{"id":823529,"date":"2026-02-25T03:05:19","date_gmt":"2026-02-25T03:05:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823529\/"},"modified":"2026-02-25T03:05:19","modified_gmt":"2026-02-25T03:05:19","slug":"geomar-kiel-forscht-vor-eckernfoerder-bucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823529\/","title":{"rendered":"Geomar Kiel forscht vor Eckernf\u00f6rder Bucht"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Eigentlich sollte es in Lettland sein, doch nun ist das Forschungsschiff Alkor des Geomar in der Eckernf\u00f6rder Bucht unterwegs. Die Wissenschaftler untersuchen in sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Bereichen der Ostsee, inwiefern Ozeane mehr CO2 aus der Atmosph\u00e4re speichern und somit einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen der EU leisten k\u00f6nnen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u201eIhre Arbeiten bei Lettland mussten die Wissenschaftler abbrechen\u201c, erkl\u00e4rt Ilka Thomsen, Pressesprecherin vom Geomar. Zu viel Eis habe die Arbeiten dort erschwert. \u201eDie Alkor ist mehrfach steckengeblieben\u201c, sagt sie. Doch ihre Forschung wollten die Wissenschaftler nicht abbrechen. Deshalb arbeiten sie nun in der Eckernf\u00f6rder Bucht weiter. Auch dort seien die Bedingungen gut.\n            <\/p>\n<p>            Forschungsprojekt CDRmare: Ozeane immer schlechtere CO2-Speicher<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Forschung ist ein Teil des sogenannten CDRmare (CDR: Carbon Dioxide Removal \u2013 CO2-Entnahme), einer Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung. Insgesamt arbeiten knapp 140 Wissenschaftler in f\u00fcnf Forschungsverb\u00fcnden an dem Projekt und gucken, ob und in welchem Umfang der Ozean eine wesentliche Rolle bei der Entnahme und Speicherung von CO2 aus der Atmosph\u00e4re spielen kann.\n            <\/p>\n<p>\n                                In der Eckernf\u00f6rder Bucht wollen die Forscher pr\u00fcfen, ob Ozeane noch mehr CO2 aufnehmen k\u00f6nnen.<br \/>\n                            Foto: Tjark Andersch<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/al646-foto2.jpg\" title=\"In der Eckernf\u00f6rder Bucht wollen die Forscher pr\u00fcfen, ob Ozeane noch mehr CO2 aufnehmen k\u00f6nnen.\" alt=\"In der Eckernf\u00f6rder Bucht wollen die Forscher pr\u00fcfen, ob Ozeane noch mehr CO2 aufnehmen k\u00f6nnen.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der Ozean enth\u00e4lt mehr als 50-mal so viel Kohlenstoff wie die Atmosph\u00e4re und konnte bislang die Effekte der anthropogenen CO2-Emissionen stark mildern, hei\u00dft es auf der Internetseite der CDRmare-Mission. Experten erwarten allerdings, dass sich diese Regulationsf\u00e4higkeit des Ozeans unter anderem durch die Erw\u00e4rmung der Ozeane, die Versauerung und den Sauerstoffmangel verschlechtern wird.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Weiterlesen: <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/lokales\/huettener-berge\/artikel\/huetten-buergermeisterin-dankt-feuerwehr-fuer-rettung-nach-brand-49936069\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Ein besonderes Wir-Gef\u00fchl: Beim Brand in H\u00fctten r\u00fcckt die Gemeinschaft fest zusammen<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Und dem wollen die Forscher entgegenwirken und nutzen eine Strategie der Natur: die Verwitterung von Gestein. Es ist ein nat\u00fcrlicher Prozess, bei dem CO2 aus der Atmosph\u00e4re gebunden wird. Dieser Prozess hat in den vergangenen Jahrmilliarden daf\u00fcr gesorgt, dass das Erdklima relativ stabil geblieben ist. Doch der menschengemachte CO2-Aussto\u00df ist so hoch, dass die nat\u00fcrliche Verwitterung das CO2 nicht mehr in einem notwendigen Ma\u00dfe binden kann.\n            <\/p>\n<p>            Verwitterung von Gestein beschleunigen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Forscher gucken nun, inwiefern sie diesen Verwitterungsprozess des Gesteins beschleunigen k\u00f6nnen. Die Idee: Wird Kalzit \u2013 ein nat\u00fcrlich vorkommendes Calciumcarbonat-Mineral \u2013 zugesetzt, kann sich das S\u00e4urebindungsverm\u00f6gen von B\u00f6den, Gesteinen und Wasser erh\u00f6hen. Durch diese h\u00f6here Alkalinit\u00e4t kann Kohlendioxid besser chemisch gebunden und langfristig gespeichert werden. Das Meer werde an der Eintragsstelle durch die Zugabe von Kalzit weniger sauer, der pH-Wert steigt, CO2 kann aus der Atmosph\u00e4re entfernt werden.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Mit speziellen Forschungsger\u00e4ten, sogenannten Bigo-Landern, schaffen die Wissenschaftler ein kontrolliertes und abgeschlossenes System direkt am Meeresboden, in das sie Kalzit geben. Die Proben werden anschlie\u00dfend im Labor analysiert. Fahrtleiterin Nicole Adam-Beyer betont: \u201eWir nehmen alles wieder mit hoch.\u201c Es bleibe kein zugegebenes Material am Meeresboden.\n            <\/p>\n<p>\n                                Mit speziellen Forschungsger\u00e4ten, sogenannten Bigo-Landern, schaffen die Wissenschaftler ein kontrolliertes und abgeschlossenes System direkt am Meeresboden. Nicole Adam-Beyer und Matthias T\u00fcrk vom Geomar bereiten es f\u00fcr seinen Einsatz vor.<br \/>\n                            Foto: Tjark Andersch<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/al646-foto1.jpg\" title=\"Mit speziellen Forschungsger\u00e4ten, sogenannten Bigo-Landern, schaffen die Wissenschaftler ein kontrolliertes und abgeschlossenes System direkt am Meeresboden. Nicole Adam-Beyer und Matthias T\u00fcrk vom Geomar bereiten es f\u00fcr seinen Einsatz vor.\" alt=\"Mit speziellen Forschungsger\u00e4ten, sogenannten Bigo-Landern, schaffen die Wissenschaftler ein kontrolliertes und abgeschlossenes System direkt am Meeresboden. Nicole Adam-Beyer und Matthias T\u00fcrk vom Geomar bereiten es f\u00fcr seinen Einsatz vor.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"250\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Untersuchungen begannen an zwei unterschiedlichen Standorten im Gotland-Becken. Der eine Standort war sauerstofffrei, der andere sauerstoffreich. So k\u00f6nnen die Forscher vergleichen, wie unterschiedlich die Prozesse unter verschiedenen Sauerstoffbedingungen verlaufen. Jetzt arbeiten sie in der Eckernf\u00f6rder Bucht weiter. Die Bigo-Lander wurden am 19. und 20. Februar ausgesetzt, die Bergung ist am Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Februar, geplant. Die Zeit dazwischen nutzt das Team f\u00fcr begleitende Messungen im Umfeld der Versuchsfl\u00e4chen.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Noch bis Sonntag, 1. M\u00e4rz, sind sie hier. W\u00e4hrend das Schiff am Dienstag, 24. Februar, tags\u00fcber vor Waabs zu sehen war, \u00fcbernachtet es nachts im Hafen von Eckernf\u00f6rde. Aus Umweltschutzgr\u00fcnden forschen die Wissenschaftler nur tags\u00fcber, erkl\u00e4ren sie.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich sollte es in Lettland sein, doch nun ist das Forschungsschiff Alkor des Geomar in der Eckernf\u00f6rder Bucht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":823530,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1852],"tags":[12143,3364,29,20559,548,663,7736,3934,30,13,4949,12577,3188,31081,14,15,12,1971,83183],"class_list":["post-823529","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kiel","tag-allianz","tag-de","tag-deutschland","tag-eckernfoerde","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union-eu","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-kiel","tag-klimakatastrophen","tag-lettland","tag-meereskunde","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-schleswig-holstein","tag-wasserverschmutzung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116129059870228916","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=823529"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823529\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/823530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=823529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=823529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=823529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}