{"id":828059,"date":"2026-02-26T21:12:12","date_gmt":"2026-02-26T21:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828059\/"},"modified":"2026-02-26T21:12:12","modified_gmt":"2026-02-26T21:12:12","slug":"eisschnelllaufverband-verklagt-ard-seppelt-hat-pechstein-fast-in-den-selbstmord-getrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828059\/","title":{"rendered":"Eisschnelllaufverband verklagt ARD: \u201eSeppelt hat Pechstein fast in den Selbstmord getrieben\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Eisschnelllaufverband verklagt die ARD und schlie\u00dft die Journalisten Hajo Seppelt und J\u00f6rg Mebus von einer Pressekonferenz aus. Dort kn\u00f6pft sich Pr\u00e4sident Matthias Gro\u00dfe den Sender in sch\u00e4rfsten T\u00f6nen vor. Er sehe seinen Verband \u201eauf die Schlachtbank\u201c gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wer ihn oder den deutschen Eisschnelllaufverband kritisiert, muss <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article69a01b94753c96d252244505\/olympia-eisschnelllauf-verband-erteilt-ard-journalisten-hausverbot-groesste-schande.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article69a01b94753c96d252244505\/olympia-eisschnelllauf-verband-erteilt-ard-journalisten-hausverbot-groesste-schande.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit Hausverbot und Klage<\/a> rechnen. Matthias Gro\u00dfe (58), Pr\u00e4sident der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) sagte auf einer Pressekonferenz: \u201eWer meinen Verband auf die Schlachtbank f\u00fchrt, mit dem teile ich nur noch den Gerichtssaal.\u201c<\/p>\n<p>Gro\u00dfe, Lebensgef\u00e4hrte von Olympiasiegerin Claudia Pechstein, reagierte damit auf eine Reportage der ARD-Reporter <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/vermischtes\/article157503113\/Der-Nestbeschmutzer.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/vermischtes\/article157503113\/Der-Nestbeschmutzer.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hajo Seppelt<\/a> und J\u00f6rg Mebus \u00fcber vermeintliche Missst\u00e4nde im Verband von Anfang Februar. Er verklagt den Sender auf Unterlassung. Seine Anw\u00e4lte schickten im Namen der DESG entsprechende Briefe an den WDR (geh\u00f6rt zur ARD), die Produktionsfirma sowie Seppelt und Mebus.<\/p>\n<p>Bei den Winterspielen in Italien gingen die deutschen Eisschnelll\u00e4ufer wie schon 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking leer aus. \u201eDie ARD und Hajo Seppelt haben uns die Olympischen Spiele gecrasht. Er (Seppelt, d. Red.) hat Claudia Pechstein fast in den Selbstmord getrieben\u201c, sagte Gro\u00dfe. Beide Reporter sperrte er f\u00fcr die Pressekonferenz aus. Seppelt berichtete 16 Jahre lang \u00fcber den Fall Claudia Pechstein, in dem die ehemalige Eisschnelll\u00e4uferin gegen eine ungerechtfertigte Doping-Sperre k\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky antwortete auf das Hausverbot f\u00fcr seine Reporter: \u201eEs ist ein einmaliger Vorgang, der bei uns auch Fragen zu der Haltung des Bundes und anderer Institutionen hinterl\u00e4sst, die die DESG finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>Heftige Kritik gab es auch vom DOSB: \u201eWir erwarten von unseren rechtlich eigenst\u00e4ndig und autonom handelnden Mitgliedsorganisationen, dass sie die Pressefreiheit in gleicher Weise respektieren, wie wir das tun.\u201c In der Pressekonferenz widersprachen Gro\u00dfe und seine Schatzmeisterin Clarissa Forster einigen Vorw\u00fcrfen aus der Reportage.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe wehrt sich gegen f\u00fcnf Vorw\u00fcrfe<\/p>\n<p><b>Vorwurf 1: Es herrsche ein Klima der Angst.<\/b> Gro\u00dfe: \u201eKlima der Angst ist nicht, dass du Leistung forderst, sondern wenn im Iran eine Frau ohne Kopftuch verhaftet wird oder wenn in Kiew ein Kind auf den Spielplatz geht und eine russische Drohne kommt.\u201c<\/p>\n<p><b>Vorwurf 2: Sportler m\u00fcssten f\u00fcr Team-Kleidung zahlen.<\/b> Gro\u00dfe: \u201eNach einem Jahr m\u00fcssen die Sportler ihre Kleidung zur\u00fcckgeben. Sie ihnen schenken d\u00fcrfen wir gesetzlich nicht. Sie haben aber die Wahl, sie f\u00fcr 50 Euro plus Mehrwertsteuer zu kaufen.\u201c<\/p>\n<p><b>Vorwurf 3: Sportler m\u00fcssten Reisekosten bis zu 2000 Euro zahlen.<\/b> Gro\u00dfe: \u201eKein Sportler, der qualifiziert war, musste f\u00fcr irgendeinen Wettkampf auch nur einen Cent zahlen. Aber: Wenn ein Sportler f\u00fcnf Tage vorher zu einem Wettkampf will, der F\u00f6rdergeber aber nur drei Tage zahlt, muss das Defizit von zwei Tagen bezahlt werden. Das machen die Sportler in Absprache mit uns. Will ein Sportler zu einem Wettkampf, f\u00fcr den er nicht qualifiziert ist, er da aber die Quali f\u00fcr eine WM, EM oder Olympia schafft, muss er nichts zahlen.\u201c <\/p>\n<p>Leistungssportreferent Frank Dittrich erg\u00e4nzte: \u201eEin Beispiel. Acht Tage vor Wettkampfbeginn sind abgesichert, Athleten wollten aber zehn Tage. Daher haben wir verl\u00e4ngert f\u00fcr 500,99 Euro. Das mussten die Aktiven zahlen.\u201c Nicht mehr \u00fcbernommen werden seit einigen Jahren von der F\u00f6rderung die Rad-Koffer, weil Eisschnelll\u00e4ufer viel auf dem Velo trainieren. \u201eF\u00fcr diese 150 Euro, die f\u00fcr den Transport im Flieger anfallen, haben die Sportler in Erfurt den Aktkalender gemacht\u201c, so Gro\u00dfe.<\/p>\n<p><b>Vorwurf 4: Fragliche Liquidit\u00e4t.<\/b> Schatzmeisterin Clarissa Forster: \u201e2019 war der Verband mit 515.000 Euro im Minus. 2024 war er 145.000 Euro im Plus, hat also in f\u00fcnf Jahren 660.000 Euro Plus gemacht. Die DESG war nie insolvenzgef\u00e4hrdet, seit Herr Gro\u00dfe im Amt ist. Der F\u00f6rdergeber hat alles abgesegnet. Wir m\u00fcssen die Hosen runterlassen, das haben wir, und das k\u00f6nnen wir. Wir haben alles transparent gemacht.\u201c<\/p>\n<p><b>Vorwurf 5: Pr\u00e4mien seien \u00fcber Jahre nicht ausbezahlt worden. <\/b>Gro\u00dfe:<b> <\/b>\u201eWir haben sogar einige Gelder noch vor Eingang der ISU-Siegpr\u00e4mien ausgezahlt. Kein Sportler musste 730 Tage warten, wie behauptet. Die durchschnittliche Auszahlung in Deutschland vom Finanzamt betr\u00e4gt sechs bis 26 Wochen.\u201c Zwischen Geldeingang und Auszahlung lagen bei der DESG laut Unterlagen maximal 476 Tage (2023), meist aber bis 185 Tage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Eisschnelllaufverband verklagt die ARD und schlie\u00dft die Journalisten Hajo Seppelt und J\u00f6rg Mebus von einer Pressekonferenz aus.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":828060,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[136],"tags":[44342,185300,29,139148,30,9004,13025,176553,185440,185301,265],"class_list":["post-828059","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sport","tag-claudia","tag-desg","tag-deutschland","tag-eisschnelllauf","tag-germany","tag-hans-joachim","tag-olympische-spiele","tag-olympische-winterspiele-ks","tag-pechstein","tag-seppelt","tag-sport"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116138997011864920","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=828059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828059\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/828060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=828059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=828059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=828059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}