{"id":830758,"date":"2026-02-27T22:10:16","date_gmt":"2026-02-27T22:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/830758\/"},"modified":"2026-02-27T22:10:16","modified_gmt":"2026-02-27T22:10:16","slug":"tesla-aktie-europa-offensive-sorgt-fuer-aufsehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/830758\/","title":{"rendered":"Tesla Aktie: Europa-Offensive sorgt f\u00fcr Aufsehen"},"content":{"rendered":"<p>Teslas Robotaxi-Flotte in den USA verzeichnet hohe Unfallraten, w\u00e4hrend in Europa die Produktion geplant ist und sich der Konflikt im Werk Gr\u00fcnheide vor der Betriebsratswahl zuspitzt.<\/p>\n<p>Elon Musk hat gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr Europa \u2013 doch w\u00e4hrend der Tesla-Chef von Robotaxis und vollautonomen Fahrzeugen schw\u00e4rmt, wirft ein Blick auf die Zahlen aus den USA ern\u00fcchternde Fragen auf. Gleichzeitig brodelt es im Werk Gr\u00fcnheide kurz vor der entscheidenden Betriebsratswahl.<\/p>\n<p>Robotaxis mit fragw\u00fcrdiger Bilanz<\/p>\n<p>Die Robotaxi-Flotte in Austin verzeichnet seit dem Start im Juni 2025 bereits 14 Unf\u00e4lle, die an die US-Verkehrssicherheitsbeh\u00f6rde NHTSA gemeldet wurden. Allein zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 kamen f\u00fcnf neue Vorf\u00e4lle hinzu \u2013 darunter Kollisionen mit festen Objekten und einem Stadtbus. Besonders brisant: Ein Unfall wurde nachtr\u00e4glich als Vorfall mit Krankenhausaufenthalt eingestuft, ohne dass Tesla dies \u00f6ffentlich kommuniziert hatte.<\/p>\n<p>Die Rechnung f\u00e4llt ern\u00fcchternd aus. Bei rund 800.000 bezahlten Fahrmeilen ergibt sich eine Unfallrate von einem Vorfall alle 57.000 Meilen. Zum Vergleich: Teslas eigene Daten geben an, dass durchschnittliche US-Fahrer alle 229.000 Meilen in einen kleineren Unfall verwickelt sind. Die Robotaxis liegen damit bei einer etwa viermal h\u00f6heren Unfallrate \u2013 und das trotz geschulter Sicherheitsfahrer auf dem Beifahrersitz, die jederzeit h\u00e4tten eingreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ende Januar 2026 begann Tesla dennoch mit Fahrten ohne Sicherheitsbegleitung. Musk k\u00fcndigte nun in einem Video-Interview auf X an, das vollautonome Fahrsystem auch in Europa einzuf\u00fchren. Die Zulassung in den Niederlanden soll ihm zufolge am 20. M\u00e4rz 2026 erfolgen. Er glaubt, dass es noch in diesem Jahr technisch m\u00f6glich sein wird, in einem Tesla einzuschlafen und am Zielort wieder aufzuwachen.<\/p>\n<p>Widerspr\u00fcche in Kalifornien<\/p>\n<p>In Kalifornien ger\u00e4t Tesla parallel unter regulatorischen Druck. In einer am 13. Februar 2026 eingereichten Stellungnahme bei der California Public Utilities Commission r\u00e4umt das Unternehmen ein, dass der Dienst in der San Francisco Bay Area nach wie vor auf menschliche Fahrer im Fahrzeug sowie ferngesteuerte Assistenzoperatoren angewiesen ist. Das System arbeitet dort mit FSD (Supervised), einem Level-2-Fahrerassistenzsystem, das per Definition st\u00e4ndige menschliche \u00dcberwachung erfordert.<\/p>\n<p>Gleichzeitig argumentiert Tesla, seine Level-2-Fahrzeuge sollten nicht unter die kalifornischen Regeln f\u00fcr autonome Fahrzeuge fallen. Das Unternehmen wehrt sich zudem gegen einen Vorschlag von Alphabets Waymo, der es Level-2-Diensten untersagen w\u00fcrde, Begriffe wie &#8222;driverless&#8220; oder &#8222;robotaxi&#8220; in der Vermarktung zu verwenden. Der Widerspruch ist offensichtlich: Gegen\u00fcber Beh\u00f6rden erkl\u00e4rt Tesla, die Fahrzeuge seien nicht autonom und erforderten menschliche Fahrer \u2013 gegen\u00fcber Kunden und Investoren vermarktet man den Dienst als &#8222;Robotaxi&#8220;.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Tesla in Austin \u00fcber etwa 42 aktive Robotaxis mit einer Verf\u00fcgbarkeit von unter 20 Prozent w\u00e4hrend der Betriebszeiten verf\u00fcgt, baut Waymo seinen Vorsprung aus. Der Alphabet-Ableger bietet nach eigenen Angaben bereits mehr als 450.000 vollst\u00e4ndig fahrerlose Fahrten pro Woche an und expandierte am 24. Februar 2026 in vier weitere US-St\u00e4dte \u2013 insgesamt nun zehn Metropolregionen.<\/p>\n<p>Europa-Pl\u00e4ne nehmen Gestalt an<\/p>\n<p>F\u00fcr Europa k\u00fcndigte Musk die Produktion des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab ohne Lenkrad und Pedale an, die noch in diesem Jahr beginnen soll. Auch der humanoide Roboter Optimus soll 2026 in Produktion gehen und bis Ende 2027 der \u00d6ffentlichkeit zum Verkauf angeboten werden. &#8222;Wenn alles gut l\u00e4uft, werden wir den Cybercab und den Optimus voraussichtlich auch in Europa produzieren&#8220;, so Musk. Der schwere Lkw Tesla Semi soll ebenfalls in Europa gefertigt werden. Parallel dazu hat Tesla seine Karte mit \u00fcber 60 neuen Megacharger-Standorten f\u00fcr den Semi in 15 US-Bundesstaaten aktualisiert.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.boerse-global.de\/lp\/einzel-analyse\/?trk=AHN_Asset_Analysis_Feed_Middle&amp;isin=US88160R1014&amp;aktienname=Tesla&amp;adref=Blog_Ad-Hoc-News%3AEx-Article-ID_731996%3AISIN_US88160R1014%3AAktienname_Tesla%3ASource_Ad-Hoc-News&amp;source=RSS-Ad-Hoc-News\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\"><strong>Sollten Anleger sofort verkaufen? 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In einem firmeninternen Video-Interview deutete Musk an, der Ausbau der Gigafactory k\u00f6nnte gestoppt werden, wenn die IG Metall die Wahl gewinnt. &#8222;Die Dinge werden sicherlich schwieriger, wenn es sozusagen externe Organisationen gibt, die Tesla in die falsche Richtung dr\u00e4ngen&#8220;, zitierte das Handelsblatt den Tesla-Chef.<\/p>\n<p>Werksleiter Andr\u00e9 Thierig hatte Mitte Februar erkl\u00e4rt, er k\u00f6nne sich nicht vorstellen, dass die Entscheidungstr\u00e4ger in den USA den Ausbau der Fabrik vorantreiben, wenn die Wahl mehrheitlich Richtung IG Metall ausf\u00e4llt. Bei der letzten Betriebsratswahl 2024 stellte die IG Metall zwar die gr\u00f6\u00dfte Gruppe, die Sitzmehrheit ging jedoch an nicht gewerkschaftlich organisierte Vertreter.<\/p>\n<p>Im Streit \u00fcber eine Tonaufnahme einer Betriebsratssitzung vom 10. Februar 2026 schlossen Tesla und IG Metall vor dem Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) einen Vergleich. Beide Seiten verpflichten sich darin, bestimmte Vorw\u00fcrfe und Behauptungen bis zum Abschluss der Betriebsratswahlen nicht zu wiederholen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt sowohl gegen einen Gewerkschaftssekret\u00e4r der IG Metall wegen heimlicher Aufnahme der Sitzung als auch gegen Werksleiter Thierig wegen \u00fcbler Nachrede.<\/p>\n<p>Bewertungsfrage bleibt virulent<\/p>\n<p>Die Robotaxi-Problematik hat unmittelbare Relevanz f\u00fcr die Aktienbewertung. Bei einem schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4ft im Elektrofahrzeugbereich, das 2025 Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge und sinkende operative Margen verzeichnete, ruht ein erheblicher Teil der Bewertung auf den Robotaxi- und Robotik-Ambitionen. Der entscheidende Nachweis steht jedoch noch aus: dass Tesla \u00fcber ein Fahrsystem verf\u00fcgt, das sicher und zuverl\u00e4ssig genug ist, um ohne menschliche Aufsicht im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zu operieren.<\/p>\n<p>Die Tesla-Aktie notierte im vorb\u00f6rslichen US-Handel am Donnerstag bei 406,50 Dollar, was einem Minus von 0,49 Prozent entspricht. Im weiteren Handelsverlauf rutschte der Titel zeitweise um 2,58 Prozent auf 406,64 Dollar ab.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 1em;\"><strong>Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 1em;\">Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf f\u00fcr Tesla-Aktion\u00e4re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. 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