{"id":822782,"date":"2026-02-24T20:11:17","date_gmt":"2026-02-24T20:11:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/822782\/"},"modified":"2026-02-24T20:11:17","modified_gmt":"2026-02-24T20:11:17","slug":"epstein-skandal-regierung-will-akten-zu-andrew-mountbatten-windsor-freigeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/822782\/","title":{"rendered":"Epstein-Skandal: Regierung will Akten zu Andrew Mountbatten-Windsor freigeben"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die britische Regierung will im Zuge der<br \/>\nEpstein-Aff\u00e4re Dokumente zur Berufung des fr\u00fcheren Prinzen Andrew als Handelsbeauftragten ver\u00f6ffentlichen. Das sagte Handelsstaatssekret\u00e4r Chris Bryant bei einer Debatte im Unterhaus. Die oppositionellen Liberaldemokraten hatten zuvor eigenen Angaben zufolge einen entsprechenden Parlamentsantrag eingereicht. Mountbatten-Windsor soll als Handelsbeauftragter geheime<br \/>\nGesch\u00e4ftsinformationen an den sp\u00e4ter verurteilten Sexualstraft\u00e4ter <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/jeffrey-epstein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jeffrey Epstein<\/a> weitergegeben haben. Deswegen ermittelt nun die Polizei. Das britische Parlament hat der Ver\u00f6ffentlichung der Unterlagen bereits zugestimmt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Wir<br \/>\n stehen dem nicht im Weg. Wir werden alles tun, dem nachzukommen, so<br \/>\nschnell wir k\u00f6nnen&#8220;, sagte Bryant. Er schr\u00e4nkte jedoch ein, die Regierung k\u00f6nne kein<br \/>\nMaterial ver\u00f6ffentlichen, das von der Polizei f\u00fcr Ermittlungen ben\u00f6tigt<br \/>\nwerde. Er kritisierte jedoch, Mountbatten-Windsor sei &#8222;ein Mann, der st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt war,<br \/>\nsich selbst zu beweihr\u00e4uchern und zu bereichern&#8220;. Die Ver\u00f6ffentlichung der Dokumente sei nun &#8222;das Mindeste, was wir den Opfern dieser Gr\u00e4ueltaten, die von Epstein und anderen begangen wurden, schuldig sind&#8220;, sagte der Labour-Politiker Bryant. Er wies zugleich darauf hin, dass die Regierung sich von der Polizei beraten lassen m\u00fcsse, welche Dokumente freigegeben werden k\u00f6nnen, um die Ermittlungen nicht zu gef\u00e4hrden.\n<\/p>\n<p>        Politik bem\u00fcht sich um Aufkl\u00e4rung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mountbatten-Windsor war von<br \/>\n2001 bis 2011 Handelsbeauftragter f\u00fcr Gro\u00dfbritannien. &#8222;Die \u00d6ffentlichkeit verlangt zu Recht Aufkl\u00e4rung dar\u00fcber, wie Andrew<br \/>\n Mountbatten-Windsor in eine so hochrangige Handelsfunktion berufen<br \/>\nwerden konnte&#8220;, sagte der Parteichef der Liberaldemokraten, Ed Davey.<br \/>\n &#8222;Niemand, ungeachtet seines Titels oder seiner Freunde, sollte der<br \/>\nparlamentarischen Kontrolle entzogen sein.&#8220; Davey hatte den Antrag auf die Ver\u00f6ffentlichung der Unterlagen gestellt.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Es geht jedoch nicht nur um die Weitergabe von Informationen. Virginia Giuffre warf Mountbatten-Windsor zudem vor, sie als Minderj\u00e4hrige sexuell missbraucht zu haben. Mountbatten-Windsor bestreitet die Vorw\u00fcrfe, doch <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2025-10\/prinz-andrew-virginia-giuffre-missbrauch-vorwuerfe-verschwiegenheitsklausel\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">eine Zivilklage Giuffres in<br \/>\nden USA endete Berichten zufolge in einem millionenschweren Vergleich<\/a>. Mountbatten-Windsor <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2025-10\/prinz-andrew-titel-york-epstein\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">verlor in der Folge s\u00e4mtliche Titel und Ehrungen<\/a>.\n<\/p>\n<p>                        Verdacht gegen Mandelson        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Antrag kommt nur einen Tag <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/peter-mandelson-kaution-frei-grossbritannien-epstein\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nach der vor\u00fcbergehenden Festnahme des fr\u00fcheren Wirtschaftsministers Peter Mandelson<\/a>, einem weiteren Prominenten aus der britischen Politik, der in den Epstein-Skandal verwickelt sein soll. Dem fr\u00fcheren britischen Botschafter in den USA wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben. Neu ver\u00f6ffentlichte Epstein-Akten zeigten zudem, dass Mandelson, als er von 2008 bis 2010 Minister unter Premierminister Gordon Brown war, vertrauliche Finanzdaten der damaligen Labour-Regierung an Epstein weitergegeben haben soll.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Verdachtsf\u00e4lle setzen auch die aktuelle Regierung unter Druck \u2013 vor allem auch f\u00fcr die Labour-Partei von Premierminister Keir Starmer, unter deren Regierungszeit sowohl Mountbatten-Windsor als auch Mandelson in ihre<br \/>\nPositionen ernannt worden waren. Die Regierung hat bereits zugesagt, im<br \/>\nkommenden Monat erste Dokumente zur Ernennung des ehemaligen<br \/>\nWirtschaftsministers zum britischen Botschafter in Washington zu<br \/>\nver\u00f6ffentlichen.\n<\/p>\n<p>            Die Ermittlungsakten zum Fall Jeffrey Epstein<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Jeffrey Epstein war ein US-Investor und Multimillion\u00e4r, der ein <strong>Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung Minderj\u00e4hriger und zum Menschenhandel<\/strong> betrieben haben soll. 2007 erreichten seine Anw\u00e4lte in Florida nach ersten Ermittlungen einen umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft, Epstein erhielt im Jahr darauf eine \u00fcberraschend milde Strafe. 2019 wurde er jedoch <strong>erneut verhaftet und auf Bundesebene angeklagt. <\/strong>Wenige Wochen sp\u00e4ter <strong>starb Epstein in Untersuchungshaft,<\/strong> nach offiziellen Angaben durch Suizid.<\/p>\n<p>Aufgrund des Ausma\u00dfes der Taten ist das \u00f6ffentliche Interesse an dem Fall sehr gro\u00df. Insbesondere die Kontakte zahlreicher Prominenter zu Epstein sowie dessen Tod sorgen f\u00fcr <strong>unz\u00e4hlige Spekulationen.<\/strong> US-Pr\u00e4sident Donald Trump, der selbst in den Unterlagen auftaucht und Kontakt zu Epstein hatte, versprach im Wahlkampf Aufkl\u00e4rung sowie die Ver\u00f6ffentlichung der Ermittlungsakten. Nach seinem Amtsantritt gab das US-Justizministerium allerdings\u00a0<strong>nur sehr unsystematisch und in kleinen Schritten<\/strong> Informationen zum Fall Epstein heraus. Trump wurde daf\u00fcr auch von seiner eigenen Anh\u00e4ngerschaft kritisiert.<\/p>\n<p>Ein im November 2025 vom Kongress verabschiedetes <strong>Gesetz verpflichtete die Beh\u00f6rden schlie\u00dflich zur Herausgabe<\/strong> aller unklassifizierten Ermittlungsakten. In der Folge gab das Justizministerium die Akten in mehreren Sch\u00fcben frei \u2013 deutlich langsamer als im Gesetz vorgesehen. Das Ministerium begr\u00fcndete die Verz\u00f6gerungen mit dem Schutz der Opfer; zahlreiche Stellen in den Akten h\u00e4tten zun\u00e4chst geschw\u00e4rzt werden m\u00fcssen. Dabei gingen die Beh\u00f6rden jedoch ungenau vor, viele Betroffene konnten in den Unterlagen identifiziert werden.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Frist zur Herausgabe der Unterlagen endete am 19. Dezember 2025. An diesem Tag sowie in den Tagen danach gab das Justizministerium zahlreiche \u2013 teils nahezu vollst\u00e4ndig geschw\u00e4rzte \u2013 Dokumente heraus. Doch erst <strong>am 30. Januar erfolgte die umfangreichste Ver\u00f6ffentlichung:<\/strong> <strong>Mehr als drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und 180.000 Bilddateien<\/strong>\u00a0wurden freigegeben. Laut dem Justizministerium ist es die wohl letzte Ver\u00f6ffentlichung von Ermittlungsakten; man habe die gesetzlichen Vorgaben erf\u00fcllt, teilte das Ministerium mit.\n<\/p>\n<p>        Druck auf Starmer        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Starmer selbst ger\u00e4t ebenfalls zunehmend in Bedr\u00e4ngnis. Er hatte Mandelson Anfang vergangenen Jahres<br \/>\nzum US-Botschafter ernannt \u2013 obwohl er nach eigenen Angaben bereits von Mandelsons Kontakt mit Epstein wusste. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/grossbritannien-epstein-skandal-keir-starmer-verliert-kabinettssekretaer\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zwei von Starmers engsten Beratern traten wegen<br \/>\nder Aff\u00e4re bereits zur\u00fcck<\/a>. Der Premierminister selbst erkl\u00e4rte hingegen, im Amt bleiben zu wollen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Epstein wurde bereits 2008 erstmals<br \/>\nverurteilt, weil er eine<br \/>\nMinderj\u00e4hrige zur Prostitution angestiftet hatte. Wegen eines<br \/>\numstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur<br \/>\n eine 18-monatige Haftstrafe. 2019 wurde Epstein erneut verhaftet. Er soll Tausende Minderj\u00e4hrige und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/07\/klage-jeffrey-epstein-jane-doe-ghislaine-maxwell-investor-b-new-york\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">junge Frauen missbraucht und anderen zum Missbrauch vermittelt haben<\/a>. Epstein beging nach offiziellen Angaben in seiner New Yorker Gef\u00e4ngniszelle<br \/>\nSuizid. Die Aufarbeitung seiner Verbrechen dauert an.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Epstein-Akten        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/jeffrey-epstein-dokumente-reaktionen-timeline\" data-ct-label=\"Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die wichtigsten Entwicklungen im Fall Epstein\" data-uuid=\"d21f3d81-96bd-4285-87da-532156291d04\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Timeline zu den Epstein-Files:<br \/>\n                        Das sind die wichtigsten Entwicklungen im Fall Epstein<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/unterhaltung\/2026-02\/andrew-mountbatten-windsor-fehlverhalten-festnahme-epstein-files\" data-ct-label=\"Andrew Mountbatten-Windsor: Er kann sich hinter nichts mehr verstecken\" data-uuid=\"642772f2-0902-4df0-9384-11e50356a92b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Andrew Mountbatten-Windsor:<br \/>\n                        Er kann sich hinter nichts mehr verstecken<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/ex-prinz-andrew-festnahme-grossbritannien-monarchie\" data-ct-label=\"Gro\u00dfbritannien: Diese Festnahme setzt den K\u00f6nig unter Druck\" data-uuid=\"771b4fc9-73c2-45f4-818d-6b50bdfe6068\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Gro\u00dfbritannien:<br \/>\n                        Diese Festnahme setzt den K\u00f6nig unter Druck<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die britische Regierung will im Zuge der Epstein-Aff\u00e4re Dokumente zur Berufung des fr\u00fcheren Prinzen Andrew als Handelsbeauftragten ver\u00f6ffentlichen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":822783,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[155],"tags":[134847,29,214,176366,30,551,23542,569,163707,16,5502,215],"class_list":["post-822782","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unterhaltung","tag-andrew-mountbatten-windsor","tag-deutschland","tag-entertainment","tag-epstein-skandal","tag-germany","tag-grossbritannien","tag-jeffrey-epstein","tag-monarchie","tag-peter-mandelson","tag-politik","tag-sexueller-missbrauch","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116127431727202571","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/822782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=822782"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/822782\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/822783"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=822782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=822782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=822782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}