{"id":823551,"date":"2026-02-25T03:16:13","date_gmt":"2026-02-25T03:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823551\/"},"modified":"2026-02-25T03:16:13","modified_gmt":"2026-02-25T03:16:13","slug":"radikale-kampfgesaenge-mehr-islamistische-inhalte-geloescht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823551\/","title":{"rendered":"Radikale Kampfges\u00e4nge &#8211; Mehr islamistische Inhalte gel\u00f6scht"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2025 deutlich mehr islamistische Beitr\u00e4ge im Internet festgestellt und zur L\u00f6schung vorgeschlagen als in den f\u00fcnf Jahren zuvor. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr\u00fcnen-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach wurden im vergangenen Jahr rund 23.000 sogenannte L\u00f6schanregungen versandt.\u00a0<\/p>\n<p>Zum Vergleich: In den Jahren 2020 bis 2024 lag die Zahl der L\u00f6schanregungen, bei denen der jeweilige Anbieter auf etwaige Verst\u00f6\u00dfe gegen dessen eigene Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen hingewiesen wird, zwischen 7.240 und 13.903 versendeten Anregungen zur L\u00f6schung islamistischer Inhalte.<\/p>\n<p>L\u00f6schquote steigt<\/p>\n<p>Positiv entwickelte sich demnach die L\u00f6schquote der Inhalte nach einem solchen Hinweis. Laut Bundesregierung wurden im vergangenen Jahr 96 Prozent der islamistischen Beitr\u00e4ge nach einer L\u00f6schanregung entfernt. Im Jahr 2024 lag der Anteil bei gut 90 Prozent. 2023 verschwanden knapp 80 Prozent der beanstandeten Inhalte.\u00a0<\/p>\n<p>Anders als bei den L\u00f6schanregungen l\u00e4uft es bei einer sogenannten Entfernungsanordnung. Die ergeht auf Basis einer EU-Verordnung, wenn terroristische Inhalte festgestellt werden. In solchen F\u00e4llen ist der Anbieter verpflichtet, Inhalte binnen einer Stunde zu l\u00f6schen oder den Zugriff EU-weit zu sperren. Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesregierung 215 solcher Anordnungen ausgesprochen, denen die Anbieter in allen F\u00e4llen entsprachen. 2024 hatte es demnach durch das BKA 462 Entfernungsanordnungen an Provider, die ihre Dienste innerhalb der EU anbieten, gegeben, die in knapp 96 Prozent umgesetzt wurden.<\/p>\n<p>Seit 2007 gibt es das Gemeinsame Internetzentrum (GIZ). Die Kooperationsplattform dient dazu, extremistische Inhalte im Netz zu erkennen und Gef\u00e4hrdungslagen zu identifizieren. Beteiligt sind unter anderem das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz. Die L\u00f6schung strafbarer Inhalte f\u00e4llt in die Zust\u00e4ndigkeit der L\u00e4nder. Der Bund kann im Einzelfall unterst\u00fctzen. Eine eigene Zust\u00e4ndigkeit hat das BKA bei terroristischen Inhalten.\u00a0<\/p>\n<p>Kampfges\u00e4nge mit Terror-Hintergrund<\/p>\n<p>Hintergrund der stark angestiegenen Zahl von L\u00f6schanregungen ist dem Vernehmen nach ein verst\u00e4rkter Fokus auf Einzelnutzer in Deutschlands sowie auf sogenannte Naschids. Traditionell handelt es sich dabei um religi\u00f6se Lobges\u00e4nge. Ein \u00abNaschid\u00bb kann aber auch islamistische Propaganda oder eine terroristische Aufforderung zum Kampf beinhalten.<\/p>\n<p>Vernetzung \u00fcber Gaming-Chats\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0\u00abW\u00e4hrend die T\u00e4ter immer j\u00fcnger werden und drei von vier Anschl\u00e4gen im letzten Jahr mit Hieb- und Stichwaffen ausge\u00fcbt wurden, verlagert sich die Radikalisierung zunehmend in den digitalen Raum\u00bb, sagt Lamya Kaddor, in der Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion Berichterstatterin f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Islamismus. Schlecht aufgestellt sieht sie die Bundesregierung unter anderem bei pr\u00e4ventiven und repressiven Ma\u00dfnahmen, die sich gegen islamistische Radikalisierung \u00fcber Gaming-Plattformen wie Roblox oder Discord richten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2025 deutlich mehr islamistische Beitr\u00e4ge im Internet festgestellt und zur L\u00f6schung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":823552,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[1180,3364,29,1549,30,198,8970,1209,2544],"class_list":{"0":"post-823551","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-bundestag","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-extremismus","12":"tag-germany","13":"tag-internet","14":"tag-muenster","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-terrorismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116129102815505119","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=823551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823551\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/823552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=823551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=823551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=823551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}