{"id":834670,"date":"2026-03-01T11:28:12","date_gmt":"2026-03-01T11:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/834670\/"},"modified":"2026-03-01T11:28:12","modified_gmt":"2026-03-01T11:28:12","slug":"sarah-engels-faehrt-fuer-deutschland-zum-esc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/834670\/","title":{"rendered":"Sarah Engels f\u00e4hrt f\u00fcr Deutschland zum ESC"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es war eine Show, die in ihrer optischen Opulenz und leider auch in ihrer Langatmigkeit fast das Finale des <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/eurovision-song-contest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eurovision Song Contest<\/a> (ESC) vorwegnahm. Dabei wollte der erstmals federf\u00fchrende S\u00fcdwestrundfunk f\u00fcr den deutschen Vorentscheid des Musikwettbewerbs wohl nur auffahren, was m\u00f6glich ist. So durften 1400 Zuschauer im Fernsehstudio in Berlin-Adlershof am Samstagabend live mitverfolgen, wie zun\u00e4chst eine Jury und sp\u00e4ter das Publikum nach insgesamt drei Stunden die K\u00f6lnerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sarah-engels\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sarah Engels<\/a> zur Gewinnerin k\u00fcrte. Ihr tanzbarer Europop-Song \u201eFire\u201c ist musikalisch so etwas wie der gr\u00f6\u00dfte gemeinsame Nenner aus hunderten ESC-St\u00fccken \u2013 und nun der deutsche Beitrag f\u00fcr das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien am 16. Mai.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Immerhin reist mit der 33-j\u00e4hrigen eine erfahrene Entertainerin nach \u00d6sterreich. Engels belegte unter anderem 2011 den zweiten Platz bei der Castingshow \u201eDeutschland sucht den Superstar\u201c, trat als Duo mit ihrem Ex-Mann Pietro Lombardi auf und hat eine Hauptrolle im derzeit noch in K\u00f6ln ans\u00e4ssigen Musical \u201eMoulin Rouge\u201c. Zudem war sie Gast in diversen Reality-TV-Formaten. Die S\u00e4ngerin ist pr\u00e4sent auf der B\u00fchne, besitzt eine sympathische Ausstrahlung \u2013 ob das allerdings reicht, um im europ\u00e4ischen Vergleich einen vorderen Platz zu erlangen, ist eher fraglich. So bietet ihr Song zwar einen eing\u00e4ngigen Refrain, wirkt aber insgesamt zu glatt und flach, um im Ged\u00e4chtnis haften zu bleiben. Zumal an vergleichbaren Tanzpop-Nummern beim ESC meist kein Mangel besteht.<\/p>\n<p>Ein anderer Kandidat bringt den Glamour      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei war mit dem non-bin\u00e4ren Musiker Wavvyboi aus Liechtenstein durchaus ein K\u00fcnstler im Rennen, der mit einem ungew\u00f6hnlichen Stilmix und einem glamour\u00f6sen Auftritt punkten konnte. Auch der 27-J\u00e4hrige hatte es beim Vorentscheid mit seinem wilden Mix aus Glamrock, Punk und Emo-Pop als einer von drei Interpreten ins sogenannte \u201eSuperfinale\u201c geschafft, unterlag aber am Ende knapp Sarah Engels. Auf sie entfielen 38,30 Prozent der Zuschauerstimmen, auf Wavvyboi 34,15 Prozent. F\u00fcr den Liechtensteiner h\u00e4tte allerdings gesprochen, dass sein Song \u201eBlack Glitter\u201c nicht nur musikalisch ausgefeilter und bemerkenswerter ist, sondern er sich auch so eigensinnig zu inszenieren wei\u00df, dass sein Auftritt nachhallt. Um den ESC zu gewinnen, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, braucht es aber genau das \u2013 eine Prise Extraordin\u00e4res, Brillantes, vielleicht auch leicht Bizarres.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei dem Vorentscheid wurde aber vor allem darauf geachtet, alles m\u00f6glichst geordnet und \u00fcberraschungsfrei abzuwickeln. Daher moderierte die ESC-geschulte Barbara Sch\u00f6neberger, unterst\u00fctzt von Comedienne <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hazel-brugger\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hazel Brugger<\/a> sowie Kommentator Thorsten Schorn. Nach einem leicht verkrampften Auftakt sorgte vor allem Brugger immer mal wieder mit ihrer Neigung zu anarchischem Humor f\u00fcr komische Momente, etwa bei Interviews mit den K\u00fcnstlern im \u201eGreen Room\u201c (\u201eW\u00e4rst du jetzt lieber Tier\u00e4rztin?\u201c) oder im Schlagabtausch mit Sch\u00f6neberger (\u201eMan h\u00f6rt dich immer so knarzen in deinem Kleid.\u201c). \u00dcber weite Strecken aber blieb die Show zu betulich, schleppte sich mit m\u00e4\u00dfig lustigen Einspielfilmchen und substanzlosen Gespr\u00e4chen dahin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So wurden neben Paola Felix und Michael Schulte, beide standen schon im ESC-Finale, auch Carolin Kebekus und \u201eBergdoktor\u201c Hans Sigl \u00fcber ihre Verbindung zum Wettbewerb befragt. Warum, erschloss sich nicht. Immerhin erz\u00e4hlte die 75-j\u00e4hrige Felix charmant und beseelt von ihren Auftritten, auch die filmischen Zusammenschnitte der schr\u00e4gsten und sch\u00f6nsten Momente gerieten recht kurzweilig. Was allerdings nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen konnte, dass damit eine inhaltlich d\u00fcnne Show abendf\u00fcllend aufgepumpt werden sollte. Nach den Entscheidungen der internationalen Jury, die aus den insgesamt neun Acts drei f\u00fcr das Superfinale ausw\u00e4hlte, h\u00e4tte man sich zudem noch ein paar Aussagen dar\u00fcber gew\u00fcnscht, woran die Ausgeschiedenen gescheitert waren. Neben Engels und Wavvyboi schaffte es noch Molly Sue mit der Ballade \u201eOptimist (Ha Ha Ha)\u201c ins Superfinale. Dort setzte sich dann wenig \u00fcberraschend die K\u00fcnstlerin mit dem gr\u00f6\u00dften Bekanntheitsgrad durch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Einige der Musiker hatten ohnehin kaum Erfahrung, Bela stand zum ersten Mal auf einer B\u00fchne. F\u00fcr sie alle war es extrem schwierig, gegen die routinierteren Acts zu bestehen, die zudem allesamt erst zum Schluss auftraten. So wirkte die Show auch ein wenig zugeschnitten auf die erfahreneren Kandidaten. \u201eEuer Schicksal wird jetzt besiegelt\u201c, orakelte Brugger am Ende gegen\u00fcber den drei Finalisten, bevor die Siegerin verk\u00fcndet wurde. Was etwas befremdlich klang angesichts des laufenden Angriffs auf den Iran, der per Laufband im Fernsehbild auch die Live-Show erreichte und deren Bedeutung zurechtr\u00fcckte. Andererseits wollte die Welt des ESC schon immer ein eskapistischer Gegenentwurf sein, ein Ideal verk\u00f6rpern. Engels freute sich dementsprechend riesig und erkl\u00e4rte sp\u00e4ter, dass dies die gr\u00f6\u00dfte Chance ihrer Karriere sei und sie keine Angst habe, beim ESC zu scheitern. Warum auch? Sie w\u00e4re damit ja mittlerweile in guter Gesellschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war eine Show, die in ihrer optischen Opulenz und leider auch in ihrer Langatmigkeit fast das Finale&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":834671,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,18088,3364,29,4629,31740,2665,38048,30,13,2160,154243,4006,14,3923,15,3921,11969,12,1909,186434,165876],"class_list":["post-834670","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-contest","tag-de","tag-deutschland","tag-esc","tag-eurovision","tag-finale","tag-fire","tag-germany","tag-headlines","tag-koelner","tag-koelnerin","tag-live","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-sarah-engels","tag-schlagzeilen","tag-song","tag-superfinale","tag-vorentscheid"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116153686754636712","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/834670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=834670"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/834670\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/834671"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=834670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=834670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=834670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}