{"id":813917,"date":"2026-02-21T06:01:14","date_gmt":"2026-02-21T06:01:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813917\/"},"modified":"2026-02-21T06:01:14","modified_gmt":"2026-02-21T06:01:14","slug":"drogen-in-stuttgart-so-high-ist-stuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/813917\/","title":{"rendered":"Drogen in Stuttgart: So high ist Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>Haschisch, Koks, Pillen: im Stuttgarter Abwasser findet sich ein regelrechter Drogencocktail. Wer sind die Konsumenten? Und wie gro\u00df ist Stuttgarts Drogenproblem?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> ist high, Tag f\u00fcr Tag. Drogen geh\u00f6ren f\u00fcr einen nicht unerheblichen Teil der Stadtbev\u00f6lkerung zum Alltag. Es wird gekifft, gekokst und gespritzt, dazu die Tabletten. Und der Trend zeigt nach oben. <\/p>\n<p>Die EU-Daten beruhen auf punktuellen Messungen. In den Stuttgarter Kl\u00e4rwerken wird seit Fr\u00fchjahr 2023 das Abwasser einmal im Monat auf verschiedene Substanzen untersucht. Der Anlass war die Legalisierung von Cannabiskonsum. Die Verwaltung wollte herausfinden, ob seither mehr gekifft wird und ergo mehr THC-R\u00fcckst\u00e4nde ins Abwasser gelangen. Die Antwort: nicht wirklich, ein Jahr nach der Legalisierung liege die Menge der gemessenen R\u00fcckst\u00e4nde im Mittel 13 Prozent h\u00f6her als im April 2024, <a href=\"https:\/\/www.stuttgart.de\/pressemitteilungen\/2025\/april\/ein-jahr-nach-der-legalisierung-anstieg-des-cannabis-konsums-in-stuttgart-um-13-prozent\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">so eine Mitteilung<\/a>.<\/p>\n<p>Konsum nach Wochentag und Jahreszeit unterschiedlich <\/p>\n<p>Dank der regelm\u00e4\u00dfigen Messungen wei\u00df die Stadtverwaltung ziemlich genau, wie es seither weiterging. Die Cannabis-R\u00fcckst\u00e4nde sind kaum angestiegen. Im Sommer 2025, gut ein Jahr nach der Legalisierung, lagen die Werte dagegen deutlich \u00fcber denen von 2023 und 2024. Ob der Trend anh\u00e4lt und ob die zwischenzeitlich genehmigten Anbauvereinigungen daf\u00fcr die Ursache sind, das \u201ebleibt abzuwarten\u201c, so die Stadtverwaltung. <\/p>\n<p>Bei den Kokainr\u00fcckst\u00e4nden zeigte der Trend 2025 deutlich nach oben. Im Herbst wird au\u00dferdem mehr gekifft und gekokst. Der Cannabiskonsum ist jeden Tag in etwa gleich hoch, Kokain wird vermehrt am Wochenende genommen. <\/p>\n<p>Wer sind die Konsumenten? <\/p>\n<p>Wer Drogen nimmt, ist dagegen nur bedingt bekannt. Die bundesweite <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/service\/publikationen\/details\/abschlussbericht-kokos.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kokos-Studie<\/a> identifiziert vier Typen der Kokainkonsumenten: die Neugierigen und die auf Partys koksenden Hedonisten beschreiben ihren Konsum als experimentell, sozial orientiert und kontrolliert. Noch deutlich riskanter wird es, wenn die Arbeitsleistung oder sexuelle Gef\u00fchle gesteigert werden sollten. Sie seien laut Studie \u201estark gef\u00e4hrdet, eine Kokainabh\u00e4ngigkeit zu entwickeln\u201c. Auch die Selbstmedikation etwa zur Bew\u00e4ltigung von Depressionen k\u00f6nne rasch in eine Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchren.<\/p>\n<p>Jeder dritte befragte Stuttgarter hat schon Cannabis oder illegale Drogen konsumiert, wie eine <a href=\"https:\/\/www.stuttgart.de\/pressemitteilungen\/2025\/april\/ein-jahr-nach-der-legalisierung-anstieg-des-cannabis-konsums-in-stuttgart-um-13-prozent\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Sonderauswertung der Ende 2023 durchgef\u00fchrten Sicherheitsbefragung ergibt<\/a>. Die Konsumenten sind \u201etendenziell j\u00fcnger, m\u00e4nnlich, der Gruppe der LSBTTIQ+ Menschen zugeh\u00f6rig, h\u00f6her gebildet, in Deutschland geboren und wohnen vermehrt in den Innenstadtbezirken\u201c. Die Konsumwahrscheinlichkeit sei unter diesen Gruppen jeweils doppelt so hoch wie etwa unter Frauen oder Menschen, die au\u00dferhalb der City leben. Vor allem bei Unter-25-J\u00e4hrigen sei die Konsumneigung \u201edoch beachtlich\u201c: sie liegt zwischen 15 und 20 Prozent. <\/p>\n<p> Hat Stuttgart die Drogen im Griff? <\/p>\n<p>Das sind eher Mindestwerte. Die Dunkelziffer beim Drogenkonsum gilt als hoch. Drogenk\u00e4ufe werden vielfach nicht polizeibekannt. Umfragen erreichen langj\u00e4hrige Konsumenten nur selten; auch wer nur gelegentlich illegale Substanzen zu sich nimmt, gibt das in Befragungen wom\u00f6glich nicht an. Drogenk\u00e4ufe werden vielfach nicht polizeibekannt. Auch deshalb sind Abwasserdaten so wertvoll. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Konzentration der Drogenr\u00fcckst\u00e4nde steigt, verzeichnen die ambulanten Suchthilfen in Stuttgart laut ihrem Jahresbericht keinen Anstieg bei entsprechenden Beratungen. Der Anteil der Hilfesuchenden mit Drogenproblem lag 2024 sogar unter dem Wert von 2023. <\/p>\n<p> Artikelserie zu Drogen in Stuttgart <\/p>\n<p>Noch scheint der ansteigende Drogenkonsum in Stuttgart beherrschbar. Anderswo in Deutschland l\u00e4uft es weniger gut, wie der starke Anstieg der Drogentoten bundesweit seit dem Tiefststand 2012 zeigt. Wegen dieser Trends und der damit verbundenen Risiken beleuchten wir das Thema mit einer zweiw\u00f6chigen Artikelserie. Darin geht es um das derzeit besonders verbreitete Kokain, das gerade Menschen in prek\u00e4ren Lebenslagen kaputt macht. <\/p>\n<p>Die Serie erkundet auch, was aus der fr\u00fcher besonders problematischen Droge Heroin und ihren Konsumenten geworden ist. In weiteren Texten erkunden wir, wo man in Stuttgart Drogen kaufen kann und ob Pr\u00e4vention gelingen kann. Nicht nur im Rahmen der von Haushaltsk\u00fcrzungen bedrohten Programme sollen Menschen vor der Sucht bewahrt werden. Auch in den Familien wollen Eltern eine \u201eDrogenkarriere\u201c ihrer Kinder verhindern wollen. Was sind Warnzeichen, welche Strategien helfen?<\/p>\n<p>Sie haben mit Suchtproblemen zu k\u00e4mpfen oder z\u00e4hlen zu Angeh\u00f6rigen von Menschen mit Suchtproblemen? Auf der deutschlandweiten Plattform <a href=\"https:\/\/www.suchtberatung.digital\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">suchtberatung.digital<\/a> finden Sie eine kostenlose und anonyme Suchtberatung.<\/p>\n<p> Drogen im Abwasser messen und herausfiltern <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>R\u00fcckst\u00e4nde<\/strong><br \/>Der menschliche K\u00f6rper entl\u00e4sst Abbauprodukte von Kokain und Cannabis sowie Amphetamine direkt \u00fcber den Urin ins Abwasser. Ihr Anteil im Abwasser wird in den Stuttgarter Kl\u00e4rwerken regelm\u00e4\u00dfig gemessen. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Abbau<\/strong><br \/>Die Koks- und Cannabisr\u00fcckst\u00e4nde sind nicht mehr psychoaktiv. Das Hauptkl\u00e4rwerk Stuttgart-M\u00fchlhausen baut den gr\u00f6\u00dften Teil der Substanzen mit seiner seit drei Jahren in Betrieb befindlichen Pulveraktivkohle-Dosierung ab. Auch R\u00fcckst\u00e4nde aus Arzneimitteln, Haushalts- und Industriechemikalien werden durch diese vierte Reinigungsstufe wesentlich besser eliminiert als bei einer klassischen dreistufigen Kl\u00e4ranlage. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Haschisch, Koks, Pillen: im Stuttgarter Abwasser findet sich ein regelrechter Drogencocktail. Wer sind die Konsumenten? 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