{"id":834114,"date":"2026-03-01T06:05:11","date_gmt":"2026-03-01T06:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/834114\/"},"modified":"2026-03-01T06:05:11","modified_gmt":"2026-03-01T06:05:11","slug":"auto-auf-dem-dach-was-diese-unfaelle-gefaehrlich-macht-und-was-schuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/834114\/","title":{"rendered":"Auto auf dem Dach \u2013 was diese Unf\u00e4lle gef\u00e4hrlich macht und was sch\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 1. M\u00e4rz 2026.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nVerena Patel<\/p>\n<p>Audio<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Auf der Martinistra\u00dfe in Bremen liegt ein Auto auf der Stra\u00dfe auf dem Kopf.\" data-image-owner=\"Radio Bremen | Michael Nendza\" data-image-title=\"Auf der Martinistra\u00dfe in Bremen liegt ein Auto auf der Stra\u00dfe auf dem Kopf.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/bremen-unfall-martinistrasse-auto-100~_v-800x450_c-1771576080138.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/bremen-unfall-martinistrasse-auto-100~_v-640x360_c-1771576080138.jpg\"\/><\/p>\n<p>Ein Kleinwagen landete an der Bremer Martinistra\u00dfe auf dem Dach, nachdem ein anderes Auto mit ihm zusammengesto\u00dfen war.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | Michael Nendza<\/p>\n<p>Audio-Ende<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Immer wieder kommt es bei schweren Unf\u00e4llen zu \u00dcberschl\u00e4gen. Was dazu beitragen kann, dass es passiert und warum sie dennoch immer weniger werden. <\/p>\n<p>An der Martinistra\u00dfe kollidieren zwei Autos, am Schluss liegt eines davon auf dem Dach \u2013 Totalschaden. Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck haben die Insassen beider Wagen gehabt: Alle kommen leicht verletzt aus der Sache heraus. <\/p>\n<p>Gleich drei Autos sto\u00dfen an der Kreuzung von Schwachhauser Heerstra\u00dfe und Bismarckstra\u00dfe in der Bremer City zusammen. Dabei \u00fcberschl\u00e4gt sich der Gel\u00e4ndewagen des Unfallverursachers. Alle drei Fahrer kommen mit leichten Verletzungen davon. <\/p>\n<p>Beide F\u00e4lle passierten binnen weniger Wochen in der Bremer Innenstadt. Die Polizei verweist auf Anfrage auf die laufenden Ermittlungen, Neues zu den Unf\u00e4llen gibt es daher nicht.<\/p>\n<p>Verkehrssicherheitsrat: Kr\u00e4fte auf Insassen k\u00f6nnen sehr hoch sein<\/p>\n<p>Unf\u00e4lle mit \u00dcberschlag sind aufsehenerregend und verursachen oft hohen Schaden. Au\u00dferdem sind sie f\u00fcr die Insassen besonders gef\u00e4hrlich \u2013 zumindest unter bestimmten Bedingungen, teilt Manfred Wirsch, Pr\u00e4sident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, auf Anfrage schriftlich mit: &#8222;\u00dcberschlagsunf\u00e4lle gelten als besonders gef\u00e4hrlich, da sich das Fahrzeug unkontrolliert dreht und die Kr\u00e4fte auf die Insassen sehr hoch sein k\u00f6nnen.&#8220; <\/p>\n<p>Moderne Fahrzeuge verf\u00fcgten inzwischen \u00fcber eine verst\u00e4rkte Dachstruktur beziehungsweise einen sogenannten \u00dcberrollb\u00fcgel, der sicherstellt, dass das Fahrzeugdach bei einem \u00dcberschlag nicht zu stark eingedr\u00fcckt werde. &#8222;Besonders wichtig ist, dass der Sicherheitsgurt straff angelegt ist, da er auch beim \u00dcberschlag entscheidend zum Schutz der Insassen beitr\u00e4gt&#8220;, betont Wirsch. <\/p>\n<p>Letzteres kann Kirstin Zeidler, Leiterin der Unfallforschung der Versicherer best\u00e4tigen. &#8222;Bei 60 Prozent der angeschnallten Insassen gab es nur leichte Verletzungen. Hier zeigt sich: Wer angeschnallt ist, hat eine deutlich h\u00f6here Chance, sich weniger stark zu verletzen.&#8220;<\/p>\n<p>Statistik: Bei 80 Prozent der \u00dcberschl\u00e4ge vorher eine Kollision<\/p>\n<p>Insgesamt h\u00e4tten sich Unf\u00e4lle mit \u00dcberschlag eines Fahrzeugs seit der Einf\u00fchrung des Elektronischen Stabilit\u00e4tsprogramms (ESP) deutlich reduziert, sagt Zeidler. Das ESP ist ein Fahrassistenzsystem, das verhindern soll, dass ein Wagen ins Rutschen oder Schleudern ger\u00e4t. Seit November 2014 m\u00fcssen alle neu zugelassenen Autos dar\u00fcber verf\u00fcgen. <\/p>\n<p>&#8222;Anhand der Unfalldatenbank der Versicherer zeigt sich, dass der Anteil schwerer Unf\u00e4lle mit \u00dcberschlag am gesamten Unfallgeschehen im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt. Verschiedene Faktoren k\u00f6nnen es sein, die schlie\u00dflich zum \u00dcberschlag f\u00fchren&#8220;, sagt Zeidler. Sie hebt hervor: &#8222;Bei 80 Prozent der Unf\u00e4lle dieser Art gab es vorher eine Kollision mit einem anderen Wagen.&#8220;<\/p>\n<p>SUVs und Vans mit h\u00f6herer \u00dcberschlagsneigung<\/p>\n<p>Aus Studien sind aber noch andere Faktoren bekannt. Laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat geh\u00f6ren h\u00f6here Geschwindigkeiten, Ausweichman\u00f6ver, seitliche Kollisionen oder Kombinationen aus Aufprall und Lenkbewegung dazu.<\/p>\n<p>&#8222;Auch infrastrukturelle Gegebenheiten wie Kurven, nasse oder glatte Fahrbahnen, Stra\u00dfenneigung, B\u00f6schungen und Bordsteinkanten spielen eine Rolle, ebenso wie Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt wie SUVs oder Vans&#8220;, teilt Wirsch schriftlich mit. Sie h\u00e4tten im Vergleich zu niedrigeren Wagen eine h\u00f6here \u00dcberschlagsneigung.<\/p>\n<p>Je h\u00f6her die Geschwindigkeit, desto h\u00f6her das Verletzungsrisiko<\/p>\n<p>H\u00e4ufig wirkten mehrere dieser Faktoren zusammen. Einfluss habe au\u00dferdem, wie gut das Fahrwerk eines Wagens erhalten ist. Sind Teile davon abgenutzt, k\u00f6nne das auch zum Kontrollverlust beitragen, hei\u00dft es weiter in der Antwort des Deutschen Verkehrssicherheitsrats. Kirstin Zeidler von der Unfallforschung der Versicherer verweist darauf: &#8222;Ganz allgemein: Je gr\u00f6\u00dfer die Kollisionsgeschwindigkeit, je schwerer der Unfallgegner, desto h\u00f6her ist das Verletzungsrisiko f\u00fcr Insassen zum Beispiel eines Kleinwagens.&#8220;<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbutenunbinnen.de, Dein Audio-Update, 27. Februar 2026, 17:41 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 1. M\u00e4rz 2026. 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