{"id":823172,"date":"2026-02-24T23:48:13","date_gmt":"2026-02-24T23:48:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823172\/"},"modified":"2026-02-24T23:48:13","modified_gmt":"2026-02-24T23:48:13","slug":"neujahrsempfang-der-universitaetsmedizin-leipzig-widmete-sich-der-berufswelt-der-zukunft-im-gesundheitswesen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823172\/","title":{"rendered":"Neujahrsempfang der Universit\u00e4tsmedizin Leipzig widmete sich der Berufswelt der Zukunft im Gesundheitswesen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem Blick in die Zukunft der Berufswelt Medizin startete die Universit\u00e4tsmedizin Leipzig das Jahr 2026. Wie wird die Arbeit im Gesundheitswesen k\u00fcnftig aussehen, und was brauchen und wollen Young Professionals, um in dieser Branche t\u00e4tig zu werden \u2013 diese Fragen diskutierten am 23. Februar die Podiumsg\u00e4ste gemeinsam mit den 350 Besuchern des traditionellen Neujahrsempfangs im FELIX Leipzig. Die Antwort: Ein Zusammenspiel aus Sinn, Innovation und Flexibilit\u00e4t \u2013 beste Aussichten also f\u00fcr Universit\u00e4tsklinika wie das UKL?<\/p>\n<p>Dass deren Verantwortung dabei, in Zusammenarbeit mit den Medizinischen Fakult\u00e4ten, mehr umfasst als nur die Absicherung der eigenen Nachwuchsgewinnung, war ein zentrales Thema des Abends. \u201eAls Orte der Aus-, Fort- und Weiterbildung f\u00fcr verschiedene Gesundheitsberufe sehen wir uns in der Pflicht, die Sicherung des Nachwuchses auch au\u00dferhalb der Ballungszentren und Uniklinika zu gew\u00e4hrleisten\u201c, sagte dazu Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig (UKL). <\/p>\n<p>Daf\u00fcr m\u00fcssten viele Aspekte in den Blick genommen werden \u2013 von der Digitalisierung \u00fcber die Akademisierungsbestrebungen zum Beispiel der Pflege oder Physiotherapie bis hin zur Flexibilisierung von Lebens-Arbeitszeitmodellen. Erst letztes Jahr konnten am UKL erneut \u00fcber 200 Vollzeit-Stellen neu geschaffen und besetzt werden, mehrheitlich in der Pflege. Der viel zitierte Fachkr\u00e4ftemangel zeigt sich hier eher als ein Problem einzelner hochspezialisierter Bereiche. <\/p>\n<p>\u201eAls gro\u00dfes modernes Klinikum der Maximalversorgung, das regelm\u00e4\u00dfig in nationalen Rankings unter den Top 10, auch als Arbeitgeber, rangiert, gelegen in einer attraktiven Gro\u00dfstadt, genie\u00dfen wir hier sicherlich einen Bonus\u201c, so Josten weiter.<\/p>\n<p>Spannungsfelder Arbeitswelt und Demografie<\/p>\n<p>Diese Entwicklung best\u00e4tigte auch Dr. Francesco De Meo, bis 2023 langj\u00e4hriger Vorstand der HELIOS-Kliniken und Gast auf dem Podium des Neujahrsempfangs. Dennoch sei dies kein Grund, sich als Uniklinikum entspannt zur\u00fcckzulehnen \u2013 denn die Talente von morgen haben die Wahl und suchen nach Arbeitsorten, die wirklich mit der Zeit gehen: Mit vielf\u00e4ltigen Arbeitszeitmodellen, individuellen Karrierewegen, einer digital optimierten Arbeitsumgebung und einer F\u00fchrungskultur auf Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p>\u201eWir stellen uns mit viel Einsatz seit Jahren diesen durchaus herausfordernden Aufgaben\u201c, beschreibt es Dr. Robert Jacob, Kaufm\u00e4nnischer Vorstand des UKL. Als Ergebnis wurden ab diesem Jahr eine 38,5-Stunden-Woche im nicht-\u00e4rztlichen Bereich und eine 40-Stunden-Woche f\u00fcr die Mediziner etabliert, ebenso wie ein Zeitwertkonto f\u00fcr eine flexiblere Gestaltung der Lebensarbeitszeit. <\/p>\n<p>\u201eParallel versuchen wir, wie alle anderen auch, im Eiltempo die deutschlandweiten Vers\u00e4umnisse in der Digitalisierung der Kliniken und des Gesundheitswesens aufzuholen, was allen Akteuren viel abverlangt\u201c, so Jacob weiter.<\/p>\n<p>All das geschieht zudem vor dem Hintergrund einer demografischen Entwicklung, die zu steigenden Zahlen \u00e4lterer Menschen und damit mehr Patient:innen f\u00fchrt. Auch am UKL wuchs 2025 erneut die Zahl der behandelten station\u00e4ren F\u00e4lle um 3,7 Prozent auf 62.900, die der ambulanten F\u00e4lle um 3,4 Prozent auf 360.800.<\/p>\n<p>Baulicher und organisatorischer Entwicklungsschub<\/p>\n<p>Einen weiteren Entwicklungsschub werden anstehende Neubauvorhaben bringen: 2026 starten am UKL die Erweiterung des Hauses 7 um den zweiten Bauteil, der insbesondere der Strahlentherapie ein neues Zuhause geben wird, sowie die Zentralisierung der Nuklearmedizin. Beide Gro\u00dfvorhaben mit einem Investitionsvolumen von zusammen 178 Millionen Euro sollen bis 2029 abgeschlossen sein. Derzeit haben die Baufeldfreimachungen, einhergehend mit einer Sperrung des hinteren Teils des Liebigstra\u00dfe, begonnen. In den kommenden Monaten werden Baubeginn und Grundsteinlegung folgen.<\/p>\n<p>\u201eSolche Vorhaben, ebenso wie der Umbau der zentralen Notaufnahme, den wir in diesem Jahr abschlie\u00dfen werden, sind wichtige Elemente der Attraktivit\u00e4t des Arbeitsplatzes Klinikum und damit in jeder Hinsicht Investitionen in die Zukunft\u201c, sagt dazu Prof. Josten. \u201eGleiches gilt f\u00fcr die Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie einschlie\u00dflich des aktuell geplanten Komplettwechsels unseres Klinischen Arbeitsplatzsystems (KAS) und der Integration der M\u00f6glichkeiten der K\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Jacob.<\/p>\n<p>Aber auch die Integration der Pflegewissenschaften in den Klinikalltag, die Schaffung neuer Strukturen in der Pflege und die Akademisierung von Gesundheitsberufen geh\u00f6ren dazu, wenn es um die Medizin der Zukunft geht \u2013 das machen Tancred Lasch und Prof. Henrike Todorow als Vertreter der Pflege und der neuen universit\u00e4ren Hebammenwissenschaften auf dem Podium deutlich.<\/p>\n<p>Nachwuchsgewinnung f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum<\/p>\n<p>Das alles wirkt zusammen mit der medizinischen Lehre und den Aufgaben der Fakult\u00e4t, die sich ihrerseits stark f\u00fcr die Sicherung der medizinischen Versorgung auch im l\u00e4ndlichen s\u00e4chsischen Raum einsetzt.<\/p>\n<p>\u201eHier ist es unsere Aufgabe, junge Menschen auch f\u00fcr die Medizin jenseits der Universit\u00e4ten zu begeistern und so im Schulterschluss mit der Regierung des Freistaats Sachsen daf\u00fcr zu sorgen, dass die Regionen jenseits von Leipzig und Dresden auch dank einer umfassenden medizinischen Versorgung lebenswert bleiben\u201c, betont Prof. Ingo Bechmann, Dekan der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Leipzig. <\/p>\n<p>Zusammen mit Prof. Heike Gra\u00dfmann, der Staatssekret\u00e4rin im S\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Tourismus und Kunst diskutierte er die Frage, ob die s\u00e4chsischen Medizinischen Fakult\u00e4ten mit den speziellen Landarzt- und dem neu gestarteten Landzahnarztprogramm bereits genug beitragen und was noch getan werden kann, um den Nachwuchs in den Gesundheitsberufen auch f\u00fcr die Fl\u00e4che abzusichern.<\/p>\n<p>Start des Exzellenzclusters LeiCeM<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, dass die Studierenden aus allen Bundesl\u00e4ndern nach Leipzig kommen, um sich bei uns ausbilden zu lassen. Das liegt an der lebenswerten Stadt und auch an unseren guten Lehr- und Forschungsangeboten. Die Befragung unserer Absolvent:innen aus der Humanmedizin ergab, dass die H\u00e4lfte des Jahrgangs nach ihrem Studium in Sachsen bleiben will\u201c, hebt Dekan Bechmann hervor und erg\u00e4nzt: <\/p>\n<p>\u201eDie Attraktivit\u00e4t unseres Ausbildungsortes wird in diesem Jahr zus\u00e4tzlich gest\u00e4rkt durch das neue Exzellenzcluster: Mit dem Leipzig Center of Metabolism wird an der Universit\u00e4t Leipzig ein klinisches Forschungszentrum entstehen, welches sich dem Verst\u00e4ndnis und der Verbesserung der Krankheitslast durch Stoffwechselst\u00f6rungen widmen wird. Wir setzen damit ein starkes Zeichen f\u00fcr die medizinische Forschung der Zukunft.\u201c Die ersten Berufungsverfahren zur Gewinnung weiterer Expert:innen sind auf den Weg gebracht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einem Blick in die Zukunft der Berufswelt Medizin startete die Universit\u00e4tsmedizin Leipzig das Jahr 2026. 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