{"id":817244,"date":"2026-02-22T14:07:17","date_gmt":"2026-02-22T14:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/817244\/"},"modified":"2026-02-22T14:07:17","modified_gmt":"2026-02-22T14:07:17","slug":"udon-ramen-biang-biang-geheimtipps-fuer-asiatische-nudelrestaurants-in-muenchen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/817244\/","title":{"rendered":"Udon, Ramen, Biang-Biang: Geheimtipps f\u00fcr asiatische Nudelrestaurants in M\u00fcnchen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Ramen-Nudeln, Vermicelli oder vielleicht doch lieber Kartoffelnudeln? Ein Sch\u00e4lchen Surimi, ein gekochtes Ei, Enoki-Pilze oder etwas Brokkoli? Es sind derlei Entscheidungen, die es zu treffen gilt, bevor man an die Kasse und gleich im Anschluss an eine der Kochstation gehen kann. Dort hei\u00dft es dann: Instant-Nudelpackung und Gew\u00fcrzp\u00e4ckchen aufrei\u00dfen, alles mit den Toppings in eine Sch\u00fcssel geben; ausw\u00e4hlen, ob man dicke oder d\u00fcnne Nudeln gew\u00e4hlt hat, auf den Knopf dr\u00fccken und schwups l\u00e4uft Wasser aus einem Hahn. Die Nudeln kochen,\u00a0ein paar Mal umr\u00fchren, und nach nicht einmal zwei Minuten ist sie fertig: die eigens zusammengestellte Nudelsuppe.<\/p>\n<p>Instant-Ramen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Hei\u00dfes Wasser und eben in vielen F\u00e4llen einiges mehr, um Instantnudeln zuzubereiten\u00a0\u2013\u00a0 in vielen asiatischen L\u00e4ndern ist das in Minim\u00e4rkten Standard, am Flughafen Incheon in S\u00fcdkorea gibt es neuerdings sogar eine \u201eRamen Library\u201c samt Kochstation, dort gibt es eine riesige Sammlung an Instantnudeln. Nun h\u00e4lt das Konzept auch in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> Einzug, in der Augustenstra\u00dfe hat zum Beispiel 2025 Yashi\u2019s Asia Store er\u00f6ffnet. Den gr\u00f6\u00dften Convenience Store namens Super K gibt es aber seit Anfang Februar im PEP-Einkaufszentrum in Neuperlach.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Betreiber Thien Bui, geb\u00fcrtiger Vietnamese, war schon oft in S\u00fcdkorea und hat dort sein Faible f\u00fcr jene kleinen Superm\u00e4rkte mit Kochstation entdeckt, die f\u00fcr ihn so viel mehr sind, n\u00e4mlich \u201eTreffpunkt, Alltagsort und eine unkomplizierte M\u00f6glichkeit, schnell etwas zu essen\u201c. Genau das wollte er nach M\u00fcnchen bringen, allerdings ganz bewusst mit dem Fokus auf das Essen und K-Pop-Musik im Hintergrund.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/d6cfb717-09e5-4d15-a691-69a706b81d63.jpg\"   alt=\"Thien Bui hat ein Faible f\u00fcr alles, was mit Korea zu tun hat.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Thien Bui hat ein Faible f\u00fcr alles, was mit Korea zu tun hat. (Foto: Stephan Rumpf)<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/6da5ad00-ecd6-4789-9ade-4c4d78f820a5.jpg\"   alt=\"Im seinem neuen Convenience Store Super K in Neuperlach kann man sich Instant-Nudeln gleich selbst zubereiten. Das Ganze dauert nicht einmal zwei Minuten.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Im seinem neuen Convenience Store Super K in Neuperlach kann man sich Instant-Nudeln gleich selbst zubereiten. Das Ganze dauert nicht einmal zwei Minuten. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das scheint nicht nur bei Jugendlichen anzukommen, beim Besuch sitzen Menschen jeden Alters auf den roten Hockern, die das Zentrum des Gesch\u00e4fts bilden, in dem man, ganz im Sinne eines Supermarkts, auch allerlei koreanische Produkte f\u00fcr daheim kaufen kann. Bui sieht sein Konzept als eine Erg\u00e4nzung zu bereits bestehenden koreanischen Restaurants und \u201eweitere M\u00f6glichkeit, koreanische Alltagskultur kennenzulernen\u201c.<\/p>\n<p>Pho<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Super K ist damit zwar kein ganz klassisches Restaurant, ein Beleg daf\u00fcr, dass L\u00e4den, in denen man authentische asiatische Nudelgerichte bekommt, in M\u00fcnchen gut laufen, ist der Convenience Store trotzdem. Man nehme Pho, jene Nudelsuppe aus Buis Heimat Vietnam. Seit Jahren erfreut sie sich in Deutschland gro\u00dfer Beliebtheit, auch wenn Gark\u00fcchen, die sich ausschlie\u00dflich darauf spezialisiert haben, zumindest in M\u00fcnchen fehlen. Wo man\u00a0Pho trotzdem authentisch zubereitet bekommt? Bui empfiehlt unter anderem das Frau Vo in der Maistra\u00dfe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn es um asiatische Nudelsuppen geht, ist Pho auch nur eine von vielen. Allerdings ist die Menge an Restaurants ausbauf\u00e4hig, die japanische Ramen anbieten, die nicht aus der T\u00fcte kommen. Sicher ist: Am besten schmecken Variationen wie Tonkotsu oder Shoyu aktuell bei Monaco Ramen. Betreiber Erim Kreidel hat nach einigen Zwischenstationen eine feste Bleibe\u00a0in der Pestalozzistra\u00dfe gefunden.<\/p>\n<p>Udon<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neben Ramen gibt es aber eine weitere japanische Nudelart: Udon. Auch hier gibt es bislang nur vereinzelt Restaurants, die sich darauf spezialisiert haben. Seit Oktober 2025 etwas das Umi in der Amalienstra\u00dfe. Dessen Betreiberin Ika Chen hat mit der Er\u00f6ffnung sogar einen echten Foodtrend nach M\u00fcnchen gebracht: die dicken, weichen Nudeln werden hier nicht nur mit japanischem Curry oder mit Suppe serviert, sondern auch als eine Art Carbonara, also Eigelb, Parmesan und wahlweise mit knusprigem Speck oder Pilzen. Oft wird etwas als Fusionk\u00fcche beschrieben, hier wird sie gekocht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bf89ac97-cab4-4bb3-b1e3-0b3564402604.jpg\"   alt=\"Im Umi in der Amalienstra\u00dfe gibt es Udon Carbonara.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Im Umi in der Amalienstra\u00dfe gibt es Udon Carbonara. (Foto: Robert Haas)Pad Thai<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Noch ein Beispiel: Pad Thai. \u00c4hnlich wie im Fall von Pho gibt es kein thail\u00e4ndisches Restaurant, dass sich ausschlie\u00dflich auf die Zubereitung der Reisbandnudeln spezialisiert, auf der Speisekarte steht es jedoch immer. So auch im Krua Thai in der Dachauer Stra\u00dfe. Dort bekommt man Pad Thai sehr authentisch serviert. \u00dcberhaupt landet, wer authentische asiatische K\u00fcche sucht, gerade bei Nudelgerichten noch immer in kleinen Imbissen.<\/p>\n<blockquote class=\"css-138iw2u\"><p>Jede Region schmeckt anders.<\/p><\/blockquote>\n<p>Yina Xu, betreibt Mamma Bao und Uncle Chen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wirklich beachtlich ist die Vielfalt an Restaurants und kleinen Imbissen, die chinesische Nudelgerichte anbieten. Bei einem Streifzug durch die Stadt merkt man schnell: Die kulinarische Vielfalt Chinas ist mindestens so gro\u00df wie das Land. Mian &amp; Co in der Augustenstra\u00dfe bietet eine Auswahl an Nudeln in kr\u00e4ftiger Rinderbr\u00fche. Diese stehen in einer Variation bei Max Beef Noodles am Sendlinger Tor, wo sich regelm\u00e4\u00dfig Schlangen bilden, ebenso auf der Speisekarte wie in der Sichuan K\u00fcche Nudelbar in der Schillerstra\u00dfe. Das Highlight dort: die scharfen Chongqing-Nudeln.<\/p>\n<p>Biang-Biang<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei Mamma Bao\u00a0\u2013 mittlerweile mit zwei Filialen vertreten\u00a0\u2013 gibt es dagegen die deutlich dickeren Biang-Biang-Nudeln, die ohne Br\u00fche auskommen und in der\u00a0Region Shaanxi im Nordwesten Chinas ihren Ursprung haben. Im vergangenen Jahr sind zudem zahlreiche Malatang-L\u00e4den aus dem Boden geschossen: \u00c4hnlich wie im Super K sucht man sich hier Nudelart und Toppings selbst zusammen, wie viel es kostet, bestimmt die Waage, das Kochen in der gew\u00fcnschten Br\u00fche \u00fcbernimmt das Personal. Scharf und leicht bet\u00e4ubend wie in der s\u00fcdwestlichen Region Sichuan, aus der Malatang stammt, muss das in Deutschland nicht immer sein, neben klassischem Hotpot sind auch Tomaten- oder Currybr\u00fchen denkbar.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/56078319-9528-4c65-82c9-121f36828296.jpg\"   alt=\"Die Biang-Biang-Nudeln im Mamma Bao in der Augustenstra\u00dfe werden von Hand gezogen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die Biang-Biang-Nudeln im Mamma Bao in der Augustenstra\u00dfe werden von Hand gezogen. (Foto: Stephan Rumpf)<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/7ed46d60-a090-482c-8efa-92117eb376e3.jpg\"   alt=\"Yina Xu betreibt mehrere chinesische Nudelrestaurants in M\u00fcnchen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Yina Xu betreibt mehrere chinesische Nudelrestaurants in M\u00fcnchen. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Fragt man Yina Xu, warum chinesische Nudeln so beliebt sind, ist die Antwort f\u00fcr sie schnell klar: Es liege daran, sagt die Betreiberin der zwei Mamma-Bao-Filialen und des Uncle Chen, wo es wiederum Dan-Dan-Nudeln gibt, dass die Nudeln in Handarbeit hergestellt werden: \u201eGerade heute, wo vieles industriell produziert ist, merkt man den Unterschied, wenn etwas noch von Hand gemacht wird.\u201c Tats\u00e4chlich ist das bei allen Unterschieden eine Gemeinsamkeit vieler L\u00e4den, die chinesische Nudelgerichte anbieten: egal ob Mian &amp; Co, Max Beef Noodles oder Mamma Bao, \u00fcberall werden die Nudeln von Hand gezogen. Und noch etwas tr\u00e4gt f\u00fcr Xu zum Erfolg bei: Die Gerichte seien f\u00fcr viele etwas Neues und dabei \u201etrotzdem total zug\u00e4nglich\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Letzteres ist Xu auch deshalb wichtig, weil sie den Menschen in Deutschland zeigen will: Chinesische K\u00fcche ist so viel mehr als gebackene Ente und Fr\u00fchlingsrollen. Auch diese Gerichte h\u00e4tten ihre Berechtigung, aber es gebe noch viel mehr zu entdecken: \u201eJede Region schmeckt anders.\u201c<\/p>\n<p>Lagman<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein weiterer Beleg daf\u00fcr sind auch Lagman. Lange gab es lediglich ein paar Imbisse, die neben D\u00f6ner auch eine kleine Auswahl an uigurischen Gerichten anboten. Obwohl die gr\u00f6\u00dfte Exilcommunity der in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/China\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> unterdr\u00fcckten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Uiguren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Uiguren<\/a> in M\u00fcnchen lebt, blieb ihre K\u00fcche lange weitestgehend im Verborgenen. Und so begann auch die Geschichte von Rinat Rahim 2006 mit einem kleinen Laden am Hauptbahnhof. Erst 2019 wagt sie\u00a0den Schritt zum Restaurant. Heute befindet sich das Taklamakan in bester Lage am Isartor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/41f97e5c-6b5f-4eed-bb78-57c688a0e1d5.jpg\"   alt=\"L\u00e4ngst ist aus dem Imbiss Taklamakan ein richtiges Restaurant geworden.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>L\u00e4ngst ist aus dem Imbiss Taklamakan ein richtiges Restaurant geworden. (Foto: Stephan Rumpf)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDieses Konzept wurde gl\u00fccklicherweise zu einer Erfolgsgeschichte\u201c, sagt Rahim heute sichtlich stolz, und es hat sie ermutigt, auch in den Riem-Arcaden uigurische Gerichte und allen voran handgezogene Lagman anzubieten. Ein drittes Restaurant soll noch in diesem Fr\u00fchjahr am Stiglmaierplatz er\u00f6ffnen. Und, auch das sagt Rahim: M\u00fcnchen habe noch gro\u00dfes Potenzial, wenn es um \u201eauthentische regionale K\u00fcchen\u201c geht, allein die Vielfalt asiatischer Nudelgerichte sei schier endlos.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aber egal, ob nun ein Imbiss wie \u201eTengri Tagh Uyghur\u201c in der H\u00e4berlstra\u00dfe, Taklamakan am Isartor oder einer der vielen anderen asiatischen Nudell\u00e4den, die es schon gibt: Die Technik und das Handwerk stammen immer von einem Ort, der viele Tausend Kilometer von M\u00fcnchen entfernt liegt und dabei doch in fast allen F\u00e4llen ein St\u00fcck Heimat oder zumindest Sehnsuchtsort ist. Was f\u00fcr die einen nur ein leckeres Nudelgericht ist, ist f\u00fcr andere auch ein St\u00fcck kulturelle Identit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ramen-Nudeln, Vermicelli oder vielleicht doch lieber Kartoffelnudeln? 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