{"id":813109,"date":"2026-02-20T22:08:16","date_gmt":"2026-02-20T22:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813109\/"},"modified":"2026-02-20T22:08:16","modified_gmt":"2026-02-20T22:08:16","slug":"schwaecher-als-erwartet-us-wachstum-verliert-deutlich-an-schwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813109\/","title":{"rendered":"Schw\u00e4cher als erwartet: US-Wachstum verliert deutlich an Schwung"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/handel-usa-108.jpg\" alt=\"Container im Hafen von Los Angeles, USA.\" title=\"Container im Hafen von Los Angeles, USA. | picture alliance \/ ASSOCIATED PR\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 20.02.2026 \u2022 17:58 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2025 schw\u00e4cher entwickelt als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg deutlich weniger als von Experten erwartet. Ist der Shutdown ein Grund daf\u00fcr?<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im vierten Quartal 2025 ist das Bruttoinlandsprodukt in den USA im Vergleich zum Vorquartal annualisiert um 1,4 Prozent gestiegen. Das teilte das Handelsministerium in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Plus von 2,8 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal hatte das BIP noch um 4,4 Prozent zugelegt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im gesamten vergangenen Jahr hat sich das Wachstum damit abgeschw\u00e4cht. 2025 ist die US-Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen. 2024 hatte das Wachstum noch 2,8 Prozent betragen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den USA werden die Daten zum Wirtschaftswachstum annualisiert ver\u00f6ffentlicht. In Europa wird auf diese Methode verzichtet, weshalb die Zahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Um auf eine mit Europa vergleichbare Wachstumsrate zu kommen, m\u00fcsste man die US-Rate durch vier teilen.<\/p>\n<p>    Wie gravierend war die Haushaltssperre?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Da \u200cim Herbst wegen des Haushaltsstreits die Regierungsgesch\u00e4fte f\u00fcr 43 Tage weitgehend ruhten, wurde die Konjunktur dadurch gehemmt. Dieser sogenannte Shutdown d\u00fcrfte laut der US-Notenbank Fed sch\u00e4tzungsweise \u200beinen Prozentpunkt Wachstum gekostet haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte schon vor Bekanntgabe der Ergebnisse in den sozialen Medien geschrieben, dass der zeitweise Regierungsstillstand mindestens zwei Prozentpunkte an Wachstum gekostet habe. Er machte die oppositionellen Demokraten daf\u00fcr verantwortlich. Sie h\u00e4tten im Oktober und November die l\u00e4ngste Haushaltssperre der US-Geschichte verursacht, schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. Das h\u00e4tte die USA &#8222;mindestens zwei Prozentpunkte des BIP&#8220; gekostet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der unabh\u00e4ngige Haushaltsausschuss (CBO) im Kongress h\u00e4lt die Folgen des &#8222;Shutdown&#8220; im Herbst f\u00fcr weniger gravierend. Er sch\u00e4tzte laut einer Erkl\u00e4rung von Ende Januar, &#8222;dass bis zum ersten Quartal des Haushaltsjahres 2027 die kumulativen Auswirkungen eines sechsw\u00f6chigen Shutdowns auf das reale BIP einen Verlust von elf Milliarden US\u2011Dollar betragen w\u00fcrden &#8211; weniger als ein Prozent des BIP&#8220;.<\/p>\n<p>    Gemischte Meinungen unter Experten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei Analysten stie\u00dfen die Wachstumszahlen auf ein gemischtes Echo. Der US-Experte von KfW Research, Stephan Bales, erkl\u00e4rte, unter dem Strich stehe mit 2,2 Prozent &#8222;ein solides Wachstum&#8220;. Das sei &#8222;angesichts der hohen politischen Unsicherheit und dynamischer Kurswechsel bemerkenswert&#8220;. Entscheidend f\u00fcr den weiteren Verlauf werde sein, dass die eingetr\u00fcbte Zuversicht der Haushalte den privaten Konsum nicht st\u00e4rker bremse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heather Long, Chef\u00f6konomin der US-Kreditgenossenschaft Navy Federal Credit Union, nannte die Lage durchwachsen: &#8222;Solider Konsum und der KI-Boom haben das Wirtschaftswachstum in Gang gehalten&#8220;, erkl\u00e4rte sie mit Blick auf die Milliarden-Investitionen in K\u00fcnstliche Intelligenz (KI). Mangels Besch\u00e4ftigungswachstum seien aber viele Amerikaner &#8222;frustriert und verunsichert&#8220;.<\/p>\n<p>    Welche Auswirkungen auf US-Notenbank?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Offen bleibt, wie sich die Daten auf die k\u00fcnftige Geldpolitik der US-Notenbank auswirken werden. Trump hatte immer wieder starken Druck auf die Fed ausge\u00fcbt und deutliche Zinssenkungen gefordert. Die Amtszeit von Notenbankchef Jerome Powell endet im Mai. Trump hat Kevin Warsh als m\u00f6glichen Nachfolger nominiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Fed d\u00fcrfte sich durch die unerwartet schwache Wachstumszahl im vierten Quartal wohl nicht zu rascherem Handeln dr\u00e4ngen lassen&#8220;, erwartet Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank. &#8222;Wir gehen weiter davon aus, dass die Fed erst gegen Mitte des Jahres die Zinsen senkt, wenn der neue Notenbank-Chef ins Amt kommt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.02.2026 \u2022 17:58 Uhr Die US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2025 schw\u00e4cher entwickelt als erwartet. 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