{"id":809826,"date":"2026-02-19T15:16:15","date_gmt":"2026-02-19T15:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809826\/"},"modified":"2026-02-19T15:16:15","modified_gmt":"2026-02-19T15:16:15","slug":"europa-verschwendet-750-milliarden-weil-jedes-land-sein-eigenes-sueppchen-kocht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/809826\/","title":{"rendered":"Europa verschwendet 750 Milliarden \u2013 weil jedes Land sein eigenes S\u00fcppchen kocht"},"content":{"rendered":"<p>Ein koordiniertes Netz in Europa k\u00f6nnte die Energiewende g\u00fcnstiger machen: Eine Studie zeigt, dass bis 2050 bis zu 750 Milliarden Euro gespart werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der Umbau von Europas Stromnetzen entwickelt sich zum Flaschenhals der Energiewende. Der massive Ausbau von Wind- und Solarenergie, die Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Geb\u00e4uden sowie der Hochlauf von Wasserstoff treiben den Strombedarf nach oben \u2013 und legen Schw\u00e4chen in der bestehenden Infrastruktur offen.<\/p>\n<p>ANZEIGE560 Milliarden Euro Einsparpotenzial \u2013 wenn Europa gemeinsam plant<\/p>\n<p>Die Fraunhofer-Studie modellierte das europ\u00e4ische Energiesystem von 2030 bis 2050. Das Ergebnis: Wenn die EU-L\u00e4nder ihre Netzplanung koordinieren und Investitionen europaweit optimieren, k\u00f6nnten die Gesamtkosten des Energiesystems um mehr als 560 Milliarden Euro sinken.<\/p>\n<p>Werden zus\u00e4tzlich weniger Reservekraftwerke ben\u00f6tigt, steigt das Sparpotenzial auf rund 750 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Die Forscher verglichen vier Szenarien: die sektor\u00fcbergreifende und die sektorale Planung sowie die europ\u00e4ische Optimierung und die nationale Planung. Das Ergebnis zeigt klar: Ein integriertes, europ\u00e4isches Szenario w\u00fcrde unter anderem<\/p>\n<ul>\n<li>505 Gigawatt weniger Reservekapazit\u00e4t,<\/li>\n<li>15 Prozent weniger Onshore-Windleistung,<\/li>\n<li>9 Prozent weniger Wasserstoffelektrolyseleistung<\/li>\n<\/ul>\n<p>ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Der Effekt entsteht nicht durch niedrigere Klimaziele, sondern durch schlauere Systemarchitektur: weniger Doppelstrukturen, bessere Auslastung, geringerer Bedarf an \u00dcberkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>ANZEIGEDenkfabrik fordert: Keine Insell\u00f6sungen<\/p>\n<p>Auch die Analyse der Denkfabrik Bruegel unterstreicht: Europa muss weg von national isolierten Projekten. Nur gemeinsame Planung und Finanzierung sichern effiziente Investitionen, vermeiden Doppelarbeit und senken Kosten.<\/p>\n<p>Die Denkfabrik empfiehlt unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>leistungsbasierte Anreizsysteme f\u00fcr effiziente Netzinvestitionen,<\/li>\n<li>gezielte EU-F\u00f6rderfonds f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Projekte,<\/li>\n<li>Mechanismen, um steigende Netzkosten f\u00fcr Verbraucher abzufedern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Experten steht fest: Es geht nicht nur ums Geld. Koordinierte Planung, Reformen der Regulierung und gezielte Finanzierung sind entscheidend, um Netze schneller, kosteng\u00fcnstiger und resilient zu machen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Frauke Thies, Co-Direktorin Europa bei Agora Energiewende betont: \u201eGut koordinierte Planung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Investitionen dort flie\u00dfen, wo sie den Einsatz sauberer Technologien wie Solar- und Windenergie und Batterien am besten unterst\u00fctzen \u2013 und damit sichere und bezahlbare Energie liefern.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Netzreform k\u00f6nnte Europa nicht nur bis zu 750 Milliarden Euro sparen, sondern auch schneller eine robuste, klimaneutrale Energieinfrastruktur aufbauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein koordiniertes Netz in Europa k\u00f6nnte die Energiewende g\u00fcnstiger machen: Eine Studie zeigt, dass bis 2050 bis zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":809827,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":["post-809826","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116097960196595126","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/809826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=809826"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/809826\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/809827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=809826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=809826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=809826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}