{"id":809773,"date":"2026-02-19T14:47:16","date_gmt":"2026-02-19T14:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809773\/"},"modified":"2026-02-19T14:47:16","modified_gmt":"2026-02-19T14:47:16","slug":"jeder-fuenfte-offen-fuer-autoritaere-ideen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809773\/","title":{"rendered":"Jeder F\u00fcnfte offen f\u00fcr autorit\u00e4re Ideen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/menschenmenge-178.jpg\" alt=\"Zahlreiche Menschen sind in einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone zu sehen.\" title=\"Zahlreiche Menschen sind in einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone zu sehen. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.02.2026 \u2022 12:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Deutschland befindet sich im Wandel. Bei vielen Menschen l\u00f6st das Verunsicherung und Skepsis aus &#8211; vor allem in strukturschwachen Regionen im Osten. Bundesweit gibt es laut Deutschland-Monitor Zuspruch zu autorit\u00e4ren Ideen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Wirtschaftskrise, der Angriffskrieg gegen die Ukraine und die von vielen als immer instabiler erlebte Weltordnung zwingen die Bundesregierung zu Ver\u00e4nderungen. Die meisten Menschen in Deutschland sind daf\u00fcr grunds\u00e4tzlich bereit, doch ungleiche Lebensverh\u00e4ltnisse setzen der Demokratie zu. Das zeigt der aktuelle <a href=\"https:\/\/deutschland-monitor.info\/\" title=\"Deutschland-Monitor\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Deutschland-Monitor 2025<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Teile der Bev\u00f6lkerung sind demnach offen f\u00fcr autorit\u00e4re Ideen. So st\u00f6\u00dft etwa die Forderung nach einer Einheitspartei, einem starken Anf\u00fchrer ohne parlamentarische Zw\u00e4nge und der Diktatur als Staatsform bundesweit bei etwa jedem F\u00fcnften auf Zustimmung, in Ostdeutschland sympathisiert damit sogar jeder Vierte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Konkret stimmten im Durchschnitt knapp zwei Prozent folgenden geb\u00fcndelten drei Aussagen voll zu: &#8222;Unter bestimmten Umst\u00e4nden ist eine Diktatur die bessere Staatsform&#8220;, &#8222;Entscheidungen sollten von einer politischen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit getroffen werden &#8211; ohne R\u00fccksicht aufs Parlament&#8220; und &#8222;Deutschland braucht eine einzige starke Partei&#8220;. 21 Prozent der Befragten sind zumindest empf\u00e4nglich f\u00fcr ein autorit\u00e4res Weltbild.<\/p>\n<p>    Generelle Zufriedenheit mit Demokratie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr den Deutschland-Monitor, der von der Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser gef\u00f6rdert wird, wurden etwa 8.000 Menschen befragt. 98 Prozent bef\u00fcrworteten die &#8222;Idee der Demokratie&#8220;, 89 Prozent lehnen eine Diktatur unter allen Umst\u00e4nden ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Zum einen ist es so, dass der Deutschland-Monitor schon aufzeigt, dass es generell eine Zufriedenheit mit Demokratie gibt&#8220;, sagte die SPD-Politikerin im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wer in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Wandel gemacht habe, blicke skeptischer auf die Zukunft und die Demokratie, gerade in Gegenden, die sich abgeh\u00e4ngt f\u00fchlten, sagte Kaiser.<\/p>\n<p>    Autorit\u00e4re Ideen finden offenbar Anklang<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Monitor zeigt, dass bundesweit nur 60 Prozent der Befragten mit dem &#8222;Funktionieren der Demokratie&#8220; zufrieden sind, in Ostdeutschland sind es sogar nur 51 Prozent, allerdings nahm die Zufriedenheit dort im Vergleich zur vergangenen Erhebung in 2023 zu, plus 8 Prozentpunkte. Insgesamt sehen 71 Prozent eher eine negative Entwicklung der Demokratie in Deutschland.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Indirekte Fragen der Forscher zeigen aus ihrer Sicht den &#8222;Graubereich&#8220;, wo autorit\u00e4re Ideen zumindest in Teilen durchaus Anklang finden. So stimmten bundesweit 31 Prozent der Aussage zu: &#8222;Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verk\u00f6rpert.&#8220; Weitere 23 Prozent stimmen zumindest zum Teil zu. In Ostdeutschland liegt die volle Zustimmung sogar bei 35 Prozent, weitere 26 Prozent sagen teils\/teils. In Westdeutschland liegt die volle Zustimmung bei 30 Prozent, 23 Prozent antworteten mit teils\/teils.<\/p>\n<p>    Sympathien f\u00fcr das &#8222;Modell Diktatur&#8220;?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Einzelaussage, dass politische Entscheidungen von einer &#8222;starken F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit&#8220; ohne R\u00fccksicht auf das Parlament getroffen werden sollen, unterst\u00fctzen bundesweit 11 Prozent, weitere 21 Prozent sagen: teils\/teils.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch hier ist die Quote in Ostdeutschland h\u00f6her: 15 Prozent bejahen das voll (in Westdeutschland: 10 Prozent), weitere 22 Prozent teilweise (in Westdeutschland: 20 Prozent). Die These &#8222;Unter bestimmten Umst\u00e4nden ist eine Diktatur die bessere Staatsform&#8220; tragen bundesweit 4 Prozent ganz und weitere 7 Prozent teilweise mit. In Ostdeutschland findet dies bei 6 Prozent der Befragten volle Zustimmung (in Westdeutschland: 3 Prozent), weitere 12 Prozent sagen teils\/teils (in Westdeutschland: 6 Prozent).<\/p>\n<p>    Mehrheit ist nicht bereit, l\u00e4nger zu arbeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei den Themen Verteidigung, Wirtschaft, Digitalisierung, Demografie, Klima und Migration seien die Menschen mehrheitlich bereit, Zumutungen f\u00fcr sie selbst ganz oder teilweise mitzutragen, erkl\u00e4ren die Forscher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gebe jedoch eine Ausnahme. &#8222;Das Ansinnen angesichts der Alterung der Gesellschaft f\u00fcr die gleiche Rentenh\u00f6he l\u00e4nger zu arbeiten, lehnen 58 Prozent als gro\u00dfe Zumutung ab.&#8220;<\/p>\n<p>Zur Methodik<\/p>\n<p>            Der Deutschland-Monitor wird seit 2023 j\u00e4hrlich erstellt und von der Ostbeauftragten gef\u00f6rdert. Dahinter stehen Forschungsteams des Zentrums f\u00fcr Sozialforschung Halle, der Universit\u00e4t Jena und des Leibnitz-Instituts f\u00fcr Sozialwissenschaft Mannheim. Sie befragten im vergangenen Jahr repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlt 4.000 Menschen \u00fcber 16 Jahre bundesweit sowie 4.000 weitere in einer &#8222;Regionalstichprobe&#8220;, um Aussagen nach Stadt und Land sowie nach reicheren und weniger wohlhabenden Gegenden treffen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.02.2026 \u2022 12:17 Uhr Deutschland befindet sich im Wandel. 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