{"id":823075,"date":"2026-02-24T22:57:14","date_gmt":"2026-02-24T22:57:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823075\/"},"modified":"2026-02-24T22:57:14","modified_gmt":"2026-02-24T22:57:14","slug":"dystopische-ki-prognose-schreckt-anleger-auf-aktien-stuerzen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823075\/","title":{"rendered":"Dystopische KI-Prognose schreckt Anleger auf \u2013 Aktien st\u00fcrzen ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCCnp tspCCnq\">Das Szenario: <strong>Massenentlassungen<\/strong>, eine von KI-Agenten angetriebene Rekordproduktivit\u00e4t und das Ende der Konsumwirtschaft. Keine reale Prognose, sondern ein hypothetisches Szenario, das das Analysehaus Citrini Research in <a href=\"https:\/\/www.citriniresearch.com\/p\/2028gic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">einem Bericht<\/a> entwirft, der k\u00fcrzlich viral gegangen ist und Anleger aufgeschreckt hat. An der Wall Street befeuerte der Zukunftsentwurf zum Wochenanfang erneut die Furcht vor <strong>massiven Umw\u00e4lzungen durch den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz<\/strong>\u00a0\u2013 und lie\u00df Software-Aktien abst\u00fcrzen.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">\u201eThe 2028 Global Intelligence Crisis\u201c hei\u00dft der Bericht. Citrini nennt es \u201eein Gedankenexperiment zur <strong>Finanzgeschichte aus der Zukunft<\/strong>\u201c. Weil KI-Agenten immer mehr Aufgaben \u00fcbernehmen, steigt in dem darin entworfenen Szenario die Arbeitslosenquote in den USA im Juni 2028 auf 10,2 Prozent\u00a0\u2013 so hoch war sie in Deutschland zuletzt im Jahr 2006. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Was heute noch 10.000 B\u00fcroangestellte in Manhattan erledigen, schaffen dann die Recheneinheiten eines GPU-Clusters in North Dakota. Die Produktivit\u00e4t steigt, der Margendruck auch, <strong>Firmen investieren nicht mehr in Angestellte<\/strong>, sondern in noch mehr KI-Leistung.<\/p>\n<p> \u201eEine neue, fast schon surreale Eskalationsstufe\u201c <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">\u201eDie <strong>Angst vor einer KI-Disruption<\/strong> hat an den US-B\u00f6rsen gestern eine neue, fast schon surreale Eskalationsstufe erreicht\u201c, beschreibt Stephan Kemper, Investmentstratege bei BNP Paribas, die Entwicklung. Als Ausl\u00f6ser nennt er den Blogpost von Citrini mit mehreren Millionen Aufrufen auf der Plattform X. Die Dynamik an den M\u00e4rkten habe sich drastisch verschoben, soziale Medien dominierten die Kursverl\u00e4ufe. <\/p>\n<p class=\"tspAEf2\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspAEf8\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">\u201eWenn ein einzelner Blogpost ausreicht, um branchen\u00fcbergreifend zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge an Marktwert zu vernichten, zeigt das, wie fragil das Vertrauen in traditionelle Gesch\u00e4ftsmodelle geworden ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Der Citrini-Bericht hat bei Kleinanlegern offenbar einen Nerv getroffen und ist viral gegangen. \u201eDer Hinweis war mir bereits Ende letzter Woche rund zehnmal weitergeleitet worden und war in meinen sozialen Medien allgegenw\u00e4rtig\u201c, erz\u00e4hlt Deutsche Bank-\u00d6konom Jim Reid. <\/p>\n<p> Mehr Stimmung als Substanz? <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">\u201eWie bei Matt Shumers viralem Beitrag \u2018<a href=\"https:\/\/x.com\/mattshumer_\/status\/2021256989876109403\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">Something big is happening<\/a>\u2019 vor einigen Wochen, der ebenfalls mit erheblichen Aktienverlusten in Verbindung gebracht wurde, st\u00fctzt sich das Argument stark auf Narrative und Emotionen statt auf harte Belege\u201c. In beiden F\u00e4llen sei es mehr um Stimmung als um Substanz gegangen, so Reid. Shumer hatte beschrieben, welchen <strong>Quantensprung die j\u00fcngsten KI-Modelle von Claude und ChatGPT<\/strong> im Vergleich zu fr\u00fcheren Versionen gemacht haben und wie desastr\u00f6s dies f\u00fcr manche Branchen sein k\u00f6nnte, etwa f\u00fcr Juristen oder Programmierer. <\/p>\n<p class=\"tspAEf2\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspAEf8\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Die entworfenen Negativ-Szenarien treffen bei den ohnehin verunsicherten Anlegern auf fruchtbaren Boden. Der US-Software-Index brach am Montag um mehr als vier Prozent ein. Seit Jahresbeginn hat er fast ein Viertel seines Werts verloren. Anleger werfen nicht nur Aktien von Softwarefirmen aus ihren Depots, sondern trennen sich auch von Unternehmen aus Branchen, die anf\u00e4llig f\u00fcr Automatisierung sind. Die Auswirkungen der KI k\u00f6nnten dem US-Unternehmer Shumer zufolge viel gr\u00f6\u00dfer sein als die Covid-Krise von 2020, die alles auf den Kopf stellte, von den globalen Lieferketten bis hin zum Schulsystem.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Zwar liegen die globalen Aktienm\u00e4rkte weiterhin in Reichweite ihrer Rekordst\u00e4nde, doch das verdeckt eine massive Rotation weg von vielen KI-lastigen Unternehmen hin zu defensiven Aktien oder profitablen Bereichen der Lieferkette. \u201eKI ist real &#8230; die Divergenz ist real, und der Ausverkauf im Software-Bereich ist sinnvoll, da KI dazu f\u00fchren wird, dass das <strong>Programmieren an Bedeutung verliert<\/strong>\u201c, sagt Christopher Forbes, Leiter f\u00fcr Asien und den Nahen Osten beim Finanzdienstleister CMC Markets. Zu den Gewinnern z\u00e4hlt er <strong>Chiphersteller<\/strong>, Rechenzentren und die <strong>Energiebranche<\/strong>.<\/p>\n<p> \u201eIch w\u00fcrde es ernst nehmen, aber nicht w\u00f6rtlich\u201c <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Nach dem Ausverkauf zum Wochenstart beruhigte sich die Stimmung an der Wall Street am Dienstag. Die positiven Auswirkungen der KI auf die Weltwirtschaft w\u00fcrden \u00fcbersehen, monierten B\u00f6rsianer. Kritiker werfen dem Citrini-Bericht vor, die <strong>Anpassungsf\u00e4higkeit der Wirtschaft<\/strong> zu untersch\u00e4tzen. \u201eIch w\u00fcrde es ernst nehmen, aber nicht w\u00f6rtlich\u201c, sagte Nick Ferres, Gr\u00fcnder der Investmentfirma Vantage Point Asset Management.<\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Der renommierte US-Autor Derek Thompson von \u201eThe Atlantic\u201c warnte ebenfalls vor Panikmache. \u201eIch m\u00f6chte, dass die Leute die eigentliche Geschichte dahinter erkennen, n\u00e4mlich dass die Diskussion \u00fcber KI ein Marktplatz konkurrierender Science-Fiction-Erz\u00e4hlungen ist\u201c, <a href=\"https:\/\/x.com\/DKThomp\/status\/2026289817735098688\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">schrieb er bei X<\/a>. \u201eDas Ma\u00df an Unsicherheit ist so hoch und die Qualit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit von Echtzeitinformationen \u00fcber die makro\u00f6konomischen Auswirkungen von KI so d\u00fcrftig, dass sehr ernsthafte Gespr\u00e4che \u00fcber KI oft eher literarischer Natur sind als wirklich analytisch\u201c. <\/p>\n<p class=\"tspAEf2\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. 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Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnp\">Die n\u00e4chste Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr die M\u00e4rkte steht bereits vor der T\u00fcr: Die Ergebnisse des KI-Vorreiters Nvidia am Mittwoch nach US-B\u00f6rsenschluss. \u201eBislang hat der Aktienmarkt in diesem Jahr ein Szenario eingepreist, in dem <strong>KI unser Frankenstein-Monster<\/strong> ist\u201c, beschreibt Ed Yardeni von der Beratungsfirma Yardeni Research die Stimmung. \u201eWir glauben weiter, dass KI die Produktivit\u00e4t der Arbeitnehmer steigert, anstatt sie zu verdr\u00e4ngen.\u201c (Reuters \/ jmi)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Szenario: Massenentlassungen, eine von KI-Agenten angetriebene Rekordproduktivit\u00e4t und das Ende der Konsumwirtschaft. 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