{"id":822869,"date":"2026-02-24T20:56:13","date_gmt":"2026-02-24T20:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/822869\/"},"modified":"2026-02-24T20:56:13","modified_gmt":"2026-02-24T20:56:13","slug":"1000-menschen-zeigen-solidaritaet-mit-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/822869\/","title":{"rendered":"1000 Menschen zeigen Solidarit\u00e4t mit der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Dresden. Wieder versammeln sie sich am 24. Februar auf dem Dresdner Neumarkt. Seit vier Jahren schon. Auch an diesem Dienstagnachmittag str\u00f6men die Menschen vor die Frauenkirche. Zun\u00e4chst stehen sie etwas verloren da, doch dann werden es mehr und mehr. Schlie\u00dflich sind es knapp tausend Dresdner und Ukrainer, die gemeinsam an den Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine erinnern. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Viele tragen Gelb und Blau, die Nationalfarben der Ukraine. Sie haben sich Fahnen um die Schulter gelegt oder um die H\u00fcfte gebunden. Auf Transparenten steht \u201eStand with Ukraine\u201c oder \u201eMenschen sind der Schl\u00fcssel\u201c. Sie machen Selfies, liegen sich in den Armen, manche weinen. <\/p>\n<p>\u201eFreiheit braucht Solidarit\u00e4t\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Natalija Bock begr\u00fc\u00dft die Demonstranten auf einem Lkw und betont, dass sich die Ukraine nicht erst seit vier Jahren gegen russische Aggressionen verteidigt, es seien bereits zw\u00f6lf. Die geb\u00fcrtige Ukrainerin ist unter anderem Mitbegr\u00fcnderin des Ukrainischen Hauses und Vorsitzende von Plattform Dresden e.V. und sagt: \u201eFreiheit braucht Solidarit\u00e4t f\u00fcr die Zukunft Europas.\u201c Das sei das Motto dieser Demo. Freiheit bedeute, \u201edass Menschen f\u00fcreinander einstehen und nicht wegsehen\u201c.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Die Gr\u00fcnen-Landtagsabgeordnete Katja Meier greift Bocks Solidarit\u00e4tsgedanken auf. Sie betont die \u201eunglaubliche Tapferkeit der Ukrainer, ihre Widerstandskraft, ihre Kreativit\u00e4t und ihre Innovationen, um zu \u00fcberleben, indem sie aus Not Gemeinschaft machen\u201c. Die Menschen k\u00e4mpften um ein selbstbestimmtes Leben, ihre Resilienz sei \u201ezutiefst beeindruckend\u201c. Die Ukrainer erg\u00e4ben sich nicht ihrem Schicksal, sondern hielten fest an ihrem Leben, ihrer W\u00fcrde und ihrer Zukunft.<\/p>\n<blockquote><p>Solidarit\u00e4t verlangt Haltung, Mut und Menschlichkeit. Wir stehen alle an der Seite der Ukraine f\u00fcr Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 jpwDCb\">Martin Modschiedler, CDU-Abgeordneter und S\u00e4chsischer Integrationsbeauftragter.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Sp\u00e4ter bittet Natalija Bock ihre Zuh\u00f6rer, eine Minute lang ihre Schl\u00fcssel zu sch\u00fctteln. Das ged\u00e4mpfte Klirren soll mahnen, dass Russland 19.000 Kinder verschleppt habe und ukrainische Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft auch oft gefoltert w\u00fcrden. Mit der Schl\u00fcsselperformance w\u00fcrden Menschen in vielen Gro\u00dfst\u00e4dten an russische Kriegsverbrechen erinnern. Dresden sei jetzt eine von ihnen, bemerkt Bock.<\/p>\n<p>Ein Leben davor \u2013 und eines danach<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Eine junge Frau aus Odessa, die vor knapp vier Jahren nach Dresden geflohen ist, berichtet von den ersten Kriegstagen. Die B\u00fcrger in Odessa h\u00e4tten sich am Strand getroffen, Sch\u00fctzengr\u00e4ben ausgehoben, Sands\u00e4cke gef\u00fcllt und Molotow-Cocktails hergestellt. Notgedrungen habe sie ihre Heimat dennoch verlassen. F\u00fcr sie gebe es jetzt nur noch \u201eein Leben davor\u201c und ein \u201eLeben danach\u201c, sagt sie. Es gebe nichts Schrecklicheres, als ein Leben unter russischer Herrschaft. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Martin Modschiedler \u2013 der CDU-Landtagsabgeordnete ist S\u00e4chsischer Integrationsbeauftragter \u2013 sagt: \u201eSolidarit\u00e4t verlangt Haltung, Mut und Menschlichkeit. Wir stehen alle an der Seite der Ukraine f\u00fcr Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung.\u201c Weiter sagt er, Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine, die in Sachsen leben, \u201esehnen sich danach, in ihre Heimat zur\u00fcckzukehren \u2013 und dennoch wollen sie sich hier integrieren\u201c. Integration sei die \u201eerste politische Aufgabe, ein Ausdruck der Menschlichkeit\u201c.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>\u201eSelbsts\u00fcchtige Gesch\u00e4ftsinteressen\u201c<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Mehrere Redner wie der SPD-Abgeordnete Martin Dulig oder der Dresdner FDP-Chef Holger Hase betonen das Auftreten von US-Pr\u00e4sident Donald Trump gegen\u00fcber dem russischen Machthaber Wladimir Putin: \u201eEin KGB-Offizier steht einem Businessman gegen\u00fcber\u201c, sagt Dulig, \u201eauf einmal ist der Aggressor ein Gesch\u00e4ftspartner \u2013 das kann doch nicht sein!\u201c <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Hase erinnert an die N\u00fcrnberger Prozesse vor 80 Jahren, als die Alliierten \u00fcber Nazi-Deutschland zu Gericht sa\u00dfen, und sagt, heute w\u00fcrden \u201eDeals\u201c der US-Administration eine regelbasierte Weltordnung abl\u00f6sen. Die Vereinten Nationen oder die Nato etwa drohten, von selbsts\u00fcchtigen Gesch\u00e4ftsinteressen Trumps verdr\u00e4ngt zu werden.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 dKgfuR\">Einen kleinen Unterschied zu fr\u00fcheren Jahrestagen gibt es, als die Demo loszieht. Die knapp 1000 Menschen sind etwas leiser auf ihrer Runde durch die City. Aber sie stehen zusammen.<\/p>\n<p class=\"Editorialstyled__Editorial-sc-1bfvh9l-0 cSmjnJ\">SZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden. Wieder versammeln sie sich am 24. Februar auf dem Dresdner Neumarkt. Seit vier Jahren schon. 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