{"id":819196,"date":"2026-02-23T09:13:14","date_gmt":"2026-02-23T09:13:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/819196\/"},"modified":"2026-02-23T09:13:14","modified_gmt":"2026-02-23T09:13:14","slug":"werder-bremen-verwirrung-verzweiflung-und-verdruss-im-abstiegskampf-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/819196\/","title":{"rendered":"Werder Bremen: Verwirrung, Verzweiflung und Verdruss im Abstiegskampf &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Wer wissen wollte, wie es aktuell um den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/SV_Werder_Bremen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SV Werder Bremen<\/a> steht, bekam in der 82. Minute sehr anschauliches Studienmaterial pr\u00e4sentiert. Verwirrung, Verzweiflung, Verdruss: Niklas Stark und Mio Backhaus schafften es tats\u00e4chlich, diesen unheilvollen Dreiklang in nur einer Szene zu vereinen. Aus dem Bremer Mittelfeld rollte ein R\u00fcckpass an, dieser war allerdings genau so dosiert, dass keiner wusste, wer f\u00fcr die notwendige Kl\u00e4rungsaktion zust\u00e4ndig sein sollte. Der Verteidiger Stark schirmte den Ball ab und erwartete einen Vorsto\u00df von Backhaus. Der Torwart kalkulierte mir einer tatkr\u00e4ftigen Intervention von Stark. Nimm du ihn, ich hab\u2019 ihn sicher \u2013 diese deutlich \u00fcberstrapazierte Fu\u00dfballweisheit darf herangezogen werden, wenn nicht klappt, was auf Profiniveau wie selbstverst\u00e4ndlich klappen sollte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Stark verhinderte einen Zugriff des gegnerischen St\u00fcrmers letztlich dadurch, dass er den Ball auf die Trib\u00fcne drosch. Es folgte eine Zurechtweisung des Kollegen Backhaus. Backhaus schimpfte zur\u00fcck. Bremer Spieler stemmten ihre H\u00e4nde an die H\u00fcften oder sch\u00fcttelten den Kopf. Und wenig sp\u00e4ter, nach Abpfiff, war der Zustand des SV Werder dann erneut in schonungsloser Transparenz zu besichtigen. Rund um dieses 1:2 beim FC St. Pauli verdichtete sich alles, was der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fu%C3%9Fball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball<\/a> an furchterregenden Zahlen, Fakten und Krisenszenarien zu bieten hat. Der Kiezklub konnte sich durch den Sieg auf den Relegationsplatz 16 vorbeischieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/werder-bremen-daniel-thioune-abstiegskampf-bundesliga-li.3387754\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;mit_aller_kraft_gegen_den_fatalismus&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bundesliga&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3387754&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportwerder-bremen-daniel-thioune-abstiegskampf-bundesliga-li3387754\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/6fa7e4b2-68fe-4ee4-86cb-a4e9ec3b6c27.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Werder Bremen<\/p>\n<p>:Mit aller Kraft gegen den Fatalismus<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Werder baut seine furchterregende Sieglos-Serie auf zw\u00f6lf Spiele aus. Dennoch verliert Trainer Daniel Thioune nicht die Zuversicht \u2013 er verweist auf kommende Gegner, die nicht der FC Bayern sind.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Werder hat dagegen seine Schreckensserie auf 13 Ligaspiele ohne Sieg erweitert, so viele wie nie zuvor in der 127-j\u00e4hrigen Vereinsgeschichte. Und Daniel Thioune, der weiterhin neue Trainer, von dem man sich erhofft hatte, er w\u00fcrde dem Team eine Kehrtwende oder wenigstens sp\u00fcrbare Impulse verpassen \u2013 ist jetzt mit drei Niederlagen nacheinander in den neuen Job gestartet. War\u2019s das nun schon mit dem viel zitierten Trainereffekt, f\u00fcr den Trainerwechsel schlie\u00dflich vorgenommen werden?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eIch habe genug Fantasie\u201c, sagte Thioune, \u201ediese Mannschaft ein St\u00fcck weit wieder in die Spur zu bringen.\u201c Der Coach rang auf der Pressekonferenz mit sich und seinen Mundwinkeln darum, ein L\u00e4cheln zu mobilisieren. Oder wenigstens eine Art von k\u00f6rperlicher Regung, die beweist, dass Thioune, der Werder vor dem Schlimmsten bewahren soll, selbst dran glaubt, der richtige Mann am richtigen Ort zu sein. So hatte er es bei seiner Vorstellung vor zweieinhalb Wochen selbst formuliert. So war er auch sonst aufgetreten, optimistisch, offen, tatkr\u00e4ftig, trotzig. Auch am Sonntag kamen Selbstversicherungsbegriffe wie \u201eZuversicht\u201c noch auff\u00e4llig oft zur Anwendung, sowohl bei Thioune als auch beim Bremer Sportchef Clemens Fritz. Das Problem war nur: Ihre Gesichter spielten da nicht mit. Zuversicht sieht anders aus. Auch dies war sehr eindr\u00fcckliches Studienmaterial dar\u00fcber, wie es gerade um den einst so glorreichen SV Werder steht.<\/p>\n<p>Ein echtes Aufb\u00e4umen bekommt Bremen nicht zustande<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Spiel auf St. Pauli erz\u00e4hlte im Grunde auch die Geschichte der Bremer Saison. Mit Recht durften Thioune und Fritz ihrem Team eine ordentliche erste Halbzeit attestieren; hierbei handelte es sich jedoch um einen Zeitraum, in dem sich die Rahmenhandlung gr\u00f6\u00dftenteils zwischen den Strafr\u00e4umen und fast gar nicht in den relevanten Zonen zutrug. Mit Recht durften Thioune und Fritz zudem an ung\u00fcnstige Begleitumst\u00e4nde erinnern; aufgrund personeller Sorgen musste etwa Mittelfeldmann Senne Lynen auf die linke Innenverteidigerposition r\u00fccken, beim Aufw\u00e4rmen hatte sich der zuletzt spritzige Felix Agu eine Verletzung zugezogen. Ja, man kann sich sogar darauf einigen, dass die Bremer nicht nur kein Gl\u00fcck haben, sondern noch dazu Pech verkraften m\u00fcssen: Als Beleg hierf\u00fcr lie\u00dfe sich auch St. Paulis 1:0-F\u00fchrungstreffer durch Hauke Wahl (55.) auff\u00fchren, bei dem Bremens sonst zuverl\u00e4ssiger junger Torwart Mio Backhaus den Ball aus seinen H\u00e4nden flutschen lie\u00df.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Fehler zu ung\u00fcnstigen Zeitpunkten k\u00f6nnen jedoch nur dann strafmildernd in die Gesamtbetrachtung einflie\u00dfen, wenn es noch wirklich g\u00fcnstige Zeitpunkte gibt. Dieses Bremer Team erreicht allerdings schon viel zu lange keine echten Zwischenh\u00f6hen mehr. Eine solche h\u00e4tte die Phase nach Jovan Milosevics zwischenzeitlichem 1:1 (62.) sein k\u00f6nnen, nicht nur deshalb, weil der zweite Saisontreffer des in der Winterpause geliehenen Serben der erst dritte Mittelst\u00fcrmertreffer der Werder-Saison war. Wenig sp\u00e4ter traf Joel Chima Fujita zu St. Paulis 2:1 (70.). Und wer nun auf ein Aufb\u00e4umen des Bremer Teams gehofft hatte, auf ein echtes Aufb\u00e4umen mit Wille, Leidenschaft, Druckphasen, Chancen und einem stringenten Offensivplan \u2013 der bekam lediglich den SV Werder des Fr\u00fchjahrs 2026 und somit nichts davon zu sehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eHintenraus fehlten uns die Ideen und L\u00f6sungen\u201c, musste Thioune einr\u00e4umen. Das Ergebnis sei \u201eunfassbar ungl\u00fccklich, weil es heute um sehr viel ging\u201c. Diese Beobachtung war auf jeden Fall von der Realit\u00e4t gedeckt, aus mehreren Gr\u00fcnden: Je mehr Negativerlebnisse sich aneinanderreihen, desto schwieriger wird es, sich aus dieser Phase herauszuwinden. Desto st\u00e4rker wird der Druck und desto niedriger das \u201eSelbstvertrauen\u201c, wie nicht nur Bremens Kapit\u00e4n Marco Friedl hinterher bei Sky anmerkte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn man den Trend schon nicht gegen den Abstiegskonkurrenten St. Pauli brechen kann, gegen wen dann? Und vor allem: Wer soll Hoffnung verk\u00f6rpern, wenn bei Thioune bereits erste Abnutzungseffekte aufzutreten scheinen? F\u00fcr \u201eDaniel\u201c, sagte sein Vorgesetzter Fritz, sei es aktuell \u201enicht ganz einfach\u201c. Fritz hat es ihm allerdings auch besonders einfach gemacht: Thioune \u00fcbernahm den Job vor einem Ausw\u00e4rtsspiel in Freiburg und einem Heimspiel gegen den FC Bayern, auch der Zeitpunkt eines Trainerwechsels hat Einfluss auf den erhofften Trainereffekt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach der Partie auf St. Pauli stehen nun zahlreiche Kellerduelle an, mit Heidenheim, Union Berlin, Mainz, Wolfsburg. Die Bremer m\u00fcssen diese Aufgaben zun\u00e4chst ohne ein \u00dcberma\u00df an Selbstbewusstsein angehen. Doch immerhin, die Beteiligten scheinen zu wissen, welche H\u00e4rten in dieser Saison noch zu erwarten stehen. \u201eEs wird bis zum Ende gehen\u201c, prognostizierten sowohl Thioune als auch Fritz. Wortgleich. \u00dcber die Aussichten des SV Werder war somit alles gesagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer wissen wollte, wie es aktuell um den SV Werder Bremen steht, bekam in der 82. 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