{"id":824482,"date":"2026-02-25T11:53:28","date_gmt":"2026-02-25T11:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/824482\/"},"modified":"2026-02-25T11:53:28","modified_gmt":"2026-02-25T11:53:28","slug":"wie-junge-menschen-fuer-physik-gewonnen-werden-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/824482\/","title":{"rendered":"Wie junge Menschen f\u00fcr Physik gewonnen werden k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Im Mittelpunkt der Forschung des Clusters steht das Thema Chiralit\u00e4t. Es bezeichnet die Eigenschaft eines Objekts, das nicht mit seinem Spiegelbild zur Deckung gebracht werden kann \u2013 genau wie die linke und die rechte Hand. In der Natur ist Chiralit\u00e4t ein grundlegendes Gestaltungsprinzip. Am Center for Chiral Electronics wird untersucht, wie sich dieses Prinzip in elektronischen Systemen nutzen l\u00e4sst \u2013 und dadurch neue Funktionalit\u00e4ten, Materialien und Bauelemente erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Forschungsprogramm setzt aber nicht allein auf Grundlagenforschung, sondern auch auf die Nachwuchsf\u00f6rderung f\u00fcr die Naturwissenschaften. Die Physik ist an einer Vielzahl von Innovationen f\u00fcr globale Herausforderungen beteiligt. \u201eDennoch w\u00e4hlen nicht genug junge Menschen Physik in der Oberstufe oder als Studienfach\u201c, sagt Prof. Nele McElvany vom IFS. \u201eAu\u00dferdem sind verschiedene Gruppen wie Frauen oder junge Menschen aus sozial weniger privilegierten Familien sowie mit Zuwanderungshintergrund bisher systematisch unterrepr\u00e4sentiert. Viele Potenziale bleiben somit aktuell ungenutzt.\u201c Gemeinsam mit Kolleg*innen der Physikdidaktik der Universit\u00e4ten Halle-Wittenberg und Regensburg\u00a0stellte sie daher beim Auftakt den Forschungsstand zu den vorhandenen Disparit\u00e4ten und den Bedingungsfaktoren der Kurs- und Studienfachwahl vor. Dar\u00fcber hinaus pr\u00e4sentierte sie die darauf aufbauende Interventionsstudie.<\/p>\n<p><strong>Psychologische Interventionsstudie PHOENIX<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des siebenj\u00e4hrigen F\u00f6rderzeitraums des Exzellenzclusters wird unter dem Titel \u201ePHOENIX\u201c eine international einzigartige psychologische l\u00e4ngsschnittliche Interventionsstudie mit \u00fcber 1.500 Sch\u00fcler*innen in mehreren Bundesl\u00e4ndern durchgef\u00fchrt. Zentraler Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass es nicht ausreicht, jungen Menschen Physik als interessant nahezubringen, wenn sie gleichzeitig Physik oder allgemein Naturwissenschaften bewusst oder unbewusst nicht als vereinbar mit ihrer eigenen Identit\u00e4t und als individuell bedeutsam wahrnehmen. Aufbauend auf etablierten psychologischen und fachdidaktischen Konzepten wird vor diesem Hintergrund ein j\u00e4hrliches Interventionsprogramm entwickelt, implementiert und evaluiert,\u00a0bei dem die Sch\u00fcler*innen ab der neunten Klasse bis nach ihrem Schulabschluss begleitet werden. Die Forschenden erwarten durch die Studie umfassende Erkenntnisse dazu, welche Wirkmechanismen bei der Kurs- und Studienfachwahl greifen und welche differenziellen Wirkungen bei unterschiedlichen Sch\u00fcler*innengruppen auftreten.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das PHOENIX-Team<\/strong><\/p>\n<p>An der TU Dortmund wird das interdisziplin\u00e4re Projektteam um Prof. Nele McElvany durch JProf. Justine Stang-Rabrig, Dr. Elisabeth Graf und Carolin Horsthemke erg\u00e4nzt. PHOENIX wird durch ein internationales Scientific Advisory Board begleitet und steht in engem Austausch mit dem Teilchenphysik-Exzellenzcluster <a href=\"https:\/\/color-meets-flavor.de\/\" target=\"_blank\" class=\"external\" title=\"Zur Seite des Clusters of Excellence \u201eColor Meets Flavor\u201c\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Color meets Flavor<\/a> der TU Dortmund.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das \u201eCenter for Chiral Electronics\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Exzellenzcluster\u00a0<a href=\"https:\/\/www.chiralelectronics.de\/\" target=\"_blank\" class=\"external\" title=\"Zur Seite des Center for Chiral Electronics\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Center for Chiral Electronics<\/a> (CCE) wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)\u00a0seit 2026 im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der L\u00e4nder gef\u00f6rdert. Federf\u00fchrend sind die Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, die Freie Universit\u00e4t Berlin und die Universit\u00e4t Regensburg. Das\u00a0Max-Planck-Institut f\u00fcr Mikrostrukturphysik und die TU Dortmund sind Beteiligte Institutionen.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ifs.ep.tu-dortmund.de\/forschung\/projekte-am-ifs\/phoenix\/\" target=\"_blank\" class=\"deviant btn icon-btn btn-external\" title=\"Zur Projektseite des Institut f\u00fcr Schulentwicklungsforschung (IFS)\" rel=\"nofollow noopener\"><strong>Zu\u00a0PHOENIX<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Ansprechperson bei R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Mittelpunkt der Forschung des Clusters steht das Thema Chiralit\u00e4t. 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