{"id":811260,"date":"2026-02-20T04:49:14","date_gmt":"2026-02-20T04:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/811260\/"},"modified":"2026-02-20T04:49:14","modified_gmt":"2026-02-20T04:49:14","slug":"kein-ende-in-sicht-krieg-gegen-ukraine-geht-ins-fuenfte-jahr-nachrichten-aus-aller-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/811260\/","title":{"rendered":"Kein Ende in Sicht: Krieg gegen Ukraine geht ins f\u00fcnfte Jahr | Nachrichten aus aller Welt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht am 24. Februar in sein f\u00fcnftes Jahr. Was f\u00fcr Moskau ein Waffengang von allenfalls wenigen Wochen sein sollte, dauert damit inzwischen l\u00e4nger als der Gro\u00dfe Vaterl\u00e4ndische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Die beidseitigen Angriffe aus der Luft verursachen massive Sch\u00e4den an der Infrastruktur und t\u00f6ten Zivilisten &#8211; ein baldiges Ende des Blutvergie\u00dfens ist nicht in Sicht.<\/p>\n<p>Russische Eroberung des Donbass in weiter Ferne<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Zu Beginn des f\u00fcnften Kriegsjahres liegt die vom Kreml als Minimalziel ausgegebene Eroberung des Industriereviers Donbass in der Ostukraine f\u00fcr die russischen Truppen weiter in gro\u00dfer Ferne. Zwar verbleiben rechnerisch nur noch etwas mehr als zehn Prozent der Regionen Donezk und Luhansk unter Kontrolle Kiews. Doch mit dem festungsartig ausgebauten St\u00e4dteg\u00fcrtel von Kostjantyniwka \u00fcber Druschkiwka, Kramatorsk nach Slowjansk hat die ukrainische Armee trotz aller Schwierigkeiten weiter gut ausgebaute Verteidigungsstellungen in ihrer Hand.<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZERkkrMTA4OEVVdkpEMUQ2Z0lqdkNFVlhIY2c3NUxZSHVzNy9ZalRZZnR0Q3pJdXBZSHdJYkUzS0dDblU3Mk1aZGFnSlk1dFlyeFVtUDZFVi9nbnVmUXZPa1FPSjhzSmZvbjRRQTBCa0haOUU\/260220-0533-urn-newsml-dpa-com-20090101-260220-935-1164281.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Der russischen Armee wurde das Internetsystem Starlink abgeschaltet. (Archivbild) - \u00a9 Christoph Soeder\/dpa-ENR-Pool\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260220-0533-urn-newsml-dpa-com-20090101-260220-935-1164281.webp.webp\" alt=\"Der russischen Armee wurde das Internetsystem Starlink abgeschaltet. (Archivbild) - \u00a9 Christoph Soeder\/dpa-ENR-Pool\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Der russischen Armee wurde das Internetsystem Starlink abgeschaltet. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Christoph Soeder\/dpa-ENR-Pool\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Prognosen gehen beim bisherigen russischen Eroberungstempo von bis zu zwei Jahren harter und verlustreicher K\u00e4mpfe um die bereits jetzt stark zerst\u00f6rten Industriegebiete aus. Nicht zuletzt deswegen verlangt Moskau bei den Verhandlungen unter US-Vermittlung von Kiew einen freiwilligen R\u00fcckzug aus den Gebieten. Die Ukraine weist das in der jetzigen milit\u00e4rischen Lage zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zunehmender Drohnenkrieg<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.lz.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xdmErTzJqeW5aMEVSZE9KMlFoU0ZERkkrMTA4OEVVdkpEMUQ2Z0lqdkNFVlhIY2c3NUxZSHVzNy9ZalRZZnR0Q3pJdXBZSHdJYkUzS0dDblU3Mk1aZFhCSEJTSUR4ODJLQkZnVWtJei9HR3hxeFZTNTFNcG1iVXhoWkFaN0lYQ2E\/260220-0533-urn-newsml-dpa-com-20090101-260220-935-1164278.webp\" rel=\"article-detail-image-overlay nofollow noopener\" title=\"Anti-Drohnen-Netze werden f\u00fcr die Sicherung des ukrainischen Nachschubs selbst Dutzende Kilometer von der Front entfernt immer wichtiger. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stroh\/ZUMA Press Wire\/dpa\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"img-responsive media-object\" loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260220-0533-urn-newsml-dpa-com-20090101-260220-935-1164278.webp.webp\" alt=\"Anti-Drohnen-Netze werden f\u00fcr die Sicherung des ukrainischen Nachschubs selbst Dutzende Kilometer von der Front entfernt immer wichtiger. (Archivbild) - \u00a9 Andreas Stroh\/ZUMA Press Wire\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Anti-Drohnen-Netze werden f\u00fcr die Sicherung des ukrainischen Nachschubs selbst Dutzende Kilometer von der Front entfernt immer wichtiger. (Archivbild)<br \/>\n(\u00a9 Andreas Stroh\/ZUMA Press Wire\/dpa)<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Wie j\u00fcngst die langen K\u00e4mpfe um Pokrowsk und Myrnohrad im Donezker Gebiet zeigten, sind Drohnen inzwischen entscheidend an der Front. Die Ukraine kann trotz chronischem Soldatenmangel mit ihren Drohnenpiloten den russischen Vormarsch noch bremsen. Russische Versuche, mit Panzerfahrzeugen Durchbr\u00fcche zu erzielen, scheitern so schon im Ansatz.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Stattdessen sehen sich die Kremltruppen gezwungen, mit kleinen Infanteriegruppen teils auf Motorr\u00e4dern hinter die d\u00fcnn besetzten ukrainischen Linien zu gelangen und sich m\u00fchsam in deren R\u00fcckraum festzusetzen. Es gebe keine festen Frontlinien mehr, sondern immer gr\u00f6\u00dfere Grauzonen, in denen beide Seiten mit wechselndem Erfolg versuchen, die Oberhand zu gewinnen, argumentieren die ukrainischen Milit\u00e4rbeobachter des Portals \u00abDeepState\u00bb.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Nach anf\u00e4nglicher ukrainischer Dominanz im frontnahen Drohnenkrieg ist Russland mit seiner Massenproduktion zunehmend erfolgreich. Die russische Drohnensondereinheit \u00abRubikon\u00bb st\u00f6rt an mehreren Frontabschnitten immer effektiver den ukrainischen Nachschub. Die Verteidiger h\u00e4ngen zum Schutz kilometerlange Drohnenfangnetze \u00fcber die Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>Lokal begrenzte ukrainische Gegenangriffe<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Dennoch gelingen der ukrainischen Armee immer wieder kleinere Achtungserfolge. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw dr\u00e4ngten sie bereits im vergangenen Jahr russische Einheiten bei Kupjansk und der Zwillingsstadt Kupjansk-Wuslowyj auf dem Ostufer des Flusses Oskil zur\u00fcck. Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow verk\u00fcndete trotzdem unbeirrt die Eroberung beider Ortschaften.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Im s\u00fcdukrainischen Gebiet Saporischschja hat Kiew in den vergangenen Tagen zudem mehrere D\u00f6rfer wieder unter Kontrolle genommen. Ukrainische Beobachter bewerten die Erfolge zur\u00fcckhaltend: Es gehe nicht um eine vollwertige Gegenoffensive, sondern um \u00abstabilisierende Ma\u00dfnahmen\u00bb. Diese h\u00e4tten zwar russische Voraustrupps gestoppt und um Kilometer zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, aber zu mehr sei die ukrainische Armee angesichts ihrer Ressourcenknappheit und fehlender Drohnen\u00fcberlegenheit nicht in der Lage, schrieb der Milit\u00e4ranalyst Kostjantyn Maschowez bei Telegram.<\/p>\n<p>Moskaus Milit\u00e4r hat Probleme bei frontnaher Kommunikation<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die j\u00fcngsten Niederlagen der Russen h\u00e4ngen zum Teil auch mit dem Zugangsverlust zum Satellitenkommunikationsnetz Starlink des US-Milliard\u00e4rs Elon Musk zusammen. Zuvor hatte das russische Milit\u00e4r nach dem Vorbild der ukrainischen Armee in Frontn\u00e4he \u00fcber grau importierte Starlink-Ger\u00e4te ihre Internetkommunikation gew\u00e4hrleistet. Nachdem russische Aufkl\u00e4rungs- und Kampfdrohnen aber ferngesteuert \u00fcber Starlink-Terminals Hunderte Kilometer weit in das ukrainische Hinterland geflogen waren, bat Kiew Musk um Hilfe.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Nach einer Zwangsregistrierung f\u00fcr die Starlink-Ger\u00e4te in der Ukraine ist der Zugang f\u00fcr das russische Milit\u00e4r vorerst blockiert. Moskaus Verteidigungsministerium behauptet, das mache nichts &#8211; die Russen h\u00e4tten andere effektive Ger\u00e4te. Russische Milit\u00e4rblogger best\u00e4tigten hingegen, dass es nun an der Front Kommunikationsprobleme gebe.<\/p>\n<p>Wem gehen zuerst die Soldaten aus?<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Nach vier Jahren Krieg haben beide Seiten Sch\u00e4tzungen zufolge jeweils mehrere Hunderttausend an toten und schwer verletzten Soldaten. Nach unabh\u00e4ngigen Recherchen von Medien anhand \u00f6ffentlicher Daten verzeichnet die russische Armee bereits rund 220.000 Tote, die ukrainische Armee wiederum etwa 180.000 an Toten und Vermissten. Westliche Sch\u00e4tzungen gehen regelm\u00e4\u00dfig von h\u00f6heren Zahlen f\u00fcr Russland und geringeren Zahlen f\u00fcr die Ukraine aus.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Zugleich kann Russland mit einem hohen Sold locken und nach eigenen Angaben monatlich weiterhin fast 40.000 neue Soldaten rekrutieren. Dagegen kommt die Ukraine nach Auskunft von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj mit etwa 27.000 Mobilisierten im Monat aus. Zu schaffen macht der Ukraine dabei weiter Fahnenflucht.<\/p>\n<p>Fahnenfl\u00fcchtige machen der Ukraine zu schaffen<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Die Generalstaatsanwaltschaft ver\u00f6ffentlicht seit Herbst 2025 keine Zahlen mehr zu Deserteuren. Zuletzt wurden mehr als 300.000 F\u00e4lle von Fahnenflucht und unerlaubtem Entfernen von der Truppe ausgewiesen. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sagte bei seiner Vorstellungsrede im Januar, dass bereits nach mehr als zwei Millionen wehrpflichtigen M\u00e4nnern gefahndet werde.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Nahezu t\u00e4glich werden dabei neue teils gewaltt\u00e4tige Konflikte zwischen Feldj\u00e4gern und zuf\u00e4lligen Passanten bei Zwangsrekrutierungen auf der Stra\u00dfe bekannt.<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Die Hauptfrage f\u00fcr eine Fortsetzung des Krieges bleibt daher f\u00fcr beide Seiten, wie die Verluste ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Davon h\u00e4ngen eine m\u00f6gliche Verhandlungsl\u00f6sung und ein Ende des Krieges ab. Beide Seiten gehen aber trotz teils gegenteiliger Rhetorik nicht von einem baldigen Kriegsende. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht am 24. 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