{"id":820203,"date":"2026-02-23T18:25:19","date_gmt":"2026-02-23T18:25:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/820203\/"},"modified":"2026-02-23T18:25:19","modified_gmt":"2026-02-23T18:25:19","slug":"deutschland-kaempft-mit-lieferkettenproblemen-i-magazin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/820203\/","title":{"rendered":"Deutschland k\u00e4mpft mit Lieferkettenproblemen | i-Magazin"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\" align=\"center\">Studie von reichelt elektronik zeigt: Deutschland ist am st\u00e4rksten von Engp\u00e4ssen betroffen \u2013 niederl\u00e4ndische und spanische Unternehmen sind dagegen deutlich optimistischer<\/p>\n<p>Deutsche Unternehmen sind deutlich mehr von den Lieferkettenproblemen betroffen als der Rest Europas. Das geht aus der aktuellen Ausgabe des j\u00e4hrlichen Lieferkettenreports von <a href=\"https:\/\/i-magazin.com\/ki-die-elektronikbranche-im-spannungsfeld-zwischen-innovationen-und-nachhaltigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">reichelt elektronik<\/a> hervor. In der nun seit vier Jahren in Folge durchgef\u00fchrten Studie wurden mehr als 1500 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien vom unabh\u00e4ngigen Umfrageinstitut OnePoll befragt.<\/p>\n<p>Deutschland Spitzenreiter bei Lieferengp\u00e4ssen<\/p>\n<p>Mit 32 Prozent berichten deutsche Unternehmen am h\u00e4ufigsten von einem starken Einfluss der Lieferkettenengp\u00e4sse auf ihr Gesch\u00e4ft. Besonders gravierend: In Deutschland und auch den Niederlanden mussten Unternehmen ihre Produktion f\u00fcr durchschnittlich 26,3 bzw. 26,8 Tage stoppen \u2013 damit bilden die beiden L\u00e4nder den absoluten Spitzenwert. In Spanien hingegen gab es durchschnittlich einen Produktionsstopp von 16,7 Tagen.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen gegen diese anhaltenden Probleme fielen in den L\u00e4ndern unterschiedlich aus. Rund 52 Prozent der deutschen Unternehmen gaben zum Beispiel an, Lieferanten diversifiziert zu haben. Spanien hingegen setzt zumeist auf die Umstellung zu lokalen Lieferanten (50%), wohingegen die Niederlande Automatisierungsl\u00f6sungen priorisiert (46%).<\/p>\n<p>Halbleiter-Krise trifft Deutschland am h\u00e4rtesten<\/p>\n<p>Der L\u00e4ndervergleich offenbart auch gro\u00dfe Unterschiede bei der Bauteilbeschaffung: W\u00e4hrend in den Niederlanden 45 Prozent der Unternehmen die Beschaffung kritischer Bauteile als \u201eleicht\u201c bewerten, liegt dieser Wert in Deutschland bei nur 35 Prozent. Besonders gravierend zeigen sich die Lieferengp\u00e4sse bei Halbleitern, einem der wichtigsten Bauteile im KI-Zeitalter. So geben 44 Prozent der deutschen Unternehmen an, Probleme bei der Beschaffung von Halbleitern zu haben \u2013 deutlich mehr als der Durchschnitt (35%) und 21 Prozentpunkte \u00fcber Niederlande, die mit nur 23 Prozent den niedrigsten Wert aufweisen. \u00c4hnlich drastisch zeigt sich das bei den Sensoren: Deutsche Unternehmen melden zu 37 Prozent Engp\u00e4sse, w\u00e4hrend spanische Firmen nur zu 20 Prozent betroffen sind.<\/p>\n<p>Bei der Beschaffung von anderen Bauteilen sticht Deutschland jedoch positiv hervor: Niederl\u00e4ndische Unternehmen k\u00e4mpfen \u00fcberproportional mit Batterie-Engp\u00e4ssen (37% vs. 24% in Deutschland), w\u00e4hrend franz\u00f6sische und italienische Firmen verst\u00e4rkt Probleme bei der Beschaffung von Entwicklerboards haben (31%). Deutschland hat hier mit nur 19 Prozent deutlich am wenigsten mit Lieferengp\u00e4ssen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>B\u00fcrokratieabbau und Digitalisierungsschwierigkeiten: Deutsche Unternehmen fordern st\u00e4rkere EU-Reform<\/p>\n<p>Ein besonders deutlicher Unterschied zeigt sich auch bei den Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft. 55 Prozent der deutschen Unternehmen dr\u00e4ngen auf einen Abbau von B\u00fcrokratie innerhalb der EU \u2013 der absolute Spitzenwert im Vergleich zu den anderen europ\u00e4ischen M\u00e4rkten. So gaben zum Beispiel nur 39 Prozent der niederl\u00e4ndischen Unternehmen an, mit den administrativen H\u00fcrden im europ\u00e4ischen Binnenmarkt zu hadern. Auch zeigten sich deutsche Unternehmen \u00fcberdurchschnittlich stark von Digitalisierungsschwierigkeiten betroffen (50%). Im Gegensatz dazu betrachten in Frankreich lediglich 31 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung als Herausforderung.<\/p>\n<p>Zukunftsaussichten: S\u00fcdeuropa optimistisch, Deutschland zur\u00fcckhaltend<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Unternehmen blicken mit unterschiedlichen Erwartungen in die Zukunft: W\u00e4hrend sich europaweit 52 Prozent der Firmen eine Entspannung der Liefersituation erhoffen, zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Spanische (66%) und italienische Unternehmen (62%) sind dabei wesentlich optimistischer als ihre deutschen (48%), niederl\u00e4ndischen (48%) und franz\u00f6sischen (40%) \u00c4quivalente.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-133924\" class=\"size-halbe-breite wp-image-133924 wpmf_image_lightbox lazyload ewww_webp_lazy_load\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"375\" data-wpmf_image_lightbox=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-297x375.jpg\" data-wpmf_size_lightbox=\"halbe-breite\" data-wpmflightbox=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-297x375.jpg\"  data- data-eio-rwidth=\"297\" data-eio-rheight=\"375\" src-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-297x375.jpg.webp\" srcset-webp=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-297x375.jpg.webp 297w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-238x300.jpg.webp 238w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-812x1024.jpg.webp 812w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-768x969.jpg.webp 768w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-1218x1536.jpg.webp 1218w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-1623x2048.jpg.webp 1623w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-159x200.jpg.webp 159w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-1920x2422.jpg.webp 1920w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-1170x1476.jpg.webp 1170w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-585x738.jpg.webp 585w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-19x24.jpg.webp 19w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-29x36.jpg.webp 29w, https:\/\/i-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Reinwald_Presse_reiclt-elektronik01-38x48.jpg.webp 38w\"\/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-133924\" class=\"wp-caption-text\">Christian Reinwald, Head of Product Management &amp; Marketing bei reichelt elektronik (Bild: reichelt elektronik)<\/p>\n<p>Auch bei der Einsch\u00e4tzung politischer Risiken zeigt sich Deutschland pessimistischer: 68 Prozent sehen politische Entscheidungen als Bedrohung, w\u00e4hrend nur 48 Prozent der franz\u00f6sischen Unternehmen diese Sorge teilen. Ebenso bewerten 66 Prozent der deutschen Unternehmen die globale Wirtschaftslage als schwierig. Getoppt wird dieser Wert nur von Spanien, bei denen sich sogar 76 Prozent besorgt wegen der aktuellen Politik zeigen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken Ausrichtung auf internationale Handelsbeziehungen besonders sensibel auf politische und wirtschaftliche Unsicherheiten reagieren.<\/p>\n<p>Fazit: Deutschland droht R\u00fcckstand in Europa<\/p>\n<p>\u201eDie Studie zeigt deutlich: Deutsche Unternehmen waren von den Herausforderungen im Welthandel besonders stark betroffen\u201c, so Christian Reinwald, Head of Product Management &amp; Marketing bei reichelt elektronik. \u201eZu anhaltenden Lieferkettenproblemen kommen neue Exportz\u00f6lle und politische Unsicherheiten. Das zeigt sich nicht nur in den Wachstumszahlen der letzten Jahre, sondern auch in der Stimmung. W\u00e4hrend andere europ\u00e4ische L\u00e4nder flexibler auf Krisen reagieren und teilweise optimistischer in die Zukunft blicken, \u00e4chzt Deutschland unter den Belastungen. Dennoch w\u00e4re es zu fr\u00fch, das Handtuch in den Ring zu werfen. Deutsche Unternehmen verf\u00fcgen nach wie vor \u00fcber einzigartiges Know-how und gro\u00dfes innovatives Potenzial. Diese St\u00e4rken k\u00f6nnen helfen, die derzeit schwierige Lage zu meistern und langfristig wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen auf: <a href=\"https:\/\/www.reichelt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.reichelt.de<\/a><\/p>\n<p>Quelle: reichelt elektronik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Studie von reichelt elektronik zeigt: Deutschland ist am st\u00e4rksten von Engp\u00e4ssen betroffen \u2013 niederl\u00e4ndische und spanische Unternehmen sind&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":820204,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,183835,152560,29,30,13,6469,14,3923,15,3921,183836,12,11748],"class_list":["post-820203","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-de","tag-deutsche-industie","tag-deutscher-markt","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-lieferkette","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-reichelt-elektronik","tag-schlagzeilen","tag-studie"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116121352936219183","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/820203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=820203"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/820203\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/820204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=820203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=820203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=820203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}