{"id":826995,"date":"2026-02-26T11:26:13","date_gmt":"2026-02-26T11:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/826995\/"},"modified":"2026-02-26T11:26:13","modified_gmt":"2026-02-26T11:26:13","slug":"muenchen-einzelhaendler-sauer-wegen-mvg-streik-am-freitag-und-samstag-drastische-auswirkungen-befuerchtet-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/826995\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Einzelh\u00e4ndler sauer wegen MVG-Streik am Freitag und Samstag &#8211; drastische Auswirkungen bef\u00fcrchtet &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> sorgen die angek\u00fcndigten Warnstreiks im \u00f6ffentlichen Nahverkehr vor allem im Einzelhandel f\u00fcr Unmut. Ausgerechnet am Freitag und Samstag \u2013 den umsatzst\u00e4rksten Tagen der Woche \u2013 sollen U-Bahnen, Trambahnen und die meisten Busse stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit zum zweit\u00e4gigen Warnstreik aufgerufen. Bereits in der Nacht auf Freitag wird ein Gro\u00dfteil der Fahrzeuge in den Depots bleiben. Die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/MVG\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MVG<\/a>) k\u00fcndigt Notfahrpl\u00e4ne an; das Angebot h\u00e4nge von der Streikbeteiligung ab. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-streik-verdi-freitag-samstag-mvg-u-bahn-trambahn-li.3393387\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eAber es wird sp\u00fcrbare Einschr\u00e4nkungen geben\u201c, hei\u00dft es von einem Sprecher.<\/a> Nicht bestreikt wird die S-Bahn, ebenso verkehren Busse privater Anbieter.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr viele H\u00e4ndler kommt der Ausstand zu einem heiklen Zeitpunkt. \u201eDie Nachricht, die nach drau\u00dfen geht an die G\u00e4ste aus den umliegenden Landkreisen: Kommt blo\u00df nicht nach M\u00fcnchen!\u201c, sagt Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern. Angesichts der ged\u00e4mpften Kauflaune sei das \u201eein harter Schlag\u201c. Ohlmann rechnet mit erheblichen Einbu\u00dfen: \u201eDem M\u00fcnchner Einzelhandel fehlen durch die Streiks Millionen an Ums\u00e4tzen. Die Auswirkungen sind eklatant.\u201c Freitag und Samstag seien f\u00fcr viele Betriebe die entscheidenden Tage. Auch f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten sei die Situation schwierig, da sie trotz eingeschr\u00e4nkter Verbindungen zur Arbeit kommen m\u00fcssten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wolfgang Fischer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von City Partner M\u00fcnchen, beschreibt die Stimmung \u00e4hnlich. \u201eUnmut ist noch sehr gelinde ausgedr\u00fcckt\u201c, sagt er. Der Streik treffe nicht nur Gesch\u00e4fte, sondern ebenso Gastronomie, Dienstleister sowie Kultureinrichtungen und Clubs \u2013 f\u00fcr sie seien Freitag und Samstag die wichtigsten Tage der Woche. Innerhalb des Altstadtrings gebe es etwa 100 000 Arbeitspl\u00e4tze. \u201eZudem ist die M\u00fcnchner Innenstadt Europas gr\u00f6\u00dftes \u00c4rztezentrum \u2013 wie sollen mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte oder \u00e4ltere Patienten, die nicht Auto fahren k\u00f6nnen, in die Praxen kommen?\u201c, fragt Fischer. Er warnt zudem vor l\u00e4ngerfristigen Folgen: \u201eSarkastisch gesagt: Verdi ist der gr\u00f6\u00dfte F\u00f6rderer des Onlinehandels.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Konkret wird Tobias Knaup, Storemanager des Sporthauses Schuster in der Innenstadt. Dass nun auch Freitag und Samstag bestreikt werden, sei \u201ewirklich Neuland\u201c. Unter der Woche habe man bei fr\u00fcheren Streiks deutliche R\u00fcckg\u00e4nge bei der Kundenfrequenz beobachtet. F\u00fcr das Wochenende kalkuliert Knaup mit einem sp\u00fcrbaren Minus: \u201eWir nehmen an, dass wir unter dem Strich 20 Prozent weniger Umsatz haben werden als an einem gew\u00f6hnlichen Wochenende.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Zeitpunkt sei besonders bitter. Der kommende Samstag w\u00e4re aus Sicht vieler H\u00e4ndler der erste seit Wochen ohne zus\u00e4tzliche Beeintr\u00e4chtigungen gewesen: kein schlechtes Wetter, keine Sicherheitskonferenz mit weitr\u00e4umigen Absperrungen, keine Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke. \u201eEs w\u00e4re der erste normale Samstag seit Wochen\u201c, sagt Knaup. \u201eDa ist es einfach \u00e4rgerlich, dass nun gestreikt wird.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor allem Kundinnen und Kunden aus dem Umland bereiten ihm Sorgen. \u201eMan kann es inzwischen schon fast so sagen: Das Umland kommt nicht mehr, wenn die Stammstrecke gesperrt ist\u201c, sagt er. Orte wie Ebersberg, F\u00fcrstenfeldbruck oder Rosenheim seien wichtige Einzugsgebiete. Fahren Bahnen nur eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht, sei die Anreise kompliziert; Parkh\u00e4user in der Innenstadt seien teuer. Die Folge: \u201eDer Onlinehandel wird mit Sicherheit vom Stillstand am Freitag und Samstag profitieren\u201c, so Knaup. Auch Ziele wie das Ingolstadt Village oder gro\u00dfe Sporth\u00e4user im Umland nennt er als Alternativen. \u201eWas weg ist, ist weg\u201c, sagt Knaup mit Blick auf entgangene Ums\u00e4tze. Nachholeffekte habe man bei fr\u00fcheren Streiks kaum beobachtet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Die Wetterprognose f\u00fcr Samstag ist gut. \u201eDas einzige Gl\u00fcck, das wir haben, ist, dass vielleicht viele mit dem Fahrrad kommen\u201c, sagt Knaup. Schlie\u00dflich habe man \u201eeine sportliche Kundschaft\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In M\u00fcnchen sorgen die angek\u00fcndigten Warnstreiks im \u00f6ffentlichen Nahverkehr vor allem im Einzelhandel f\u00fcr Unmut. 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