{"id":83496,"date":"2025-05-04T10:42:26","date_gmt":"2025-05-04T10:42:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83496\/"},"modified":"2025-05-04T10:42:26","modified_gmt":"2025-05-04T10:42:26","slug":"tagung-fragt-nach-verhaeltnis-von-religion-und-familien-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83496\/","title":{"rendered":"Tagung fragt nach Verh\u00e4ltnis von Religion und Familien \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Welche Rolle spielt der christliche Glaube im Alltag ostdeutscher Familien? Wie werden religi\u00f6se Werte zwischen den Generationen weitergegeben? H\u00e4lt der Glaube Familien zusammen oder st\u00f6rt er sie? Erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts zu diesen Fragen liefert eine Tagung, die am Freitag, 9. Mai 2025, an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet. F\u00fcr das Projekt begleiteten Forschende 15 Familien in Ostdeutschland und befragten die Angeh\u00f6rigen zu Religion und Wertvorstellungen.<\/p>\n<p>Seit Jahrhunderten ist die christliche Religiosit\u00e4t ein zentraler Bestandteil der Kultur in Deutschland. Neben der Kirche war und ist es die Familie, in der der christliche Glaube gelebt wird. \u201eGleichzeitig sind die mit religi\u00f6sen Festen wie Ostern oder Weihnachten verbundenen Rituale, seien sie religi\u00f6s oder nicht, f\u00fcr Familien pr\u00e4gend\u201c, sagt Dr. Hagen Findeis von der Theologischen Fakult\u00e4t der MLU. Er hat die Tagung organisiert und leitet das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rderte Projekt \u201eChristliche Religiosit\u00e4t in Ostdeutschland\u201c.<\/p>\n<p>Auf der Tagung werden die ersten Ergebnisse des Projekts vorgestellt. Hierf\u00fcr hat ein Team aus Soziologie und Theologie in den vergangenen Jahren 15 Mehrgenerationenfamilien untersucht: von stark religi\u00f6sen Familien auf dem Land bis zu konfessionslosen in der Stadt. \u00dcber 60 Einzel- und Gruppeninterviews f\u00fchrten die Forschenden mit den Familienangeh\u00f6rigen. Zu Beginn des Projekts erhielten die Befragten zudem Einwegkameras, mit denen sie wichtige Momente ihres Familienlebens festhalten sollten. Die so entstandenen knapp 1.000 Aufnahmen flossen ebenfalls in die Forschung ein.<\/p>\n<p>\u201eFamilien stehen unter einem gro\u00dfen Stress. Neben unz\u00e4hligen Problemen des Alltags werden hier auch politische, moralische und religi\u00f6se Themen verhandelt\u201c, sagt Findeis. Wie die untersuchten Familien damit umgehen, ob und wie stark sie christlichen Glauben leben, das alles sei sehr unterschiedlich. Unabh\u00e4ngig von den meisten Lebensumst\u00e4nden und der Religionszugeh\u00f6rigkeit sei jedoch der Wert der Familie: \u201eDie Familie tritt in unserer Forschung oft als Wert letzter Sinngebung auf, Familie steht \u00fcber allem\u201c, sagt Findeis. <\/p>\n<p>Von zentraler Bedeutung sei auch, inwieweit Familien Kontingenz zulassen, also etwa abweichende Meinungen zu familieninternen, aber auch gesellschaftlich virulenten Themen. Diese und weitere Erkenntnisse stellen die Forschenden der MLU in mehreren Vortr\u00e4gen vor. Erg\u00e4nzt wird das Programm durch Vortr\u00e4ge ausgew\u00e4hlter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der bekannte Religionssoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack spricht ab 11.30 Uhr \u00fcber die Entwicklung von Religiosit\u00e4t in Ostdeutschland seit 1990. Den abschlie\u00dfenden Tagungskommentar \u00fcbernimmt die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr.<\/p>\n<p>Tagung: Christliche Religiosit\u00e4t in Ostdeutschland im Spiegel famili\u00e4rer Weitergabe<br \/>Freitag, 9. Mai 2025, ab 10 Uhr<br \/>L\u00f6wengeb\u00e4ude, H\u00f6rs\u00e4le XII und XIII<br \/>Universit\u00e4tsplatz 11<br \/>06108 Halle (Saale)<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Programm unter: https:\/\/religiositaet-in-ostdeutschland.theologie.uni-halle.de\/projekttagung\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Welche Rolle spielt der christliche Glaube im Alltag ostdeutscher Familien? 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