{"id":825567,"date":"2026-02-25T21:56:21","date_gmt":"2026-02-25T21:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/825567\/"},"modified":"2026-02-25T21:56:21","modified_gmt":"2026-02-25T21:56:21","slug":"demenz-bis-zu-25-prozent-weniger-alzheimer-warum-schnelligkeit-im-kopf-schuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/825567\/","title":{"rendered":"Demenz: Bis zu 25 Prozent weniger Alzheimer \u2013 warum Schnelligkeit im Kopf sch\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p>Die Auswertung einer US-Langzeitstudie zu Gehirntrainings ergab, dass Teilnehmer noch 20 Jahre sp\u00e4ter ein bis zu 25 Prozent reduziertes Alzheimer-Risiko hatten. Besonders zwei \u00dcbungsklassen stellten sich als besonders wirksam heraus.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im Jahr 2025 stieg die Zahl der von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen Betroffenen in Deutschland weiter an. Rund 1,8 Millionen Menschen leben mit einer Demenzerkrankung. Weltweit erforschen Wissenschaftler Strategien, die vor der Erkrankung sch\u00fctzen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ein Team aus Wissenschaftlern ver\u00f6ffentlichte k\u00fcrzlich neue Forschungsergebnisse. Sie zeigen: Gehirntraining k\u00f6nnte dazu beitragen vor Alzheimer und verwandten Demenzerkrankungen sch\u00fctzen. Genauer gesagt hat insbesondere kognitives Geschwindigkeitstraining eine sch\u00fctzende Wirkung auf das Organ. Teilnehmer der Studie, die das Gehirn mit derlei Aufgaben trainierten, wiesen eine 25 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit auf, an Demenz zu erkranken.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden k\u00fcrzlich in der Fachzeitschrift <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/ufhealth.org\/news\/2026\/decades-later-brain-training-lowers-dementia-risk\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/ufhealth.org\/news\/2026\/decades-later-brain-training-lowers-dementia-risk&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eAlzheimer\u2019s &amp; Dementia: Translational Research and Clinical Interventions\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr die Untersuchung nahmen fast 3000 Probanden \u00fcber einen Zeitraum von sechs Wochen an zehn Gehirntrainings teil. Einige Probanden wurden nach dem Zufallsprinzip ausgew\u00e4hlt, um elf und 35 Monate nach dem ersten Training ein Auffrischungstraining zu erhalten.<\/p>\n<p>\u201eBei der Anmeldung waren unsere Teilnehmer zwischen 65 und 94 Jahre alt\u201c, wird Michael Marsiske, Mitautor der Studie in einer Mitteilung zitiert. \u201eWir konnten keine wesentliche Verringerung des Trainingsnutzens mit zunehmendem Alter feststellen, was darauf hindeutet, dass das Training jederzeit begonnen werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Verschiedene Aufgaben f\u00fcr das Gehirn<\/p>\n<p>Jede Einheit dauerte 60 bis 75 Minuten. Die Probanden wurden in vier Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe absolvierte Trainings mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die erste Gruppe trainierte die <b>Verarbeitungsgeschwindigkeit<\/b>. Bei der Aufgabe mussten die Teilnehmer in kurzer Zeit zunehmend komplexer werdende Informationen verstehen. Die \u00dcbungen forderten die Teilnehmer mit jeder weiteren Einheit heraus \u2013 angepasst an den Fortschritt des Probanden. Diese Form des Schnelligkeitstrainings k\u00f6nne das Gehirn physisch ver\u00e4ndern und neue Verbindungen zwischen den Hirnnetzwerken herstellen, schreiben die Forscher in ihrer Arbeit.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe beanspruchte das sogenannte <b>\u201everbale episodische Ged\u00e4chtnis\u201c<\/b>. Dieser Teil des Gehirns speichert und erinnert pers\u00f6nliche Erlebnisse. Das Areal kn\u00fcpft die Erinnerungen vor allem an Emotionen. Beim Training dieses Hirnareals \u00fcbten die Teilnehmer Merk-Strategien, die helfen, Informationen im Langzeitged\u00e4chtnis zu verankern. <\/p>\n<p>Die dritte Gruppe trainierte <b>logisches Denken<\/b>. In den \u00dcbungssequenzen sollten die Probanden Regelm\u00e4\u00dfigkeiten, Zusammenh\u00e4nge und logische Abfolgen in visuellen (Figurenreihen) oder numerischen Daten erkennen und fortsetzen. Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe.<\/p>\n<p>Im Nachhinein erwiesen sich einige Trainings als besonders wirksam. Verbesserungen zeigten sich unmittelbar nach den \u00dcbungen vor allem beim Geschwindigkeitstraining (87 Prozent), beim Ged\u00e4chtnistraining (26 Prozent) sowie beim Training des logischen Denkens (74 Prozent). Besonders das Schnelligkeits- und das Training des logischen Denkens zeigten nachhaltige Effekte, hei\u00dft es in der Studie. Diese Verbesserungen blieben \u00fcber einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren erhalten.<\/p>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahren berichteten die Teilnehmer, dass sie weniger Schwierigkeiten bei allt\u00e4glichen Aufgaben wie Kochen, Medikamenteneinnahme und Finanzverwaltung haben. <\/p>\n<p>Im Rahmen der 20-j\u00e4hrigen Nachbeobachtung \u2013 die noch lebenden Teilnehmer waren nun gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber 90 Jahre alt \u2013 werteten die Forscher die Krankenakten der Teilnehmer aus, um festzustellen, wie viele an Demenz erkrankt waren. Die Teilnehmer der Schnelligkeitstrainingsgruppe hatten ihr Demenzrisiko im Vergleich zur Kontrollgruppe um ein Viertel gesenkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Auswertung einer US-Langzeitstudie zu Gehirntrainings ergab, dass Teilnehmer noch 20 Jahre sp\u00e4ter ein bis zu 25 Prozent&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":825568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[74542,83736,74541,29,184971,1050,167281,30,141,232,265],"class_list":{"0":"post-825567","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-alzheimer-ks","9":"tag-alzheimersche-krankheit-ks","10":"tag-demenzen-ks","11":"tag-deutschland","12":"tag-gedaechtnistraining-ks","13":"tag-gehirn","14":"tag-gehirnjogging-ks","15":"tag-germany","16":"tag-gesundheit","17":"tag-health","18":"tag-sport"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116133507076776435","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=825567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/825567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/825568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=825567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=825567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=825567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}