{"id":817653,"date":"2026-02-22T17:54:19","date_gmt":"2026-02-22T17:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/817653\/"},"modified":"2026-02-22T17:54:19","modified_gmt":"2026-02-22T17:54:19","slug":"verena-leister-foodlab-rueckkehr-der-koechin-und-dinnertable-eroeffnung-mit-philipp-ein-erinnerungswuerdiges-menue-von-kreativen-loeffelgruessen-bis-zum-klassischen-filet-wellington-beglei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/817653\/","title":{"rendered":"Verena Leister Foodlab \u2013 R\u00fcckkehr der K\u00f6chin und Dinnertable-Er\u00f6ffnung mit Philipp; ein erinnerungsw\u00fcrdiges Men\u00fc von kreativen L\u00f6ffelgr\u00fc\u00dfen bis zum klassischen Filet Wellington, begleitet von sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlten Weinen"},"content":{"rendered":"<p>Verena Leister is back in town \u2013 und das ist gut so. Immer wieder ist sie (mal hier \u2013 mal dort) aufgetaucht und die G\u00e4ste mit ihren Kreationen begeistert. Nun hat sie \u2013 zusammen mit ihrem Mann Philipp \u2013 ihr eigenes Foodlab er\u00f6ffnet und legt dort im Rahmen der Kochsternstunden gleich richtig los. Eingerahmt von ihrer Spezialit\u00e4t Essen auf dem L\u00f6ffel, die sie seit der Teilnahme 2016 bei The Taste bekannt gemacht haben, schickte sie aus der K\u00fcche ein Men\u00fc der Extraklasse.<\/p>\n<p>Vor sieben Jahren waren wir ja schon mal an der Adresse \u2013 damals noch oben im Haus im Wohnzimmer der beiden Protagonisten. Der Umzug in ein ehemaliges B\u00fcro und die aufw\u00e4ndige Renovierung desselben haben sich gelohnt: die neuen R\u00e4ume sind praktisch, gro\u00dfz\u00fcgig und elegant. Was Stammg\u00e4ste (irgendwas gibt&#8217;s ja immer zu beklagen) schade fanden: die K\u00fcche ist nun \u2013 anders als in der privaten Wohnung \u2013 hinter einer verschlossenen T\u00fcr. So kann man also die K\u00f6chin nicht mehr st\u00f6ren w\u00e4hrend der Vorbereitung des n\u00e4chsten Gangs \u2013 aber selbstredend beantwortet Verena nach wie vor alle Fragen. Auch wenn die Antwort manchmal eher verwirrend als hilfreich ist, wie die Erl\u00e4uterungen zur Frage: Wie kommt das fl\u00fcssige Eigelb in die Kartoffelpraline? zeigte. Ich \u00fcbersetze mal: es ist kompliziert, aber genau deswegen geht man ja aus und genie\u00dft das Ergebnis, statt sich im Kleinklein der K\u00fcche zu verfitzeln.<\/p>\n<p>Zum Start Lachsforellen als Gru\u00df vom Amselsee<\/p>\n<p>Statt des \u00fcblichen Gru\u00dfes aus der K\u00fcche brachte Verena Leister zu Beginn des Abends einen Gru\u00df vom Amselsee \u2013 quasi als kleinen Werbeblock f\u00fcr die Wanderrast am Amselsee, die sie zusammen mit Philipp betreibt. Allerdings hatten wir nicht die dort sehr beliebten Pommes mit Tr\u00fcffel-Mayonnaise und Parmesan, sondern quasi den Beifang der Imbiss-Station: Philipp z\u00fcchtet dort auch Lachsforellen \u2013 und die eignen sich nat\u00fcrlich hervorragend f\u00fcr einen doppelten L\u00f6ffelgru\u00df! Zum einen war das eine ger\u00e4ucherte Lachsforelle mit Meerrettich, Gew\u00fcrzgurke und Mango und zum anderen war die Lachsforellen gebeizt mit\u00a0 Chilimayo, Crunch und Kresse. Prima Einstimmung, nicht nur aufs ganze Men\u00fc, sondern auch besonders auf den ersten Teil, der mit Austern und Thunfisch weiter K\u00f6stliches aus dem Wasser versprach. Die Gillardeau-Austern \u2013 Philipp hatte sie beim Eintreffen der G\u00e4ste frisch (und unfallfrei) geknackt, schl\u00fcften sich nicht pur, sondern aromatisiert und damit jeweils um einen Kick spannender. Dass es dazu Champagner von Bonnet-Ponson aus der Magnumflasche gab, war \u00fcbrigens auch in Sachen Weinbegleitung ein Zeichen, dass an diesem Abend nicht gekleckert, sondern charmant geklotzt werden sollte.<\/p>\n<p>Was prickelnd begann, setzte sich \u00fcber handwerklich gemachte Weine aus S\u00fcdtirol, Sachsen und dem Piemont fort und fand seinen Abschluss in einem zehn Jahre alten Tawny Port von Niepoort. F\u00fcr die Weinmoderation hatte sich das Team \u2013 zu dem neben Verena und Philipp auch Johanna im Service geh\u00f6rte \u2013 etwas Besonderes einfallen lassen: es wurden eigens aufgenommene kurze Videoclips der Winzer eingespielt, in denen sie die Weine kurz vorstellten. Eine tolle Idee (und ein sehr sinnvoller Einsatz des gro\u00dfen Monitors nebst Soundsystem)! Falls jemand nach dem Lieblingswein fragt: es gab keinen, denn sie waren stimmig ausgew\u00e4hlt. Aber wenn nur einer, dann vielleicht den ganzen Abend den Champagner (plus den Niepoort zum Dessert)\u2026<\/p>\n<p>Als Hauptgang ein hundert Jahre alter Klassiker<\/p>\n<p>\u00c4hnlich schwierig f\u00e4llt die Antwort bei den Speisen aus, von denen eigentlich jeder Gang etwas Erinnerungsw\u00fcrdiges hatte, und das macht&#8217;s doch aus, wenn einem noch Tage sp\u00e4ter der Geschmack in Erinnerung das Wasser im Mund zusammenlaufen l\u00e4sst. Also lobe ich das Wasabisorbet und versuche die Idee f\u00fcr eigenes Thunfisch-Tatar nachzumachen (wohl ahnend, dass das nicht so subtil wird), also bleibt das Eigelb in der Kartoffelpraline, also bleibt die Zartheit des Kalbsb\u00e4ckchens haften. Nur beim Filet Wellington \u2013 da schweifen die Gedanken l\u00e4nger. Denn wo bekommt man denn noch diesen \u00fcber hundert Jahre alten Klassiker? Wer macht sich noch die M\u00fche, das Filet mit einem P\u00fcrre aus Pilzen und Spinat zu ummanteln, dann in Bl\u00e4tterteig zu h\u00fcllen und im Ofen auf den Punkt genau zu garen? Wer traut sich zu, dem durch diese Technik ja saucenfreien Gericht gleich zwei passende Zusatzgeschm\u00e4cker mitzugeben: eine sehr konzentrierte Rotweinjus (wurde auf Wunsch nachgereicht \u2013die Frau sammelt Pluspunkte, wo es nur geht!) und eine an Sauce Bernaise erinnernde Estragon-Emulsion, die sich vom Saucenklassiker vor allem durch die Leichtigkeit unterschied. Also: ein Men\u00fc zum Reinsetzen. Aber sowas macht man ja nicht\u2026<\/p>\n<p>Men\u00fc<\/p>\n<p>Zwei L\u00f6ffel vorab<\/p>\n<p>Austernduett<br \/>&#8211; Wodka | Apfel | Sellerie | Creme Fraiche<br \/>&#8211; Passionsfrucht | Limette | Jalape\u00f1o<\/p>\n<p>Thunfisch | Avocado | Algencracker | Harissa | Wasabisorbet<\/p>\n<p>Kartoffelpraline | Tr\u00fcffel &amp; Eigelb | Steinpilzso\u00dfe<\/p>\n<p>Kalbsb\u00e4ckchen | Brioche-Espuma | Tapioka<\/p>\n<p>Filet Wellington<br \/>Estragon-Emulsion | Pastinakenp\u00fcree | Rotweinjus<\/p>\n<p>Himbeer-Trilogie<br \/>Cr\u00e8me Br\u00fbl\u00e9e | Himbeergel | geeiste Himbeere | Himbeercrunch<\/p>\n<p>L\u00f6ffel<br \/>Schokolade trifft Pistazie<\/p>\n<p>Weinbegleitung<\/p>\n<p>Champagne Bonnet-Ponson \u2013 Cuv\u00e9e perp\u00e9tuelle In\u00e9dite<br \/>Non Dos\u00e9 \u00b7 1er Cru \u00b7 MAGNUM, Frankreich \u00b7 Champagne<\/p>\n<p>SUMM Vino Bianco 2022<br \/>Thomas Niedermayr \u00b7 S\u00fcdtirol \u00b7 Italien<\/p>\n<p>Weissburgunder-Chardonnay Sachsen trocken 2024<br \/>Weingut Schuh \u00b7 Sachsen \u00b7 Deutschland<\/p>\n<p>Barbera d&#8217;Alba Superiore DOC 2023<br \/>Podere Gagliassi \u00b7 Piemont \u00b7 Italien<\/p>\n<p>Barolo DOCG 2021<br \/>Podere Gagliassi \u00b7 Piemont \u00b7 Italien<\/p>\n<p>10 Years Old Tawny Port DOC Vinho do Porto<br \/>Niepoort \u00b7 Porto \u00b7 Portugal<\/p>\n<p>Info<\/p>\n<p>Men\u00fc inkl. Weinbegleitung oder alkoholfreier Getr\u00e4nkebegleitung und Wasser 189 \u20ac<\/p>\n<p><b>Verena Leister Foodlab | Dinnertable | Lounge\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Robert-Matzke-Stra\u00dfe 52<\/p>\n<p>01127 Dresden<\/p>\n<p>Tel. 0151-41639966<br \/>verenaleister.de<\/p>\n<p>[Besucht am 21. Februar 2026]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verena Leister is back in town \u2013 und das ist gut so. 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