#8220;, warnte das RKI Anfang Dezember mit Blick auf die Fr\u00fchphase Ende November. Kurz darauf waren die daf\u00fcr <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/Influenza\/FAQ_Liste_Grippesaison.html#entry_16871262\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">festgelegten Kriterien<\/a> erf\u00fcllt: In mehr als einem F\u00fcnftel der in der Laborstichprobe analysierten Patientenproben aus dieser Woche fanden sich Influenza-Erreger. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zum Vergleich: In der zur\u00fcckliegenden Saison 2024\/25 setzte die Grippewelle erst in der 51. Kalenderwoche und damit kurz vor dem Jahreswechsel ein. Der H\u00f6hepunkt war damals erst Anfang Februar erreicht. Danach ging die Zahl der erkannten Influenza-Ansteckungen von Woche zu Woche zur\u00fcck. Erst weit im Fr\u00fchjahr 2025, nach insgesamt 16 Wochen, konnte das RKI Anfang April 2025 die Influenzawelle f\u00fcr beendet erkl\u00e4ren. Insgesamt wurden 393.452 Infektionen mit Influenzaviren erfasst. In der Vorsaison, die noch in die Sp\u00e4tphase der Coronavirus-Pandemie fiel, waren es insgesamt nur rund 212.700 F\u00e4lle.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das RKI verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Impf-Pr\u00e4vention. Die Grippe-Impfquote sei in Deutschland zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gefallen, hie\u00df es zu Beginn des Winters.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der Saison 2024\/2025 sank die Quote der Standardimpfung gegen Influenza in der Altersgruppe ab 60, f\u00fcr die eine Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission gilt, im Vergleich zur vorherigen Saison nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 4 Prozentpunkte auf nur noch 34 Prozent. Nur w\u00e4hrend der Corona-Pandemie (2020\/2021) habe es einen vor\u00fcbergehenden Anstieg gegeben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr Erwachsene empfohlene Impfungen w\u00fcrden generell zu wenig genutzt, warnten die Experten. Das RKI empfiehlt insbesondere \u00e4lteren oder geschw\u00e4chten Personen (Risikogruppen), die Impfungen noch nachzuholen. Eine Grippeschutzimpfung wird in Deutschland unter anderem Menschen ab 60, chronisch Kranken oder Schwangeren empfohlen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Neben Corona und Influenza h\u00e4lt das RKI weitere Krankheitserreger im Blick. Infektionen mit Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV) zum Beispiel stellen insbesondere f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kleinkinder, aber auch f\u00fcr \u00e4ltere oder geschw\u00e4chte Menschen eine Gefahr dar. RS-Viren k\u00f6nnen akute Atemwegsinfektionen ausl\u00f6sen. Unter S\u00e4uglingen sind RSV-Ansteckungen sogar die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr Krankenhauseinweisungen aufgrund akuter Atemwegsinfektionen. Seit Juli 2023 z\u00e4hlen RSV-Infektionen daher zu den bundesweit meldepflichtigen Erkrankungen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Fallzahlen f\u00fcr RSV sind allerdings deutlich niedriger als bei anderen ansteckenden Atemwegserkrankungen. In der vorausgegangenen Saison 2024\/25 z\u00e4hlte das RKI insgesamt knapp 67.900 F\u00e4lle. Da sich Grippe-, RSV- und Corona-Wellen jedoch \u00fcberlagern und sich die \u00dcbertragungswege \u00e4hneln, ist in bestimmten Bereichen wie etwa Krankenh\u00e4usern, Schulen, Kitas und Horteinrichtungen sowie Alten- und Pflegeheimen besondere Umsicht geboten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit Juni 2024 empfiehlt die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) eine vorsorgliche Impfung gegen RSV f\u00fcr alle Neugeborenen und S\u00e4uglinge. Seitdem hat sich die Zahl der \u00fcbermittelten RSV-F\u00e4lle bei S\u00e4uglingen &#8222;mehr als halbiert&#8220;, wie das RKI feststellt. Zus\u00e4tzlich verweisen Experten zum Schutz vor RSV-Infektionen auf die bekannten <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/ARE-Surveillance\/ARE_gesamt.html?nn=16777278#entry_16790128\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hygiene-Regeln<\/a>.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Immerhin: Die grundlegenden Vorsichtsma\u00dfnahmen helfen im \u00dcbrigen auch gegen weitere ansteckende Atemwegserkrankungen wie etwa Infektionen mit Pneumokokken. Im Gegensatz zu Corona, Influenza und RSV handelt es hier um Bakterien, die den Nasenrachenraum des Menschen besiedeln &#8211; &#8222;\u00fcberwiegend ohne dabei Symptome zu verursachen&#8220;, wie das RKI betont.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei bereits geschw\u00e4chten, sehr jungen oder \u00e4lteren Patienten k\u00f6nnen diese Erreger jedoch &#8222;durch lokale Ausbreitung&#8220; Krankheiten der oberen Atemwege (Sinusitis) ausl\u00f6sen oder auch in die Lunge gelangen, wo es schlimmstenfalls zu einer Lungenentz\u00fcndung kommt. Auch hier gibt es klare Impf-Empfehlungen, insbesondere f\u00fcr S\u00e4uglinge und f\u00fcr Menschen \u00fcber 60.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Beim Keuchhusten erreichten die Fallzahlen 2024 ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Ausma\u00dfe. \u00dcber mehrere Monate hinweg wurden in Deutschland mehr als 600 F\u00e4lle pro Woche registriert. Ausgel\u00f6st wird Keuchhusten (Pertussis) ebenfalls durch Bakterien. Anders als andere Atemwegsinfekte ist die Ausbreitung nicht an bestimmte Jahreszeiten gekoppelt. &#8222;Pertussis kommt ganzj\u00e4hrig vor, eine eindeutige Saisonalit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht beobachten&#8220;, fasst das RKI zusammen. Seit 2013 ist Keuchhusten bundesweit meldepflichtig.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach mehreren Jahren mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen zwischen ein bis vier Pertussis-F\u00e4llen je 100.000 Einwohnern stieg die Pertussis-Inzidenz 2024 auf die h\u00f6chsten Werte seit Einf\u00fchrung der Meldepflicht. Auch hier sind S\u00e4uglinge &#8222;in epidemischen Jahren&#8220; am st\u00e4rksten betroffen. Infizierte Kleinkinder ben\u00f6tigen h\u00e4ufig eine Krankenhausbehandlung. Mittlerweile jedoch tr\u00e4ten 60 Prozent aller Pertussis-F\u00e4lle bei Erwachsenen auf, warnen die Experten. Grund sei eine &#8222;unzureichende Umsetzung der empfohlenen Auffrischimpfungen&#8220;, hei\u00dft es beim RKI.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Datenlage zeigt: Insgesamt wird das Infektionsgeschehen in Deutschland zwar l\u00e4ngst nicht l\u00fcckenlos, aber gro\u00dffl\u00e4chig und auf mehreren Ebenen \u00fcberwacht. Die verf\u00fcgbaren Angaben reichen aus, um Ver\u00e4nderungen in Krankheitsverl\u00e4ufen und den Beginn neuer Infektionswellen zu erkennen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Neben den Meldef\u00e4llen, den Daten aus dem Grippeweb und den Abwasser-Stichproben steuern bundesweit auch etwa 700 sogenannte Sentinel-Praxen Angaben zum Patientenandrang und zur H\u00e4ufung bestimmter Krankheitsbilder bei. Der daraus gewonnene Konsultationsindex liefert erg\u00e4nzende Hinweise.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Nationalen Referenzzentrum f\u00fcr Influenzaviren des RKI wiederum werden jede Woche aus ganz Deutschland eingesandte Nasenabstriche von Patienten mit ARE-Symptomen analysiert. Die dabei festgestellten Erreger erlauben nicht nur R\u00fcckschl\u00fcsse zum Ausma\u00df etwaiger Krankheitswellen, sondern liefern auch belastbare Erkenntnisse zur Ausbreitung neuer Virustypen. Zusammen mit der Hospitalisierungsinzidenz aus den Krankenh\u00e4usern und den Daten aus den Intensivstationen ergibt sich eine Datensammlung, die ein umfassendes Lagebild erm\u00f6glicht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wie lange die Erkrankungswellen in diesem Winter anhalten, l\u00e4sst sich nicht absehen. Im Vergleich zu den Vorjahren scheint sich die &#8222;Zirkulation von Influenzaviren und RSV&#8220; zwar wieder &#8222;vorpandemischen Mustern anzugleichen&#8220;, hei\u00dft es. Doch f\u00fcr das Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19 sei &#8222;weiterhin keine ausgepr\u00e4gte Saisonalit\u00e4t erkennbar&#8220;. Seit Mitte Oktober 2025 wurde das Infektionsgeschehen zudem auch &#8222;durch Rhinoviren und Sars-CoV-2 bestimmt&#8220;. Rund um den Jahreswechsel r\u00fcckten Corona-Infektionen in den Hintergrund &#8211; zumindest in der Laborstichprobe, die sich nur auf vergleichsweise kleine Zahl an Einsendungen st\u00fctzt, trat Sars-CoV-2 nur noch vereinzelt auf. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei den im Labor analysierten Abstrichen wurden Coronaviren zuletzt nur &#8222;vereinzelt in der j\u00fcngsten Altersgruppe (0 bis 1 Jahr) und in der \u00e4ltesten Altersgruppe (ab 60 Jahre) identifiziert&#8220;, hei\u00dft es mit Blick auf die Ergebnisse aus der sechsten Kalenderwoche. Rhinoviren dagegen wurden &#8222;in fast allen Altersgruppen nachgewiesen&#8220;. Der Anteil der Influenza-F\u00e4lle unter den schweren Atemwegsinfektionen \u00fcbertraf im Krankenhaus Anfang Dezember bereits die Corona-Infektionen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei den Influenzaviren lassen sich seit Beginn der Grippewelle &#8222;\u00fcberwiegend Influenza A(H3N2)-Viren&#8220; nachweisen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Es gibt demnach auch mit Blick auf Corona weiterhin keine Anzeichen f\u00fcr eine ver\u00e4nderte Risikolage, etwa durch neue Virusvarianten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">L\u00fccken klaffen in der deutschen Infektionsabwehr an anderer Stelle: Bei Kindern liegen die Impfquoten dem RKI zufolge zwar weiter auf einem hohen Niveau. Allerdings w\u00fcrden die Impfserien oft zu sp\u00e4t oder gar nicht abgeschlossen werden. Zudem gebe es Defizite beim Schutz gegen Masern, &#8222;da ein relevanter Anteil der Kinder bis zum zweiten Geburtstag die zweite Masern-Impfung nicht erh\u00e4lt&#8220;, hei\u00dft es. So fehlten im Jahr 2024 zum zweiten Geburtstag mehr als einem F\u00fcnftel der Kinder die zweite Impfung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schnupfen, Grippe, Corona?Alle Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen19.02.2026, 09:32 Uhr Von Martin Morcinek und Christoph Wolf Artikel anh\u00f6ren(08:40 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":809091,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,752,33521,107241,3364,29,148555,30,13411,13,755,14,3923,15,3921,754,12],"class_list":["post-809090","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-bildung","tag-corona-impfung","tag-coronaviren","tag-de","tag-deutschland","tag-erkaeltungskrankheiten","tag-germany","tag-grippe","tag-headlines","tag-impfung","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-robert-koch-institut","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116096387522586337","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/809090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=809090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/809090\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/809091"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=809090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=809090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=809090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}