{"id":828233,"date":"2026-02-26T22:48:16","date_gmt":"2026-02-26T22:48:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828233\/"},"modified":"2026-02-26T22:48:16","modified_gmt":"2026-02-26T22:48:16","slug":"zwischen-witz-und-warnung-kubicki-staerkte-fdp-in-wiesbaden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828233\/","title":{"rendered":"Zwischen Witz und Warnung: Kubicki st\u00e4rkte FDP in Wiesbaden"},"content":{"rendered":"<p>Kubicki st\u00e4rkte der FDP in Wiesbaden den R\u00fccken \u2013 mit klaren Worten zu Wirtschaft, Bildung und Citybahn im Endspurt der Kommunalwahl.<\/p>\n<p>Gut zwei Wochen vor der Kommunalwahl am 15. M\u00e4rz suchte die <strong>Freie Demokratische Partei<\/strong> in Wiesbaden die gro\u00dfe B\u00fchne \u2013 und fanden sie im festlich ausgeleuchteten <strong>Schloss Henkel<\/strong>. Zwischen hohen Decken, Marmorboden und diskretem Kronleuchterlicht versammelten sich Parteimitglieder, Unterst\u00fctzer, Vertreter aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Die Botschaft des Abends: Die <strong>FDP<\/strong> wollte zeigen, dass sie nicht nur kommunal dachte, sondern bundespolitisch eingebunden blieb.<\/p>\n<p>Wolfgang Kubicki, zur Person<\/p>\n<p>Wolfgang Kubicki, geboren am 3. M\u00e4rz 1952 in Braunschweig, z\u00e4hlt seit Jahrzehnten zu den pr\u00e4genden Gesichtern der Freien Demokraten. Bereits 1971 trat er mit 19 Jahren der FDP bei. Seine politische Laufbahn begann 1972 als stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbands, 1975 \u00fcbernahm er den Landesvorsitz der Jungdemokraten in Schleswig-Holstein. Von 1976 bis 1988 geh\u00f6rte er dem Landesvorstand der FDP Schleswig-Holstein an, sp\u00e4ter f\u00fchrte er den Kreisverband Rendsburg-Eckernf\u00f6rde und wurde 1989 Landesvorsitzender. Mehrfach war er Mitglied des FDP-Bundesvorstands. <strong>Seit 1990 zog er viermal in den Deutschen Bundestag ein<\/strong>. Von 2017 bis 2025 amtierte er als Vizepr\u00e4sident des Bundestags. Kubicki studierte Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft in Kiel und <strong>arbeitet seit 1985 als Rechtsanwalt<\/strong>.<\/p>\n<p>Als Gastredner trat <strong>Wolfgang Kubicki<\/strong> ans Mikrofon \u2013 scherzhaft, polemisch, kampfeslustig. Ein bundespolitisches Schwergewicht, das seiner Partei im Wahlkampf sichtbar R\u00fcckhalt gab.<\/p>\n<p>Diers er\u00f6ffnete \u2013 Kubicki z\u00fcndete<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sprach <strong>Christian Diers<\/strong>, Spitzenkandidat der Wiesbadener Liberalen. <strong>Er zeichnete das Bild einer Stadt am Wendepunkt<\/strong>. Wiesbaden stehe wirtschaftlich unter Druck, k\u00e4mpfe mit steigenden Kosten, Leerstand in der Innenstadt und wachsender Unzufriedenheit \u00fcber die Verkehrspolitik. Diers erz\u00e4hlte von einem leeren Schaufenster nahe der Bonifatiuskirche, vom Traditionsgesch\u00e4ft Listmann, das nach 136 Jahren in den vergangenen Wochen geschlossen hatte. Kein Skandal, kein Knall \u2013 sondern ein schleichender Prozess. \u201e<strong>Die Innenstadt stirbt nicht auf einmal. Sie stirbt langsam\u201c,<\/strong> mahnte er.<\/p>\n<p>Die FDP wolle gegensteuern: mehr Parkraum statt Parkplatzabbau, schnellere Genehmigungen, sichtbare Stadtpolizei, bessere Beleuchtung, digitale Verkehrssteuerung. <strong>Vor allem aber wolle sie \u201eideologische Experimente\u201c beenden. <\/strong>Die Kommunalwahl entscheide dar\u00fcber, wie Wiesbaden 2031 aussehe.<\/p>\n<p>Dann \u00fcbernahm Kubicki \u2013 und hob die Debatte auf eine gr\u00f6\u00dfere B\u00fchne.<\/p>\n<p>Kubicki: Angriffslustig, pointiert, bundespolitisch<\/p>\n<p>Kubicki begann mit Dank, wechselte aber schnell in den Angriffsmodus. Zwischen Ironie und Zuspitzung entfaltete er eine <strong>Grundsatzrede \u00fcber Marktwirtschaft, Staat und Freiheit<\/strong>. Subventionen, so seine These, retteten keine schlechten Produkte. Wer Innovation wolle, m\u00fcsse Wettbewerb zulassen. Er erz\u00e4hlte von technischen Umbr\u00fcchen, von Smartphones, die sich nicht wegen staatlicher F\u00f6rderung, sondern wegen Qualit\u00e4t durchgesetzt h\u00e4tten. Der Staat solle Rahmen setzen, nicht Ergebnisse planen.<\/p>\n<p>Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund. <strong>Er kritisierte eine Politik, die aus seiner Sicht zu stark reguliere<\/strong> und zu schnell Verbote ausspreche. Freiheit bedeute, Menschen Entscheidungen zuzutrauen \u2013 im Markt, im Alltag, im Netz. Immer wieder griff er aktuelle Debatten auf: <strong>Meinungsfreiheit, Altersgrenzen f\u00fcr soziale Medien, staatliche Kontrolle<\/strong>. Er warnte davor, politische Probleme mit immer neuen Gesetzen l\u00f6sen zu wollen.<\/p>\n<p>Das Publikum reagierte mit Applaus, aber auch mit konzentrierter Stille. Kubicki sprach schnell, setzte Pointen, schob pers\u00f6nliche Anekdoten ein. Er erinnerte an seine Zeit als Anwalt, betonte Leistungsgedanken in Bildung und Wirtschaft und stellte die Frage, <strong>wie Deutschland seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit sichern wolle, wenn es B\u00fcrokratie ausbaue statt abbaue<\/strong>.<\/p>\n<p>Bildung, Integration, Leistung<\/p>\n<p>Einen breiten Raum nahm die Bildungspolitik ein. Kubicki kritisierte marode Schulgeb\u00e4ude, unzureichende Investitionen und sinkende Leistungsstandards. Deutschland investiere im internationalen Vergleich zu wenig in Bildung, obwohl dort die Grundlagen f\u00fcr Wohlstand und Verteidigungsf\u00e4higkeit entst\u00fcnden. <strong>Er forderte klare Sprachstandards vor der Einschulung und st\u00e4rkere Leistungsorientierung.<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Integrationspolitik sprach er offen an. <strong>Wer dauerhaft in Deutschland leben wolle, m\u00fcsse die Sprache beherrschen und sich integrieren<\/strong>. Einb\u00fcrgerung ohne ausreichende Sprachkenntnisse lehnte er ab. Die liberale Handschrift zeige sich im Rechtsstaat, in klaren Regeln und im Vertrauen auf individuelle Verantwortung.<\/p>\n<p>Seitenhieb auf die Citybahn<\/p>\n<p>Am Ende holte Kubicki die Bundespolitik zur\u00fcck in die Wiesbadener Gegenwart. Das Thema Citybahn lie\u00df er nicht aus. Diers Worte hallten nach, erinnerte er doch an den B\u00fcrgerentscheid von 2020 und erkl\u00e4rte, mit der FDP werde es keine Neuauflage geben. Gro\u00dfe Infrastrukturprojekte, so sein Argument, verspr\u00e4chen Fortschritt, k\u00f6nnten aber St\u00e4dte jahrelang belasten, mahnte Kubicki.<\/p>\n<p>Mit einem Seitenblick nach Berlin erw\u00e4hnte er j\u00fcngste Sabotagef\u00e4lle, bei dem Stromkabel durchtrennt wurden und Stra\u00dfenbahnstrecken lahm legten. Mit einer Anekdote aus seiner Hamburger Zeit schilderte er, wie Schnee und Eis den Verkehr lahm legten, und Stra\u00dfenbahnen nicht fuhren, weil Weichen eingefroren waren. Seine Pointe: Technik allein garantiere keine Verl\u00e4sslichkeit. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Wolfgang-Kubicki-Christian-Diers-vwa-1024x683.jpg\" alt=\"Mit einem kr\u00e4ftigen Ging-Schlag leitet Wolfgnag Kubicki das Speed-Dating ein.\" class=\"wp-image-150552\"  \/>Mit einem kr\u00e4ftigen Ging-Schlag leitet Wolfgnag Kubicki das Speed-Dating ein. \u00a92026 Volker Watschounek<\/p>\n<p>Signal nach innen und au\u00dfen<\/p>\n<p>Der Abend im Schloss Henkel wirkte wie ein doppeltes Signal. Nach innen demonstrierte die FDP Geschlossenheit und Kampfbereitschaft. Nach au\u00dfen setzte sie mit auf das bundespolitisches Profil. <strong>Kubicki verlieh dem Wahlkampf Sch\u00e4rfe, gab ihm Richtung und Emotionalit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p>Ob die Mischung aus wirtschaftsliberaler Grundsatzrede und kommunalpolitischen Forderungen die Parteimitglieder und ihre Freunde \u00fcberzeugen konnten, blieb offen. Klar wurde: Die FDP wollte im Endspurt der Kommunalwahl nicht moderat verwalten, sondern deutlich opponieren \u2013 gegen Subventionspolitik, gegen neue Regulierungen, gegen eine Wiederbelebung der Citybahn.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung schloss mit einem 30-min\u00fctigen Speed-Dating, bei dem sich die FDP-Kandidaten in pers\u00f6nlichen Runden den Fragen der W\u00e4hler stellten: <strong>Christian Diers<\/strong>, <strong>Sylvia Schob<\/strong>, <strong>Dr. Lucas Schwalbach<\/strong>, <strong>Sebastian Rutten<\/strong> und <strong>Alexander Winkelmann<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Applaus im Schloss Henkel fiel kr\u00e4ftig aus. Am 15. M\u00e4rz sollte sich zeigen, wie weit er trug<\/p>\n<p>Foto \u2013\u00a0Wolfgang Kubicki im Schloss Henkel \u00a92026 Volker Watschounek <\/p>\n<p>Weitere Nachrichten aus dem\u00a0<strong>Stadtteil Biebrich<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/wiesbaden-lebt.de\/tag\/biebrich\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">lesen Sie hier<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr von <strong><a href=\"https:\/\/www.fdp.de\/person\/wolfgang-kubicki\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolfgang Kubicki<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"metis-img-pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/8d0c5c9d5560493da6cc09cef886f7c5.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/>\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kubicki st\u00e4rkte der FDP in Wiesbaden den R\u00fccken \u2013 mit klaren Worten zu Wirtschaft, Bildung und Citybahn im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":828234,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1847],"tags":[39417,3364,29,548,663,3934,187,30,13,2052,57747,14,15,12,6799,4544,40390],"class_list":["post-828233","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wiesbaden","tag-biebrich","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-fdp","tag-germany","tag-headlines","tag-hessen","tag-kommunalwahl-2026","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-wahlkampf","tag-wiesbaden","tag-wolfgang-kubicki"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116139373698531246","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=828233"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828233\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/828234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=828233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=828233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=828233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}