{"id":823555,"date":"2026-02-25T03:18:12","date_gmt":"2026-02-25T03:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823555\/"},"modified":"2026-02-25T03:18:12","modified_gmt":"2026-02-25T03:18:12","slug":"berlin-nachmittags-in-den-hort-150-000-plaetze-im-westen-fehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/823555\/","title":{"rendered":"Berlin | Nachmittags in den Hort? 150.000 Pl\u00e4tze im Westen fehlen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Ein halbes Jahr vor Beginn des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung f\u00fcr Grundsch\u00fcler fehlen in Westdeutschland Zehntausende Pl\u00e4tze. Wie das Institut der Deutschen Wirtschaft ermittelte, m\u00fcssen bis 2029 mindestens 149.700 weitere Hortpl\u00e4tze eingerichtet werden, davon allein 45.300 in Nordrhein-Westfalen und 42.300 in Bayern.\u00a0<\/p>\n<p>Das gilt nach Berechnungen des IW, wenn man die 2024 von Eltern ge\u00e4u\u00dferten Betreuungsw\u00fcnsche zugrundelegt. Geht man davon aus, dass letztlich drei von vier Kindern auch nachmittags in der Schule bei Hausaufgaben, Spiel oder Sport umsorgt werden sollen, ist der Ausbaubedarf viel h\u00f6her: Dann fehlen 570.900 Pl\u00e4tze, davon allein 204.300 in Bayern. \u00abBayern sticht bei den Ganztagsbetreuungsquoten von Kindern im Grundschulalter mit nur 34 Prozent im Jahr 2024 sehr stark heraus\u00bb, schreiben die IW-Experten.<\/p>\n<p>Rechtsanspruch 2021 beschlossen<\/p>\n<p>Die Studie \u00abGanztagsbetreuung f\u00fcr Grundschulkinder\u00bb liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Hintergrund ist der 2021 beschlossene bundesweite Rechtsanspruch auf mindestens acht Stunden Betreuung f\u00fcr Jungen und M\u00e4dchen in den ersten vier Schuljahren. Ab dem neuen Schuljahr im Herbst gilt er zun\u00e4chst f\u00fcr Erstkl\u00e4ssler und wird dann bis zum Schuljahr 2029\/2030 schrittweise ausgeweitet.<\/p>\n<p>Die Sorge um den Stand des Ausbaus ist nicht neu. Im Januar ver\u00f6ffentlichte der Verband Bildung und Erziehung eine Umfrage unter mehr als 1.300 Schulleitungen. Ergebnis: Jede vierte bef\u00fcrchtet, dass der Rechtsanspruch nicht voll umgesetzt werden kann. Letztlich bedeutet das, dass Eltern vergeblich einen geeigneten Nachmittagsplatz f\u00fcr ihre Kinder suchen.<\/p>\n<p>Angebot im Osten und in Hamburg reicht<\/p>\n<p>Die IW-Studie geht in dieselbe Richtung. Doch ist die Lage in den Bundesl\u00e4ndern sehr unterschiedlich. Alle ostdeutschen L\u00e4nder und Hamburg k\u00f6nnten den Anspruch voraussichtlich ohne weiteren Ausbau erf\u00fcllen, schreiben die Experten des arbeitgebernahen Instituts. Kleinere L\u00fccken k\u00f6nnten durch den R\u00fcckgang der Kinderzahlen wohl geschlossen werden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abAnders stellt sich die Lage im Rest Westdeutschlands dar\u00bb, schreiben die IW-Experten. Gemessen an Betreuungsw\u00fcnschen und Kinderzahl sei die L\u00fccke in Schleswig-Holstein mit 10 Prozent am h\u00f6chsten, gefolgt von Bremen mit 9 Prozent und Bayern mit 8 Prozent.<\/p>\n<p>Bayern ist aus ihrer Sicht ein besonderer Fall, weil Eltern dort 2024 sehr wenig Betreuungsbedarf angaben, n\u00e4mlich nur f\u00fcr 43 Prozent der Kinder. Zum Vergleich: Im Saarland waren es 74 Prozent. In L\u00e4ndern mit ausreichendem Angebot wie Sachsen, Th\u00fcringen oder Brandenburg waren 2024 tats\u00e4chlich 84 bis 88 Prozent der Grundschulkinder in der Hortbetreuung.<\/p>\n<p>Hemmt ein hoher Beitrag?<\/p>\n<p>L\u00e4nder mit niedrigen Quoten sollten pr\u00fcfen, ob die Angebote und vor allem die Elternbeitr\u00e4ge f\u00fcr Familien attraktiv seien oder die Inanspruchnahme hemmten, hei\u00dft es in der Studie. \u00abLetzterem sollte unbedingt entgegengewirkt werden, da die Ganztagsbetreuung nicht nur der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dient, sondern auch Entwicklungs- und Teilhabechancen f\u00fcr die Kinder schafft.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Ein halbes Jahr vor Beginn des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung f\u00fcr Grundsch\u00fcler fehlen in Westdeutschland Zehntausende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":823556,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[772,1605,752,3364,29,30,1209,966],"class_list":{"0":"post-823555","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bayern","9":"tag-bielefeld","10":"tag-bildung","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-schule"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116129110964732711","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=823555"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823555\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/823556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=823555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=823555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=823555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}