{"id":812764,"date":"2026-02-20T18:58:13","date_gmt":"2026-02-20T18:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/812764\/"},"modified":"2026-02-20T18:58:13","modified_gmt":"2026-02-20T18:58:13","slug":"koeln-duesseldorf-krank-nach-kuendigung-gericht-schuetzt-lohnanspruch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/812764\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln\/D\u00fcsseldorf | Krank nach K\u00fcndigung \u2013 Gericht sch\u00fctzt Lohnanspruch"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln\/D\u00fcsseldorf (dpa\/tmn) &#8211; Eine Krankschreibung bleibt auch nach einer K\u00fcndigung gesch\u00fctzt, wenn sie medizinisch begr\u00fcndbar ist. Das besagt laut Volker G\u00f6rzel ein Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) D\u00fcsseldorf (Az. 3 SLa 138\/25). \u00abNeu ist, dass am Ende die Aussage eines Arztes n\u00f6tig ist\u00bb, sagt der Fachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht in K\u00f6ln und Mitglied im Verband deutscher Arbeitsrechtsanw\u00e4lte (VDAA).<\/p>\n<p>Krankschreibung wegen Kopfschmerzen<\/p>\n<p>Im konkreten Fall hatte ein Elektriker gek\u00fcndigt. Zum Ende der verbleibenden Arbeitszeit nahm er noch sieben Urlaubstage. Dann lie\u00df er sich aber zwei Wochen vor dem Resturlaub wegen Spannungskopfschmerzen f\u00fcr zwei Wochen krankschreiben &#8211; der Arbeitgeber fand das verd\u00e4chtig und weigerte sich, ihm f\u00fcr diese Zeit den Lohn von rund 1.400 Euro weiterzuzahlen.<\/p>\n<p>Der Elektriker klagte &#8211; und bekam, anders als vor dem Arbeitsgericht, vom Landesarbeitsgericht Recht. Denn die \u00c4rztin, die dem Mann die AU ausgestellt hatte, bezeugte, ihn aus eigener Initiative f\u00fcr zwei Wochen krankgeschrieben zu haben. Dieser Zeitraum sei bei akuter Belastung normal, und der Patient habe fr\u00fcher schon stressbedingt solche Beschwerden gehabt.<\/p>\n<p>Arbeitgeber darf Zweifel anmelden<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt laut dem Anwalt: Arbeitgeber k\u00f6nnen durchaus zweifeln, wenn viele Umst\u00e4nde wie hier zusammenkommen. Im konkreten Fall trug auch die Vorgeschichte zum Misstrauen bei. Denn der Arbeitnehmer hatte zuerst die K\u00fcndigungsfrist f\u00fcr k\u00fcrzer gehalten und dann angek\u00fcndigt, vorher aufzuh\u00f6ren, hei\u00dft es von der LAG-Pressestelle. Das Gericht habe letztlich jedoch die langj\u00e4hrige Erfahrung der \u00c4rztin gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Trotz der Entscheidung zugunsten des Arbeitnehmers sieht Volker G\u00f6rzel eine Versch\u00e4rfung der Lage in solchen F\u00e4llen. \u00abSie ist eher arbeitgeberfreundlicher geworden\u00bb, sagt der Anwalt. \u00abGelbe Scheine werden nicht mehr durchgewunken, sondern ein Arzt muss seine medizinische Diagnose vor Gericht rechtfertigen.\u00bb Das lie\u00dfe wom\u00f6glich manchen Arzt \u00fcberlegen, eine AU zu erteilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln\/D\u00fcsseldorf (dpa\/tmn) &#8211; Eine Krankschreibung bleibt auch nach einer K\u00fcndigung gesch\u00fctzt, wenn sie medizinisch begr\u00fcndbar ist. Das besagt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":812765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[1140,52584,630,4941,3364,29,3405,30,123570,1026,1209,624,1009,38332,11747],"class_list":["post-812764","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-arbeit","tag-au","tag-beruf","tag-cjab","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-germany","tag-krankschreibung","tag-kuendigung","tag-nordrhein-westfalen","tag-ratgeber","tag-recht","tag-tmn2311","tag-urteile"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116104495599737530","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/812764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=812764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/812764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/812765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=812764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=812764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=812764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}