{"id":828237,"date":"2026-02-26T22:50:17","date_gmt":"2026-02-26T22:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828237\/"},"modified":"2026-02-26T22:50:17","modified_gmt":"2026-02-26T22:50:17","slug":"mannheimer-kunstpreis-2026-der-heinrich-vetter-stiftung-geht-an-konstantin-voit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/828237\/","title":{"rendered":"Mannheimer Kunstpreis 2026 der Heinrich-Vetter-Stiftung geht an Konstantin Voit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Voit-Portraet-Foto-Laura-Kuch.jpg\" alt=\"Voit, Portraet, Foto Laura Kuch\" width=\"2016\" height=\"1134\" class=\"aligncenter size-full wp-image-626562\"  \/><br \/>Mannheim\/Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 Mit dem Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung unterst\u00fctzen die Stadt Mannheim und die Heinrich-Vetter-Stiftung professionelle K\u00fcnstler*innen, die in der Metropolregion Rhein-Neckar leben und wirken. <\/p>\n<p>Der in diesem Jahr f\u00fcr Malerei ausgelobte Preis wird 2026 bereits zum elften Mal verliehen. Der Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung ist ein wichtiges Instrument zur F\u00f6rderung regionaler zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstler*innen. Neben dem Preisgeld der Stiftung ist die begleitende Preistr\u00e4gerausstellung in Port25 \u2013 Raum f\u00fcr Gegenwartskunst ein wesentlicher Aspekt der F\u00f6rderung durch das Kulturamt.<\/p>\n<p>\u201eMit der Vergabe dieses Kunstpreises w\u00fcrdigen wir nicht nur die herausragende Leistung des Preistr\u00e4gers Konstantin Voit, sondern auch den wertvollen Beitrag, den Kunst f\u00fcr das Miteinander und die Weiterentwicklung unserer Stadt leistet. Kunst und Kultur sind unverzichtbare Pfeiler unserer Gesellschaft \u2013 sie regen zum Nachdenken an, schaffen Begegnung und verleihen unserer Stadt Identit\u00e4t. F\u00fcr die nachhaltige Unterst\u00fctzung der Bildenden Kunst m\u00f6chte ich der Stiftung meinen gro\u00dfen Dank aussprechen\u201c, so Kulturb\u00fcrgermeister Thorsten Riehle.<\/p>\n<p>Die Fachjury bestehend aus Eva-Maria H\u00f6llerer (Kuratorin Kunsthalle Mannheim), Kim Behm und Yvonne Vogel (Betreiberinnen PORT25 \u2013 Raum f\u00fcr Gegenwartskunst), Dr. Friedrich W. Kasten (Vorstandsvorsitzender Mannheimer Kunstverein) und Andrea Kasten (Mannheimer Kunstverein), Prof. Dr. Markus Haass (Vorstandsvorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung), Antje Geiter (Leiterin Ideeller Bereich\/Soziales Heinrich-Vetter-Stiftung), Ewa Wojciechowska (Leiterin Kulturamt Mannheim) und Carolin Ellwanger (Beauftragte f\u00fcr Bildende Kunst Kulturamt Mannheim) w\u00fcrdigte die au\u00dferordentlich hohe Qualit\u00e4t der zahlreichen Einsendungen und die Vielfalt der k\u00fcnstlerischen Ans\u00e4tze, die die kreative St\u00e4rke der regionalen Kunstszene eindrucksvoll widerspiegelt.<\/p>\n<p>Hauptpreistr\u00e4ger ist Konstantin Voit<br \/>Nach eingehenden und intensiven Beratungen hat die Jury mehrheitlich entschieden, den mit 15.000 Euro dotierten Preis an den Mannheimer K\u00fcnstler Konstantin Voit zu vergeben.<\/p>\n<p>\u201eDas Werk von Konstantin Voit ist unverkennbar und einzigartig. Mit dem Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung w\u00fcrdigen wir herausragende k\u00fcnstlerische Leistungen, die unsere Region kulturell bereichern und weit \u00fcber ihre Grenzen hinausstrahlen\u201c, so Prof. Dr. Markus Haass, Vorstandsvorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung.<\/p>\n<p>Das malerische Werk von Konstantin Voit (*1964) ist farbstark und nutzt gezielt die reduzierte Form von Kindermalschablonen, die der K\u00fcnstler seit 1993 sammelt und zur gr\u00f6\u00dften Sammlung dieser Art weltweit ausgebaut hat. Voits grunds\u00e4tzlich abstrakter Ansatz wird so um die Gegenstandswelt der Schablonenmotive erweitert. Der undifferenzierte Charakter der schlichten Stanzungen fordert gleichsam dazu auf, die formale Leere zu \u00fcberwinden und mit Symbolik und archetypischer Bedeutung zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Im Ein-Mann-Betrieb Malfabrik, ein Projektname, den Voit seit seinem Kunststudium in Hamburg verwendet, wurden inzwischen \u00fcber 2.000 Malereien realisiert. Die Malfabrik ist in 10 Werkbl\u00f6cke mit zahlreichen Unterbl\u00f6cken organisiert, die sich allesamt mit der inhaltlichen wie formalen Vorgabe der Malschablone besch\u00e4ftigen. So existieren Serien zu Bildern im \u00f6ffentlichen Raum (Flaggen, Verkehrsschilder, Logos), aber auch zu malerischen Komponenten wie Spiegelungen, Transparenzen oder verschiedenen Farbsystemen. Dabei werden Computer und Schneideplotter als moderne Hilfsmittel genutzt, trotzdem ist dem K\u00fcnstler wichtig, am Ende Malerei zu erhalten, also gemalte Farbe auf einem hochwertigen Bildtr\u00e4ger. Es handelt sich somit weder um digitale Kunst noch um Drucke, zudem wird bis heute keinerlei KI eingesetzt. Sind die ersten Werkbl\u00f6cke allesamt mit Spray auf Leinwand fabriziert, wurde die Produktion vor 15 Jahren auf Acrylfarbe umgestellt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Fotomontage-Werbeblock-2.jpg\" alt=\"Fotomontage Werbeblock\" width=\"1666\" height=\"1052\" class=\"aligncenter size-full wp-image-626563\"  \/><br \/>Voits neues Projekt Werbeblock 2.0 umfasst 294 verfremdete Markenlogos, die durch den gezielten Einsatz von Schablonenmotiven nicht nur ihren Wiedererkennungswert behalten, sondern sich zudem als poetisch verspielte Bilderschau unserer allgegenw\u00e4rtigen Waren- und Konsumwelt lesen lassen. Nach dem ersten Werbeblock, bei dem der K\u00fcnstler die damals bekannte Logo-Welt mit Schablonen neu interpretierte und diese z. B. bei der Ausstellung I love ALDI (2011) im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen pr\u00e4sentierte, besch\u00e4ftigt sich der neue Werbeblock mit weniger bekannten oder sogar verschwundenen Signets. Die aktuelle Serie ist somit auch eine Zeitreise zur\u00fcck, die den Blick \u00f6ffnet f\u00fcr das Verborgene, das Kurzlebige und die Besonderheiten des Markendesigns. Kombiniert mit den Schablonen des K\u00fcnstlers ergeben sich oft humorige, manchmal doppelb\u00f6dige, vor allem stets \u00fcberraschende Bildmomente, die auf spielerische Weise zum Mitraten und zur Kommunikation einladen.<\/p>\n<p>Konstantin Voit ist in Mannheim geboren und hat an der HFBK Hamburg (u. a. bei Sigmar Polke) studiert. Nachdem ihn mehrere Stipendien quer durch Deutschland f\u00fchrten, zog er 2001 zur\u00fcck in die Kurpfalz. Er war dreimal Preistr\u00e4ger des Welde-Kunstpreises (2003, 2012, 2014), erhielt 2003 den Kunstpreis f\u00fcr Malerei der Stadt B\u00fchl in Baden, 2006 den Kunstpreis der K\u00fcnstlermesse Karlsruhe sowie 2018 ein halbj\u00e4hriges Stipendium an der Cit\u00e9 Internationale des Arts in Paris. 2016 verwirklichte er an der Erich K\u00e4stner-Schule in Ludwigshafen ein Kunst am Bau-Projekt mit drei monumentalen Wandarbeiten. Konstantin Voit ist seit vielen Jahren mit zahlreichen Ausstellungen sowohl in der Region als auch bundesweit pr\u00e4sent, so 2020 mit einer Postkarten-Installation in der Kunsthalle in Emden oder 2023 w\u00e4hrend einer Projektresidenz im Kunstverein Ludwigshafen, bei der Voit ein raumf\u00fcllendes, begehbares Labyrinth aus Tape und gr\u00fcnem Leuchtpapier in den tempor\u00e4ren Ausstellungsraum in der Rhein-Galerie legte.<\/p>\n<p>Voit ist Teil des Kollektivs Die Kunstpirativen (gegr. 2017), Mitgr\u00fcnder der Produzentengalerie PENG! \u2013 raum f\u00fcr kunst (2006-09) und war lange Jahre an der Freien Kunstakademie Mannheim (FKAM) als Dozent t\u00e4tig (2003-15), 2026 nimmt er seine Dozentent\u00e4tigkeit an der neu gegr\u00fcndeten Akademie der Bildenden K\u00fcnste (ABK) Mannheim auf.<\/p>\n<p>Preistr\u00e4gerausstellung im PORT25 \u2013 Raum f\u00fcr Gegenwartskunst<\/p>\n<p>Die Ausstellung des Preistr\u00e4gers des diesj\u00e4hrigen Mannheimer Kunstpreises der Heinrich-Vetter-Stiftung wird am 31. Juli um 19 Uhr in PORT25 \u2013 Raum f\u00fcr Gegenwartskunst in Mannheim er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Quelle: Stadt Mannheim <\/p>\n<p class=\"post-modified-info\">Zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2026, 20:30<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mannheim\/Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 Mit dem Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung unterst\u00fctzen die Stadt Mannheim und die Heinrich-Vetter-Stiftung professionelle K\u00fcnstler*innen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":828238,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1845],"tags":[51463,13586,44119,2076,5587,1634,18412,63764,3364,29,588,548,663,3934,6586,30,13,642,8903,671,2075,3910,5998,13839,25476,2705,2096,25488,25489,2264,14,14480,15,24636,2202,5399,5206,28951,12,966,3041,64611,8928,30729,1250,61,103,62718],"class_list":["post-828237","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-mannheim","tag-preisgeld","tag-sammlung","tag-44119","tag-ausstellung","tag-baden","tag-baden-wuerttemberg","tag-bereich","tag-dank","tag-de","tag-deutschland","tag-einsatz","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-forderung","tag-germany","tag-headlines","tag-jury","tag-karlsruhe","tag-ki","tag-kunst","tag-kuenstler","tag-leben","tag-logo","tag-ludwigshafen","tag-malerei","tag-mannheim","tag-metropolregion","tag-metropolregion-rhein-neckar","tag-museum","tag-nachrichten","tag-neckar","tag-news","tag-preistraeger","tag-projekt","tag-region","tag-rhein","tag-rhein-neckar","tag-schlagzeilen","tag-schule","tag-stadt","tag-stadt-mannheim","tag-stiftung","tag-thorsten-riehle","tag-unterstuetzung","tag-vielfalt","tag-welt","tag-wilhelm-hack-museum"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=828237"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/828237\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/828238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=828237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=828237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=828237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}