{"id":814721,"date":"2026-02-21T13:38:27","date_gmt":"2026-02-21T13:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/814721\/"},"modified":"2026-02-21T13:38:27","modified_gmt":"2026-02-21T13:38:27","slug":"demokratie-in-gefahr-bielefelder-persoenlichkeiten-diskutieren-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/814721\/","title":{"rendered":"Demokratie in Gefahr: Bielefelder Pers\u00f6nlichkeiten diskutieren L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld. Um Demokratie zu sch\u00fctzen, braucht es R\u00e4ume, Orte des respektvollen Austauschs, an denen die unterschiedlichsten Menschen und Perspektiven aufeinandertreffen k\u00f6nnen. So ein Fazit des Diskussionsformats, das jetzt an der Universit\u00e4t Bielefeld zugleich genau diese Kriterien vorbildlich erf\u00fcllte \u2013 und Pers\u00f6nlichkeiten aus Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft miteinander ins Gespr\u00e4ch brachte. In ungew\u00f6hnlicher Kombination.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Theaterintendantin Nadja Loschky, Unternehmer Michael B\u00f6llhoff, Irith Michelsohn von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde, Michael Brinkmeier (Deutsche Schlaganfallhilfe), Konfliktforscher Andreas Zick und NW-Herausgeber Klaus Schrotthofer tauschten sich auf Einladung der Hochschule am Freitag, 20. Februar, aus \u00fcber die Rolle der \u201eWissenschaft in Zeiten gef\u00e4hrdeter Demokratie\u201c. Ein pers\u00f6nlicher Wunsch von Unirektorin Angelika Epple anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstags.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Loschky, die im Endspurt vor der heutigen Premiere der Urauff\u00fchrung \u201eKassandra\u201c in die Uni geeilt war, fordert \u201emehr R\u00e4ume, in denen Empathie gelernt und ge\u00fcbt werden kann\u201c, nicht nur an Universit\u00e4ten. Die Auseinandersetzung mit der Welt m\u00fcsse trainiert werden, so die Intendantin vor den rund 170 Zuh\u00f6rern im CITEC-H\u00f6rsaal der Uni.<\/p>\n<p>Kinder in Bielefeld verstecken ihr J\u00fcdischsein<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xblY5ZWlKTjJTYjUwc1NOV3NJVFAyWDd3aGJ6eVZEMmRsSmQ5OUtOT2UraVFEeGtQVXRiLzcxbWdTVDV5Tk9RYlRrSWpRTGhCUXNqc1c2N3NDWVJHY0tzNVRRRTY1WkRzVWZTekVWWnBpekE9\/260221-1034-859336432.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Irith Michelsohn (m.) von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Bielefeld berichtet von Kindern, die an Schulen in der Stadt aus Angst vor Anfeindungen ihre Religion verleugnen.\" data-glightbox=\"type: image; description: Irith Michelsohn (m.) von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Bielefeld berichtet von Kindern, die an Schulen in der Stadt aus Angst vor Anfeindungen ihre Religion verleugnen.  | \u00a9 Barbara Franke \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260221-1034-859336432.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Irith Michelsohn (m.) von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Bielefeld berichtet von Kindern, die an Schulen in der Stadt aus Angst vor Anfeindungen ihre Religion verleugnen. - \u00a9 Barbara Franke\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Irith Michelsohn (m.) von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Bielefeld berichtet von Kindern, die an Schulen in der Stadt aus Angst vor Anfeindungen ihre Religion verleugnen.<br \/>\n                                    | \u00a9 Barbara Franke<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">\u201eJe mehr Perspektiven, desto besser.\u201c Das sei eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr funktionierende Demokratie. So einen Ort f\u00fcr den verst\u00e4ndnisvollen, offenen Austausch w\u00fcnscht sich Michelsohn von der Universit\u00e4t ganz konkret f\u00fcr Begegnungen zwischen pal\u00e4stinensischen und j\u00fcdischen Studierenden.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Es k\u00f6nne nicht sein, dass Studierende oder Schulkinder ihr J\u00fcdischsein versteckten, aus Angst vor Anfeindungen, so die Vorsitzende der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Bielefeld. \u201eIch w\u00fcrde mich auch selbst mit pal\u00e4stinensischen Studierenden treffen.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Damit Demokratie gelingen k\u00f6nne, m\u00fcssten m\u00f6glichst viele an ihr aktiv mitarbeiten, so ihr Appell an die Stadtgesellschaft.<\/p>\n<p id=\"absatz8\"><b class=\"bold\">Ausgezeichent: <\/b><a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/23501994_Diese-Bielefelderin-und-bekannte-Juedin-kaempft-seit-Jahrzehnten-fuer-Menschlichkeit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diese Bielefelderin und bekannte J\u00fcdin k\u00e4mpft seit Jahrzehnten f\u00fcr Menschlichkeit<\/a><\/p>\n<p>B\u00f6llhoff appeliert f\u00fcr Widerstandskraft, Mut und Zuversicht<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">F\u00fcr \u201epers\u00f6nliche Widerstandskraft, Mut und Zuversicht\u201c, um einfachen Antworten widerstehen zu k\u00f6nnen, wirbt B\u00f6llhoff. Bildung sei per se Basis von Demokratie und Freiheit und das spiegele sich in der Wissenschaft wieder. So sei der Campus ein wichtiger Ort f\u00fcr den gelebten, offenen Dialog. \u201eEs braucht den pers\u00f6nlichen Kontakt und das aufeinander zugehen\u201c, betont der Unternehmer. Ein wichtiges Werkzeug sei zudem Chancengleichheit, die an den Hochschulen hochgehalten werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p id=\"absatz10\"><b class=\"bold\">Stellenabbau an der Uni Bielefeld: <\/b><a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24275352_Stellenabbau-an-der-Uni-Bielefeld-Wie-will-Angelika-Epple-trotzdem-den-Aufbruch-schaffen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wie will Angelika Epple trotzdem den Aufbruch schaffen?<\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xNlFoNXM1b2lhd1RpZ2c4eXA3MXIyazJMQU5rVjJZL2J0SWJ0d2hScGRqWVhMZXp1WTA0U2RPd3FtTkdBbzhjcmtGd3dENzJnVG9FOTV1dE9KeU5xakhkaERmcW05WlVzQzBua0RBdVp1N2M9\/260221-1034-859336453.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Professorin Michael Vogt (l.) und Intendantin Nadja Loschky (r.) mit Unirektorin Angelika Epple, die sich das Diskussionsformat anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstags gew\u00fcnscht hatte.\" data-glightbox=\"type: image; description: Professorin Michael Vogt (l.) und Intendantin Nadja Loschky (r.) mit Unirektorin Angelika Epple, die sich das Diskussionsformat anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstags gew\u00fcnscht hatte.  | \u00a9 Barbara Franke \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/260221-1034-859336453.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Professorin Michael Vogt (l.) und Intendantin Nadja Loschky (r.) mit Unirektorin Angelika Epple, die sich das Diskussionsformat anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstags gew\u00fcnscht hatte. - \u00a9 Barbara Franke\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Professorin Michael Vogt (l.) und Intendantin Nadja Loschky (r.) mit Unirektorin Angelika Epple, die sich das Diskussionsformat anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstags gew\u00fcnscht hatte.<br \/>\n                                    | \u00a9 Barbara Franke<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Man m\u00fcsse zum Handeln kommen und nicht im Diskurs verharren, sagt Brinkmeier. Und NW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Schrotthofer fordert, die demokratische Mehrheit m\u00fcsse raus aus der Verteidigungshaltung und offensiver ihre Positionen vertreten. \u201eDas Narrativ, dass man in Deutschland nichts mehr sagen darf, halte ich f\u00fcr Bl\u00f6dsinn und das sollten wir alle selbstbewusst gemeinsam vertreten.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Mehr Mut, sich in der \u00d6ffentlichkeit zu \u00e4u\u00dfern, w\u00fcnscht sich auch Gewalt- und Konfliktforscher Zick \u2013 und ausdr\u00fccklich von seinen eigenen Kolleginnen und Kollegen. Stabile gute Forschungsgemeinschaften und neue Allianzen seien zudem wichtiger f\u00fcr die Wissenschaft geworden, so der Professor.<\/p>\n<p>Frauenrechte werden wieder infrage gestellt<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Anschlie\u00dfend verlagerte sich der Fokus in einer zweiten Diskussionsrunde in Richtung Hochschule mit Professorin Alexandra Scheele (Wirtschafts- und Arbeitssoziologie), Professorin Michaela Vogt (Prorektorin f\u00fcr Internationales, Diversit\u00e4t und Gesellschaft), Meike Vogel (Zentrums f\u00fcr Lehren und Lernen) und Senatsmitglied Lena Bartsch (SPD). In einer zunehmend autokratischen Welt w\u00fcrden Geschlechter- und Frauenrechte wieder infrage gestellt, warnt Scheele. \u201eAber wo 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung benachteiligt werden, gibt es ein Demokratieproblem.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz14\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24264019_Bielefelder-Konfliktforscher-fordert-weniger-Empoerung-mehr-Bildung-fuer-die-Demokratie.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bielefelder Konfliktforscher fordert weniger Emp\u00f6rung, mehr Bildung \u2013 f\u00fcr die Demokratie<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. 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