{"id":815607,"date":"2026-02-21T21:59:28","date_gmt":"2026-02-21T21:59:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/815607\/"},"modified":"2026-02-21T21:59:28","modified_gmt":"2026-02-21T21:59:28","slug":"moldau-haelt-trotz-russischer-einflussversuche-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/815607\/","title":{"rendered":"Moldau h\u00e4lt trotz russischer Einflussversuche Kurs"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">F\u00fcr viele Menschen bedeutete dies einen tiefen Einschnitt. \u00dcber Jahrzehnte galt <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/russland\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> nicht nur als politischer Partner, sondern auch als kultureller und wirtschaftlicher Bezugspunkt \u2013 oft verbunden mit famili\u00e4ren Beziehungen. Heute ist die Pr\u00e4senz ukrainischer Gefl\u00fcchteter Teil des Alltags. Zwar wanderte die Mehrheit im ersten Kriegsjahr weiter in EU-Staaten, doch viele blieben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Ukrainische Caf\u00e9s, Gesch\u00e4fte und Dienstleistungen geh\u00f6ren inzwischen selbstverst\u00e4ndlich zum Stadtbild, insbesondere in Chi\u0219in\u0103u. Die Hauptstadt entwickelte sich zudem zu einem wichtigen Drehkreuz f\u00fcr Menschen aus der S\u00fcdukraine, vor allem f\u00fcr Flugreisen nach Westeuropa.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">F\u00fcr die moldauische Regierung markierte die Invasion einen tiefgreifenden Wendepunkt. Die F\u00fchrung in Chi\u0219in\u0103u hatte zwar bereits zuvor eine Ann\u00e4herung an die Europ\u00e4ische Union verfolgt, zugleich jedoch eine pragmatische Russlandpolitik betrieben: milit\u00e4rische Neutralit\u00e4t, zur\u00fcckhaltende Au\u00dfenpolitik und der Versuch, g\u00fcnstige Energielieferungen zu sichern, um innenpolitische Reformen voranzutreiben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Dieser Balanceakt wurde mit dem 24. Februar 2022 hinf\u00e4llig. Russlands imperialer Anspruch auf die Ukraine, die aggressive Rhetorik und die Missachtung territorialer Integrit\u00e4t trafen Moldau ins Mark. Das Land kennt die Folgen russischer Einflussnahme aus eigener Erfahrung. Der Transnistrien-Konflikt der fr\u00fchen 1990er-Jahre \u2013 von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/moskau\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Moskau<\/a> politisch befeuert und milit\u00e4risch unterst\u00fctzt \u2013 hinterlie\u00df einen bis heute ungel\u00f6sten Territorialkonflikt. Der fortgesetzte Verbleib russischer Truppen bleibt ein dauerhaftes Hindernis f\u00fcr Moldaus europ\u00e4ische Ambitionen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Historisch teilt Moldau zentrale Erfahrungen mit der Ukraine. Jahrzehnte russischer und sowjetischer Dominanz haben politische Kultur, Identit\u00e4t und gesellschaftliche Debatten gepr\u00e4gt. Die moldauische Gesellschaft bleibt in au\u00dfenpolitischen Fragen gespalten. Umfragen zufolge unterst\u00fctzen etwa 60 Prozent einen EU-Kurs, rund 40 Prozent orientieren sich st\u00e4rker an Russland oder bevorzugen eine neutrale Zwischenposition.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Doch gerade diese Neutralit\u00e4t erweist sich zunehmend als fragil. F\u00fcr einen kleinen Staat ohne belastbare Sicherheitsgarantien ist sie weniger Schutzschild als Risikofaktor. Pr\u00e4sidentin Maia Sandu setzt daher auf eine klare strategische Ausrichtung: Moldaus Zukunft liegt in der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Ihr politischer Erfolg zeigt, dass eine positive Vision mobilisieren kann \u2013 trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten, steigender Lebenshaltungskosten, gesellschaftlicher Polarisierung und massiver Desinformationskampagnen. Die j\u00fcngsten Wahlen machten deutlich, dass russische Einflussversuche weder zwangsl\u00e4ufig erfolgreich noch politisch allm\u00e4chtig sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr viele Menschen bedeutete dies einen tiefen Einschnitt. \u00dcber Jahrzehnte galt Russland nicht nur als politischer Partner, sondern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":815608,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[326,331,332,183138,117700,849,183137,548,13,847,451,845,308,14,15,18223,307,148388,12,226,846,317,312,28920],"class_list":["post-815607","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-326","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-balanceakt","tag-brigitta-triebel","tag-chisinau","tag-einflussversuch","tag-eu","tag-headlines","tag-maia-sandu","tag-militaer","tag-moldau","tag-moskau","tag-nachrichten","tag-news","tag-odessa","tag-russland","tag-russlandfreundliche","tag-schlagzeilen","tag-t-online","tag-transnistrien","tag-ukraine","tag-ukrainekrieg","tag-unhcr"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116110869484582470","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/815607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=815607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/815607\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/815608"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=815607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=815607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=815607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}