{"id":811352,"date":"2026-02-20T05:43:29","date_gmt":"2026-02-20T05:43:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/811352\/"},"modified":"2026-02-20T05:43:29","modified_gmt":"2026-02-20T05:43:29","slug":"sein-lager-schweigt-demo-orga-spricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/811352\/","title":{"rendered":"Sein Lager schweigt \u2013 Demo-Orga spricht"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/3b27ffb0b7b643e3b6adfb66f941ce2e.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Auch zwei Tage nach der <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/xavier-naidoo-epstein-demo-analyse-3099933\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Trittbrettfahrer-Aktion von Xavier Naidoo und rechten Video-Aktivisten<\/a> vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben sich die Gem\u00fcter nicht beruhigt. Nun melden sich die Veranstalter der urspr\u00fcnglichen Demonstration per Social Media zu Wort.<\/p>\n<p>Umstrittenes Spektrum im Hintergrund<\/p>\n<p>Die Initiative \u201eJustice for Survivors\u201c, ein Zusammenschluss von Betroffenen sexualisierter Gewalt an Kindern, distanzierte sich klar von Naidoos Auftritt. In Instagram-Posts betonte das Orga-Team, dass ihre Demo ausschlie\u00dflich dem Schutz, der W\u00fcrde und den Rechten betroffener Kinder gewidmet gewesen sei \u2013 frei von parteipolitischer Vereinnahmung oder pers\u00f6nlichen Interessen.<\/p>\n<p>Ganz von der Hand zu weisen ist eine Vereinnahmung der relativ jungen Initiative jedoch nicht, wie die kolportierte Anwesenheit von Vertretern von \u201eLion-Media\u201c oder \u201eCompact-Magazin\u201c zeigt. Verschiedene Experten betonen, dass sich an den Demonstrationen, die unter diesem Motto stattfanden, \u201ediverse Akteure beteiligen\u201c. Das deutet auf ein breites, teils aber auch umstrittenes Spektrum hin.<\/p>\n<p>Nach eigenen Angaben war die Initiative rund eine Stunde vor Ort, untersagte in diesem Zeitraum parteipolitische \u00c4u\u00dferungen konsequent und verlie\u00df anschlie\u00dfend das vielschichtige Gewusel. Erst danach seien Naidoo sowie weitere Kampfgenossen nach und nach aufgetaucht. Von deren vorgeplantem Erscheinen habe man keine Kenntnis gehabt.<\/p>\n<p>Instrumentalisierung scharf kritisiert<\/p>\n<p>Besonders scharf kritisierten die Veranstalter die Instrumentalisierung des Themas. Wer den gesch\u00fctzten Raum Betroffener f\u00fcr eigene Zwecke nutze, stelle nicht die Kinder, sondern sich selbst in den Mittelpunkt. In einem weiteren Statement hei\u00dft es, Naidoo h\u00e4tte bei ernsthaftem Unterst\u00fctzungsinteresse im Vorfeld Kontakt mit dem Organisationsteam aufnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In den Kommentarspalten zum \u201eJustice-For-Survivors\u201c-Post zeigen sich erwartungsgem\u00e4\u00df gespaltene Reaktionen. W\u00e4hrend viele Nutzer die klare Abgrenzung der Initiative begr\u00fc\u00dfen und den Fokus auf Opferschutz und T\u00e4terverfolgung unterst\u00fctzen, unterstellen die \u00fcblichen Trolle, dass die Initiative mit ihrer Distanzierung an der \u201eHetzjagd\u201c gegen Naidoo teilnehme. Die Stellungnahmen gehen kreuz und quer durch die aktuelle Meinungs- und Haltungskakophonie.<\/p>\n<p>Kritik aus Mannheim<\/p>\n<p>Auch aus Naidoos Heimatstadt Mannheim kam Kritik. Oberb\u00fcrgermeister Christian Specht (CDU) bezeichnete Naidoos j\u00fcngste \u00c4u\u00dferungen als \u201ezutiefst bedauerlich\u201c. Er verwies darauf, dass der S\u00e4nger sich nach fr\u00fcheren antisemitischen und verschw\u00f6rungsideologischen Aussagen zwar 2022 distanziert habe, nun aber offenbar erneut entsprechende Erz\u00e4hlungen bediene. Damit schade er nicht nur sich selbst, sondern auch seinem k\u00fcnstlerischen Verm\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Der Mannheimer Gr\u00fcnen-Stadtrat und Rechtsextremismus-Beauftragte Gerhard Fontagnier erkl\u00e4rte gegen\u00fcber dem SWR, Naidoo habe gezeigt, dass keine nachhaltige inhaltliche Kehrtwende stattgefunden habe.<\/p>\n<p>Historische Einordnung<\/p>\n<p>Derweil stellen schlaue Welterkl\u00e4rer wie Nils Minkmar das Ganze in einen \u00fcbergeordneten Kontext: \u201eDiese schrecklichen Geschichten sind keine Erfindung der Neuzeit, ihre narrativen und oft hoch antisemitischen Vorfahren sind seit dem Mittelalter dokumentiert\u201c, schreibt er in der S\u00fcddeutschen Zeitung.<\/p>\n<p>\u201eImmer wenn das Vertrauen in eine Staatsform oder die konkreten Herrscher besonders niedrig war, sublimierten Menschen ihr Misstrauen, ihre Angst in solchen Geschichten von einer Verschw\u00f6rung der M\u00e4chtigen, gerne mit j\u00fcdischen Dunkelm\u00e4nnern im Hintergrund, zulasten der Unschuldigen.\u201c<\/p>\n<p>Naidoo-Lager schweigt<\/p>\n<p>Naidoo selbst hat sich mit diesem Eklat jedenfalls einmal mehr ins Aus geschossen. Bemerkenswert ist zudem, dass sich bislang (Stand: 19. Februar, 10:15 Uhr) weder das Naidoo-Lager selbst noch seine logistischen und k\u00fcnstlerischen Supporter zu Wort gemeldet haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Auch zwei Tage nach der Trittbrettfahrer-Aktion von Xavier Naidoo und rechten Video-Aktivisten vor dem Bundeskanzleramt in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":811353,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[155],"tags":[29,214,30,42014,215,76051],"class_list":["post-811352","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-deutschland","tag-entertainment","tag-germany","tag-reichsbuerger","tag-unterhaltung","tag-xavier-naidoo"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116101369653814499","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/811352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=811352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/811352\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/811353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=811352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=811352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=811352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}