{"id":810499,"date":"2026-02-19T21:37:13","date_gmt":"2026-02-19T21:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/810499\/"},"modified":"2026-02-19T21:37:13","modified_gmt":"2026-02-19T21:37:13","slug":"die-crash-risiken-des-jahres-die-jeder-anleger-kennen-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/810499\/","title":{"rendered":"Die Crash-Risiken des Jahres, die jeder Anleger kennen sollte"},"content":{"rendered":"<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">\u201eDie gr\u00f6\u00dften Marktbewegungen werden h\u00e4ufig durch unerwartete Ereignisse verursacht. Viele davon lassen sich jedoch mit etwas Aufwand vorhersagen. Das k\u00f6nnte sich vor allem im Jahr 2026 auszahlen, in dem Politik, Kapitalflu\u0308sse, Technologien und Finanzrisiken gemeinsam im Umbruch sind.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Das schreiben die Analysten der BNP Paribas in ihrem neuesten Bericht u\u0308ber Extremrisiken mit dem Titel \u201eTail Risks 2026: BNP Paribas grey-swan analysis\u201c. Darin beleuchten die Experten zehn \u201egraue Schw\u00e4ne\u201c, die Anleger in diesem Jahr auf dem Schirm haben sollten.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">An der B\u00f6rse stehen \u201egraue Schw\u00e4ne\u201c fu\u0308r Risiken, die nicht ganz so \u00fcberraschend auftreten wie \u201eschwarze Schw\u00e4ne\u201c, da sie bereits bekannt sind. Dennoch haben es diese Extremrisiken (engl. Tail Risks) in sich und sollten deshalb nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">\u201eTail-Risiken sind gerade deshalb schwer zu handhaben, weil sie so unwahrscheinlich erscheinen. Sie sind nicht Teil der Basisszenarien, mit denen sich die meisten Menschen haupts\u00e4chlich besch\u00e4ftigen\u201c, erkl\u00e4rt Viktor Hjort, Global Head of Credit 360 and Equity Derivatives Strategy bei der BNP Paribas. Au\u00dferdem w\u00fcrden \u201egraue Schw\u00e4ne\u201d in der Regel eine \u00fcberproportionale Wirkung entfalten, weil sie doch meist \u00fcberraschend kommen und nur wenige Anleger darauf vorbereitet sind oder sich darauf eingestellt haben, so Hjort.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Um von den \u201eGrauen Schw\u00e4ne\u201c f\u00fcr 2026 nicht eiskalt \u00fcberrascht zu werden, hat die BNP Paribas untersucht, welche Ereignisse die jeweiligen Risiken ausl\u00f6sen wu\u0308rden und welche Verm\u00f6genswerte diesen am st\u00e4rksten ausgesetzt sind. Die analysierten Ereignisse k\u00f6nnen sich dabei sowohl positiv als auch negativ auswirken, auf entwickelte M\u00e4rkte oder aber auf Schwellenl\u00e4nderm\u00e4rkte beschr\u00e4nkt sein. \u201eKeinKeines Szenarien entspricht aber unserer Basisprognose\u201c, betont Hjort.<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Die \u201eMagnificent Seven\u201c-Aktien machen etwa ein Drittel der Marktkapitalisierung des S&amp;P 500 aus. Sollten sich die massiven Investitionen der gro\u00dfen Unternehmen in k\u00fcnstliche Intelligenz nicht auszahlen und die Gewinnsch\u00e4tzungen der Analysten deutlich verfehlen, d\u00fcrfte das einen Ausverkauf bei US-Aktien ausl\u00f6sen \u2013 \u00e4hnlich wie beim Platzen der Dotcom-Blase.<\/p>\n<p>Renditen von US-Staatsanleihen \u00fcber 6 Prozent<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">US-Bonds gelten weltweit als \u201erisikofreier\u201c Verm\u00f6genswert. Sollten Anleger den fiskalpolitischen Kurs der USA, also die aktuelle Schuldenorgie, als nicht mehr nachhaltig bewerten, k\u00f6nnten US-Staatsanleihen ihren Status verlieren. Die Folge w\u00e4re ein deutlicher Anstieg der Renditen (\u201eLiz-Truss-Moment\u201c), der sich auf alle Anlageklassen negativ auswirken w\u00fcrde \u2013 insbesondere aber auf risikoreiche Assets.<\/p>\n<p>Ausf\u00e4lle bei privaten Firmenkrediten<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Der Markt f\u00fcr private Kredite an Unternehmen ist rasant gewachsen. Das Problem: Diese werden gern an Firmen mit niedriger Bonit\u00e4t vergeben, von denen viele aus dem Technologiesektor stammen. Kommt es dort zu Verwerfungen, so wie aktuell bei Softwareunternehmen, k\u00f6nnten diese in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Folge w\u00e4ren hohe Ausf\u00e4lle am privaten Kreditmarkt.<\/p>\n<p>US-Notenbank verliert Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Personalwechsel, unerbittliche Kritik aus dem Wei\u00dfen Haus und eine begrenzte Unterst\u00fctzung durch den US-Kongress schw\u00e4chen die Fed. Schwache Umfragewerte vor den Zwischenwahlen (Midterms) f\u00fchren dazu, dass die Zentralbanker dem Wunsch aus Washington nach starken Zinssenkungen und einer lockeren Geldpolitik nachkommen. Dadurch steigen die Inflationserwartungen, der Dollar schw\u00e4chelt und die Renditekurve wird steiler.<\/p>\n<p>KI f\u00fchrt zu Produktivit\u00e4tsboom<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Die riesigen Investitionen in KI-Rechenzentren f\u00fchren dazu, dass die Produktivit\u00e4tsgewinne weltweit deutlich schneller eintreten als gedacht. Unternehmen investieren dadurch noch st\u00e4rker in KI-Projekte. Da diese vor allem in den USA ihren Sitz haben, schie\u00dft das Wirtschaftswachstum in den USA \u2013 bei moderater Inflation \u2013 f\u00f6rmlich in die H\u00f6he. Entsprechend ziehen die Aktienkurse weiter an und die US-Zinskurve wird steiler.<\/p>\n<p>Japanische Anleger kaufen keine internationalen Anleihen mehr<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">In Japan f\u00fchren steigende Renditen bei heimischen Anleihen und staatliche F\u00f6rderprogramme dazu, dass Anleger vor Ort ihre Vorliebe f\u00fcr ausl\u00e4ndische Bonds, allen voran aus den USA, aufgeben und umschichten. Folge: Sowohl die Renditen von US-Staatsanleihen als auch von US-Unternehmensanleihen ziehen sp\u00fcrbar an \u2013 was die Schuldenproblematik in den USA verst\u00e4rken d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Zusammenbruch der Bundesregierung<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Aufgrund der gestiegenen Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben preisen die M\u00e4rkte einen Wachstumsschub in Deutschland und der Eurozone ein. Nachdem die AfD im September jedoch erstmals eine Landesregierung stellt, scheitert die Abstimmung \u00fcber die Rentenreform. Dies l\u00f6st ein Misstrauensvotum aus, das zum Zusammenbruch der Regierung f\u00fchrt und den Dax sowie Euro-Stoxx-50 um etwa 15 Prozent einbrechen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die USA verlassen den IWF<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Vor den Zwischenwahlen (Midterms) will die US-Regierung politisch punkten und verspricht unter anderem, die bisherigen IWF-Mittel von 177 bis 190 Milliarden Dollar unter den Steuerzahlern aufzuteilen. Aufgrund gescheiterter Verhandlungen \u00fcber Reformen beim IWF beschlie\u00dfen die USA letztlich, aus dem IWF auszutreten, wodurch dessen \u201eFeuerkraft\u201c stark verringert wird. Darunter k\u00f6nnte vor allem die Finanzierung des Klimaschutzes leiden.<\/p>\n<p>FOCUS MONEY Finance Briefing<\/p>\n<p>Georg Meck und Hans-Peter Siebenhaar pr\u00e4sentieren Ihnen w\u00f6chentlich aktuelle Chartsignale, B\u00f6rsentrends und fundierten Aktienanalysen aus der FOCUS MONEY Redaktion vor. Verst\u00e4ndlich aufbereitet, pointiert auf den Punkt \u2013 und immer einen Schritt voraus.<\/p>\n<p>Politischer Wandel f\u00fchrt zu einem \u201eMinihaushalt 2.0\u201c<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Das schlechte Abschneiden der Labour-Partei bei den Wahlen am 7. Mai oder Streitigkeiten innerhalb der Partei l\u00f6sen eine Regierungskrise aus und f\u00fchren zu vorgezogenen Neuwahlen, die zu einer Schw\u00e4chung der steuerlichen Verantwortung f\u00fchren. Dies k\u00f6nnte zu einem neuen \u201eLiz-Truss-Moment\u201c f\u00fchren, der die Renditen zehnj\u00e4hriger Staatsanleihen wieder sp\u00fcrbar steigen l\u00e4sst und das britische Pfund schw\u00e4cht.<\/p>\n<p>\u201eMelt-up\u201c am chinesischen Aktienmarkt<\/p>\n<p class=\"sc-17d8dcc2-0 kkRKtT\">Ein Mix aus riesigen Spareinlagen chinesischer Privathaushalte (etwa 20 bis 22 Billionen Euro), der Aussicht auf technologische Unabh\u00e4ngigkeit sowie niedrigen Zinsen f\u00fchrt zu einer Liquidit\u00e4tsflut am chinesischen Aktienmarkt. Davon profitieren vor allem kleine und mittlere Unternehmen, wie sie im CSI-500-Index zu finden sind. Grund: Die Firmen sind stark in den Bereichen Industrie, Informationstechnologie und Werkstoffproduktion positioniert.<\/p>\n<p><a class=\"Article_homeBtn__kEoMA Button_secondary__PNkAv Button_base__GoPte Tokens_buttonLabel__UEWx8\" href=\"https:\/\/www.focusplus.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie gr\u00f6\u00dften Marktbewegungen werden h\u00e4ufig durch unerwartete Ereignisse verursacht. 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