{"id":814778,"date":"2026-02-21T14:12:15","date_gmt":"2026-02-21T14:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/814778\/"},"modified":"2026-02-21T14:12:15","modified_gmt":"2026-02-21T14:12:15","slug":"gruene-und-cdu-uneins-im-kampf-gegen-kinderkriminalitaet-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/814778\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne und CDU uneins im Kampf gegen Kinderkriminalit\u00e4t \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Die Berichte \u00fcber die Leipziger \u201eJugendbande\u201c haben eine neue Diskussion \u00fcber den richtigen Umgang mit Kinderkriminalit\u00e4t entfacht. W\u00e4hrend die CDU mehr Sicherheitskr\u00e4fte vor Schulen und eine Absenkung der Strafm\u00fcndigkeit fordert, sprechen sich die Gr\u00fcnen gegen zus\u00e4tzliche Repression aus. Sie wollen mehr Geld f\u00fcr Pr\u00e4vention und P\u00e4dagogik.<\/p>\n<p>Die Stadtratsfraktion der CDU hatte in der vergangenen Woche mehrere Forderungen zur Bek\u00e4mpfung von Kinder- und Jugendkriminalit\u00e4t ver\u00f6ffentlicht. Oberste Priorit\u00e4t m\u00fcsse der Schutz von Opfern haben. Dazu soll die Stadtverwaltung \u201ean bekannten Brennpunkten\u201c das Ordnungsamt einsetzen. Besonders wichtig sei der Einsatz vor Schulen und auf Schulwegen.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/4ae85da68ff54cc58b507644105ccc88.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/familie-und-kinder\/2026\/02\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/familie-und-kinder\/2026\/02\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Eine weitere Forderung richtet sich an die Justiz. Diese m\u00fcsse die Verfahren im Jugendstrafrecht beschleunigen, damit es \u201eerzieherisch\u201c wirken k\u00f6nne. Au\u00dferdem w\u00fcnscht sich die CDU vom Freistaat Sachsen eine Bundesratsinitiative, um die sogenannte Strafm\u00fcndigkeit von derzeit 14 auf zw\u00f6lf Jahre abzusenken.<\/p>\n<p>Die CDU verweist dabei auf die Leipziger \u201eJugendbande\u201c, die bundesweit f\u00fcr Schlagzeilen gesorgt hat. Hier h\u00e4tte eine Strafm\u00fcndigkeit von zw\u00f6lf Jahren aber nur teilweise einen Unterschied gemacht: Einige \u201eAnf\u00fchrer\u201c der Gruppe waren erst elf Jahre alt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus fordert die CDU eine bessere Kommunikation zwischen den Beh\u00f6rden, mehr Pl\u00e4tze in der Kinder- und Jugendpsychologie sowie mehr niedergelassene Psychotherapeut*innen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne: Mehr Polizei l\u00f6st das Problem nicht<\/p>\n<p>Aus Sicht der Gr\u00fcnen-Fraktion sind diese Forderungen der falsche Weg. \u201eDie L\u00f6sung des Problems liegt nicht in mehr Polizei- oder Ordnungsamtspr\u00e4senz, sondern in der St\u00e4rkung pr\u00e4ventiver und sozialp\u00e4dagogischer Angebote und Ma\u00dfnahmen\u201c, sagt Marsha Richarz, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion.<\/p>\n<p>Die CDU-gef\u00fchrte Landesregierung in Sachsen habe jahrzehntelang an wichtigen Stellen gespart. Wichtig sei jetzt ein besserer Personalschl\u00fcssel in Kitas, in der Schulsozialarbeit und bei jugendpsychiatrischen Angeboten.<\/p>\n<p>Besonders entschieden wehrt sich Richarz gegen Sicherheitskr\u00e4fte vor Schulen: \u201eDas w\u00e4re eine Kapitulation vor den gesellschaftlichen und sozialp\u00e4dagogischen Herausforderungen. Wir wollen keine amerikanischen Verh\u00e4ltnisse in Leipzig.\u201c<\/p>\n<p>Weiter sagt Richarz, dass das Jugendamt im Zusammenhang mit der sogenannten Jugendbande konsequent und fachlich einwandfrei agiert habe. \u201eZiel muss immer sein, sozialp\u00e4dagogisch und am einzelnen Kind und Jugendlichen beziehungsweise der ganzen Familie orientierte L\u00f6sungen zu finden, die nachhaltige Verhaltensverbesserungen zum Ziel haben. Repression ist die einfachste Antwort, in den seltensten F\u00e4llen aber eine sinnvolle und langfristig wirksame.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Berichte \u00fcber die Leipziger \u201eJugendbande\u201c haben eine neue Diskussion \u00fcber den richtigen Umgang mit Kinderkriminalit\u00e4t entfacht. 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