{"id":813564,"date":"2026-02-21T02:34:20","date_gmt":"2026-02-21T02:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813564\/"},"modified":"2026-02-21T02:34:20","modified_gmt":"2026-02-21T02:34:20","slug":"wozu-dient-erinnerung-die-enkel-der-vertriebenen-haben-europa-im-blick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813564\/","title":{"rendered":"Wozu dient Erinnerung? \u2013 Die Enkel der Vertriebenen haben Europa im Blick"},"content":{"rendered":"<p>  <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/wozu-dient-erinnerung-die-enkel-der-vertriebenen-haben-europa-im-blick\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wozu dient Erinnerung? \u2013 Die Enkel der Vertriebenen haben Europa im Blick<\/a><\/p>\n<p><strong>Als einzige Stadt in Bayern und wahrscheinlich auch bundesweit richtet die Stadt Augsburg aufgrund einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Stadtregierung alle zwei Jahre einen Empfang f\u00fcr die ost- und s\u00fcdost\u00addeutschen Landsmannschaften aus, die im Bund der Vertriebenen auch lokal organisiert sind. Am 9.\u00a0Februar fanden sich zum zweiten Mal im G\u00f6gginger Parktheater mit den Vertretern aller landsmannschaftlichen Gruppen partei\u00fcbergreifend Mitglieder der Stadtregierung, des Landtags und der Kommunalpolitik ein, um sich \u00fcber die Formen der Erinnerung und deren Wert f\u00fcr die Gestaltung der Zukunft auszutauschen.<\/strong><\/p>\n<p>Von Halrun Reinholz<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1489\" class=\"alignleft size-full wp-image-102844\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/EmpfangLM_NikiDornstauder.jpg\"\/>Blick in den gut gef\u00fcllten Saal des Parktheaters (Fotos: Halrun Reinholz)<\/p>\n<p>Federf\u00fchrend f\u00fcr den \u201eEmpfang der Lands\u00admann\u00adschaften\u201c ist das B\u00fcro f\u00fcr gesell\u00adschaftliche Integration, das seit der schwarz-gr\u00fcnen Stadt\u00adregierung f\u00fcr alle Migranten\u00adgruppen zust\u00e4ndig ist. Dessen Leiterin, Dr.\u00a0Margret Spohn, koordinierte den Festabend. Er\u00f6ffnet wurde er von der Augsburger Ober\u00adb\u00fcrger\u00admeisterin Eva Weber, die den Lands\u00admannschaften f\u00fcr ihre Pr\u00e4senz und ihr Engagement im st\u00e4dtischen Leben dankte. In Augsburg dominierten lange Zeit die Sudeten\u00addeutschen, von denen nach der Vertreibung 1945 rund zwei Millionen in Bayern heimisch wurden. Mittlerweile zeigen die Banater Schwaben, die Siebenb\u00fcrger Sachsen und die Russland\u00addeutschen aufgrund der sp\u00e4teren Aussiedlung, haupt\u00ads\u00e4chlich ab den 1970er- und 1980er-Jahren, mehr Pr\u00e4senz im Stadtleben. Sie seien in der Stadt \u201esichtbar, h\u00f6rbar, sp\u00fcrbar und schmeckbar\u201c, sagte Weber nicht ohne Augenzwinkern unter Anspielung auf die ausgepr\u00e4gte Back\u00adtradition in den Vertreibungs\u00adgebieten und erw\u00e4hnte dabei die vielen Anl\u00e4sse, bei denen sie und andere Mitglieder der Stadtpolitik Gelegenheit zur Teilnahme und zur Begegnung hatten.<\/p>\n<p>Neben der Oberb\u00fcrgermeisterin war die Zweite B\u00fcrger\u00admeisterin Martina Wild anwesend, in deren Referat das Integrations\u00adb\u00fcro verortet ist, und auch der Dritte B\u00fcrgermeister Bernd Kr\u00e4nzle, ein h\u00e4ufiger Gast bei den Veranstaltungen der BdV-Gruppen, ebenso wie die Landtags\u00adabgeordneten Cemal Bozo\u011flu und Andreas J\u00e4ckel, letzterer gleichzeitig BdV-Vorsitzender auf Bezirksebene. Im Saal waren vor allem Funktions\u00adtr\u00e4ger des BdV und der Lands\u00admannschaften aus Augsburg sowie von den Landes\u00adverb\u00e4nden Bayern vertreten, allen voran der BdV-Landes\u00advorsitzende Christian Knauer, ehemals Landrat in Aichach-Friedberg. Daneben hatten sich zahlreiche Aktive, Verbands\u00admitglieder und G\u00e4ste zum Festakt eingefunden. Die Lokalpresse gl\u00e4nzte dagegen durch Abwesenheit. Die musikalische Begleitung erfolgte durch die Musikkapelle der Banater Schwaben Augsburg. Noch vor Beginn des offiziellen Programms heizten die Musiker von der B\u00fchne aus die Stimmung im gut gef\u00fcllten Saal an und sorgten zuweilen f\u00fcr kleine Tanzrunden am Rande.<\/p>\n<p>Die BdV-Kreisvorsitzende Dr.\u00a0Hella Gerber, gleichzeitig auch Kreis\u00advorsitzende der Banater Schwaben und CSU-Stadtr\u00e4tin, dankte der Stadt und der Ober\u00adb\u00fcrger\u00admeisterin f\u00fcr die Wert\u00adsch\u00e4tzung, die sie den Vertretern der Vertriebenen und Aussiedler sowie deren Nachkommen mit diesem Empfang erweise. Sie erinnerte daran, dass sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Millionen von Menschen aus den Ostgebieten und aus S\u00fcdosteuropa in Bayern und auch in Augsburg im \u00f6ffent\u00adlichen Leben eingebracht haben. Schon fr\u00fch h\u00e4tten sie sich in der Charta der Heimat\u00advertriebenen zu Demokratie und Verzicht auf Vergeltung bekannt, dabei aber ihre Werte und Traditionen gepflegt und die alten Heimatgebiete im Herzen bewahrt. Zu diesen Gebieten bildeten heute alle Lands\u00admannschaften wichtige Br\u00fccken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"400\" aria-describedby=\"caption-attachment-102847\" class=\"wp-image-102847 size-medium\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/EmpfangLM_Kuehrer-Wielach_NikiDornstauder-300x400.jpg\"\/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-102847\" class=\"wp-caption-text\">Festredner Dr. Florian K\u00fchrer-Wielach, Leiter des IKGS an der LMU M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eVergangenheit verstehen \u2013 Verantwortung f\u00fcr die Zukunft\u201c diente der Empfang der Lands\u00admannschaften auch der fachlichen Aus\u00adei\u00adnander\u00adset\u00adzung mit dem Thema Flucht, Ver\u00adtrei\u00adbung und Inte\u00adgration der lands\u00admann\u00adschaft\u00ad\u00adlichen Gruppen. Dr.\u00a0Margret Spohn \u00fcbernahm die Mode\u00adration und bat den Fest\u00adredner Dr.\u00a0Florian K\u00fchrer-Wielach ans Redner\u00adpult, der als Histo\u00adriker und Leiter des Insti\u00adtuts f\u00fcr deut\u00adsche Kultur und Ge\u00adschichte S\u00fcd\u00adost\u00adeuropas an der LMU M\u00fcnchen zum Thema \u201eErinne\u00adrung\u201c sprach \u2013 \u201eeines der wert\u00advoll\u00adsten Dinge, die Sie besitzen\u201c, wie er in Hin\u00adwendung zum Publi\u00adkum pr\u00e4zi\u00adsierte. Er merkte an, dass Augsburg durch den Zustrom an Ver\u00adtrie\u00adbenen nach den Ver\u00adhee\u00adrungen des Zweiten Welt\u00adkriegs um 15\u00a0Prozent gewachsen ist und dass durch den weiteren Zustrom derer, die sich danach aus den L\u00e4ndern des Ostblocks f\u00fcr das \u201eGehen\u201c und gegen das \u201eBleiben\u201c entschieden, zahlreiche weitere Menschen als Aussiedler und Sp\u00e4t\u00adaussiedler in die Stadt kamen. Was sie bei aller Verschieden\u00adheit einte und von anderen Zuwanderern unterschied, war \u201edas Bekenntnis zur deutschen Sprache und Kultur\u201c. Mit ihren Erinnerungen haben sie das \u201eGed\u00e4chtnis dieser Stadt\u201c \u00fcber die Jahre mitgepr\u00e4gt und ihre kulturellen Werte in den Integrations\u00adprozess eingebracht. Der Referent stellte drei Fragen in den Mittelpunkt seiner Ausf\u00fchrungen: Was, wie und warum soll erinnert werden? Weil in der \u201eErinnerungs\u00adlandschaft\u201c einer Gruppe unterschiedliche \u201eGew\u00e4chse\u201c bl\u00fchen, gebe es ein \u201eMosaik an Identit\u00e4ten und Geschichten\u201c \u2013 mit schmerzvollen, aber auch mit guten Erinnerungen. Pers\u00f6nliche und kollektive Erinnerung m\u00fcssten sich erg\u00e4nzen, damit ein Bild entsteht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"400\" aria-describedby=\"caption-attachment-102846\" class=\"wp-image-102846 size-medium\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/EmpfangLM_SiebenbuergerTG_NikiDornstauder-500x400.jpg\"\/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-102846\" class=\"wp-caption-text\">Die Tanzgruppe der Siebenb\u00fcrger Sachsen in ihren Trachten<\/p>\n<p>Wie kann dieses komplexe Ged\u00e4chtnis wachgehalten werden? Die Vertriebenen\u00adgruppen sind mittlerweile teils in der dritten Generation hier ans\u00e4ssig. Wer die \u201ealte Heimat\u201c nicht selbst erlebt hat, erf\u00e4hrt \u00fcber Erz\u00e4hlungen der Eltern und Gro\u00dfeltern, wie es dort war. Doch \u00fcber die Enkel\u00adgeneration hinaus gibt es kaum pers\u00f6n\u00adlichen Kontakt; hier wirkt das \u201ekulturelle Ged\u00e4chtnis\u201c: Die Erinnerung wird \u00fcber Traditionen oder Gedenktage weitergegeben. Es m\u00fcndet im \u201einstitutio\u00adnellen Ged\u00e4chtnis\u201c, das \u00fcber \u201eErinnerungs\u00adspeicher\u201c funktioniert \u2013 Museen, Archive oder Bibliotheken. Schon seit 1952 sorgt der \u201eKultur\u00adparagraf\u201c (\u00a7\u00a096) im Bundes\u00advertriebenen\u00adgesetz f\u00fcr die F\u00f6rderung ent\u00adsprechender Institutionen; f\u00fcr Augsburg sei etwa das Bukowina-Institut ein prominentes Beispiel daf\u00fcr. Der Redner hob hervor, dass auch der (wissen\u00adschaftliche) Blick von au\u00dfen wichtig sei f\u00fcr die Einordnung des Geschehens: Erinnerung m\u00fcsse \u201emit Herz und Hirn\u201c funktionieren, Emotion mit Information verbunden werden.<\/p>\n<p>Warum aber soll \u00fcberhaupt erinnert werden? Viele Entwurzelte h\u00e4tten sich daf\u00fcr entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen, um weder sich noch andere mit der Vergangenheit zu belasten. Dennoch sei es vielen anderen von Anfang an auch ein Bed\u00fcrfnis gewesen, die Gemein\u00adschaft zu suchen. In der Gruppe war es leichter m\u00f6glich, nach den verheerenden Erfahrungen der Vertreibung und Diskrimi\u00adnierung wieder Wert\u00adsch\u00e4tzung, Selbst\u00advertrauen und W\u00fcrde zur\u00fcck\u00adzugewinnen. Die Gemeinschaft sei der Rahmen und die Traditions\u00adpflege der Lands\u00admannschaften nicht weniger als die Demon\u00adstration gelungener Integration \u2013 ein Zeichen, dass man als \u201eproduktiver und positiver Teil einer Gesellschaft\u201c gesehen werden will, ohne sich \u201edas Eigene\u201c nehmen zu lassen.<\/p>\n<p>Dem Festvortrag folgte eine Podiums\u00addiskussion zur Frage \u201eWie erinnern?\u201c, an der neben dem Festredner noch die Leiterin des Bukowina-Instituts an der Universit\u00e4t Augsburg, Prof. Dr.\u00a0Jana Osterkamp, der BdV-Landes\u00advorsitzende und ehemalige Landrat von Aichach-Friedberg, Dr.\u00a0h.c. Christian Knauer, und der Vorsitzende der Sudeten\u00addeutschen Stiftung, Dr.\u00a0Ortfried Kotzian, teilnahmen. Knauer lie\u00df es sich nicht nehmen, der Stadt Augsburg ein gro\u00dfes Kompliment auszusprechen f\u00fcr diese \u201eeinzigartige Veranstaltung\u201c, die es seines Wissens nirgends sonst gebe. Er hob insbesondere die Br\u00fcckenfunktion der Vertriebenen und ihrer Nachkommen hervor, die nach dem Kalten Krieg \u00fcber die Jahre gute Beziehungen zu den Herkunfts\u00adl\u00e4ndern aufgebaut h\u00e4tten und dort mittlerweile \u201eherzlich willkommen\u201c seien. Andererseits sind die ehemaligen Vertriebenen nunmehr wesentlicher Bestandteil der Stadtgemeinschaft.<\/p>\n<p>Auf die Frage der Moderatorin, wer sich f\u00fcr Institutionen wie das Bukowina-Institut oder das IKGS in M\u00fcnchen interessiere, antworteten Jana Osterkamp und Florian K\u00fchrer-Wielach einm\u00fctig, dass bei den Studie\u00adrenden oft \u2013 konkret etwa zu einem Viertel bis einem Drittel \u2013 pers\u00f6nliche oder famili\u00e4re Bez\u00fcge vorhanden seien. Das Interesse an Osteuropa sei aber generell recht gro\u00df. Ortfried Kotzian hob den guten Zuspruch f\u00fcr das erst vor wenigen Jahren mit einer modernen Konzeption aufgebaute Sudeten\u00addeutsche Museum in M\u00fcnchen hervor. Man habe hier mit F\u00f6rderung des Freistaats gezielt einen kultur\u00adhistorischen Schwerpunkt bei der Museums\u00adkonzeption gesetzt und darauf verzichtet, nur auf Flucht und Vertreibung zu fokussieren. Das Museum habe f\u00fcr diesen Ansatz zu Recht den Deutschen Museumspreis erhalten. Auch Jana Osterkamp sieht die Zukunfts\u00adf\u00e4higkeit der Vertriebenen\u00adgeschichte darin, dass sie Teil der (deutschen) Kultur\u00adgeschichte ist und auch so vermittelt werden muss. Am Bukowina-Institut werde \u00fcber Interviews mit Zeitzeugen die \u201eGeschichte des Ankommens\u201c untersucht, aber auch die \u201eGeschichte der Weitergabe\u201c. Einig war man sich dar\u00fcber, dass jetzt der \u201eletzte Moment\u201c sei, in dem es noch Zeitzeugen gibt, deren Erlebnisse es festzuhalten gilt.<\/p>\n<p>Ortfried Kotzian zog das Fazit, dass es trotz aller F\u00f6rderung \u00fcber die Jahre nicht gelungen sei, das Wissen \u00fcber die ostdeutsche Kultur \u201eins breite Volk\u201c zu vermitteln, was vor allem an den Schulen vers\u00e4umt worden sei. Auch Knauer hat die Erfahrung gemacht, dass es sehr im Ermessen der Lehrkr\u00e4fte liege, ob die ost- und s\u00fcdost\u00addeutsche Geschichte im Unterricht \u00fcberhaupt thematisiert wird.<\/p>\n<p>Dass die Augsburger \u00d6ffentlichkeit von diesem Empfang der Lands\u00admannschaften so gut wie nichts mitbekam, ist symptomatisch. Die Nachkommen der Fl\u00fcchtlinge und der Heimat\u00advertriebenen sowie die Aussiedler und Sp\u00e4t\u00adaussiedler der 1970er- bis 1990er-Jahre machen einen gro\u00dfen Prozentsatz der Bev\u00f6lkerung in Bayern aus und treten auch im Augsburger Stadt- und Vereinsleben aktiv in Erscheinung \u2013 ob beim Pl\u00e4rrer\u00adumzug, bei der Lechhauser Kirchweih oder beim Europatag. Durch Vermittlung der Sudeten\u00addeutschen kam Augsburg beispiels\u00adweise zur St\u00e4dte\u00adpartner\u00adschaft mit Liberec, fr\u00fcher Reichenberg, in der Tschechischen Republik. Im Mai 2025 feierte der Landesverband Bayern der Banater Schwaben sein 75-j\u00e4hriges Bestehen mit einem Kulturtag in Augsburg. Mehrere hundert Trachtenpaare zogen mit Musik durch die Innenstadt und tanzten auf dem Rathaus\u00adplatz. Zum Festakt in der Kongress\u00adhalle kam Minister\u00adpr\u00e4sident Markus S\u00f6der als Festredner. Dieses Ereignis fand in der lokalen Bericht\u00aderstattung keine Erw\u00e4hnung. Vielleicht erkl\u00e4rt sich diese Ignoranz dadurch, dass so mancher mit dem Begriff \u201eLands\u00admannschaft\u201c eine gewisse R\u00fcckw\u00e4rts\u00adgewandt\u00adheit verbindet: Das waren die \u201eEwig\u00adgestrigen\u201c, die in Zeiten des Kalten Krieges ihre Gebiets\u00adanspr\u00fcche betonten. Mit den Jahren hat sich allerdings einiges ge\u00e4ndert; im vereinigten Europa sind neue Generationen heran\u00adgewachsen. Schon die zweite Generation der Vertriebenen hat sich von den revan\u00adchistischen Anspr\u00fcchen ihrer Lands\u00admannschaften distanziert und einen eigenen Jugend\u00adverband gegr\u00fcndet: \u201eDJO \u2013 Deutsche Jugend in Europa\u201c. Die Jugend\u00adgruppen der heutigen Lands\u00admannschaften haben Europa sozusagen in die Wiege gelegt bekommen \u2013 weil sie durch ihre Eltern oder durch ihre eigene Biografie den \u201edirekten Draht\u201c in die Herkunfts\u00adl\u00e4nder haben. Aber gleichzeitig sind sie ohne Wenn und Aber hier in Augsburg zu Hause, das ist auf keinen Fall ein Widerspruch.<\/p>\n<p>    Artikel vom<br \/>\n    <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/?m=20260221\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n      21.02.2026    <\/a><br \/>\n    | Autor: Halrun Reinholz<br \/>Rubrik: <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/erinnerungsarbeit\/\" rel=\"category tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Erinnerungsarbeit<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wozu dient Erinnerung? \u2013 Die Enkel der Vertriebenen haben Europa im Blick Als einzige Stadt in Bayern und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":813565,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-813564","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116106288515771990","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/813564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=813564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/813564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/813565"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=813564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=813564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=813564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}