{"id":838,"date":"2025-03-31T21:52:17","date_gmt":"2025-03-31T21:52:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/838\/"},"modified":"2025-03-31T21:52:17","modified_gmt":"2025-03-31T21:52:17","slug":"assoziation-zwischen-geschmacksminderung-und-der-mortalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/838\/","title":{"rendered":"Assoziation zwischen Geschmacksminderung und der Mortalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" class=\"articleimage lazy-load\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/mortalitaet-schalter.webp.webp\" alt=\"Mortalit\u00e4t Schalter\" title=\"Mortalit\u00e4t Schalter\"\/> <\/p>\n<p>Schmeckst\u00f6rungen beeintr\u00e4chtigen die Betroffenen auf vielf\u00e4ltige Weise<\/p>\n<p>Das Schmecken ist ein elementarer Sinn, der es den Menschen erm\u00f6glicht, chemische Komponenten in der Nahrung zu identifizieren und wahrzunehmen. Hierf\u00fcr existieren Cluster von verschiedenen Geschmacksrezeptorzellen, die auf der Zunge lokalisiert sind. Sie k\u00f6nnen die Geschmacksqualit\u00e4ten: s\u00fc\u00df, bitter, salzig, sauer und umami wahrnehmen. Eine Dysfunktion des Geschmacks, also ein partieller oder totaler Verlust der Schmeckwahrnehmung, kann die Gesundheit und das Wohlbefinden empfindlich beeinflussen. Dies kann in reduziertem Appetit, Essst\u00f6rungen, Malnutrition und Minderung der Lebensqualit\u00e4t m\u00fcnden. In den USA sind etwa 17\u201319\u00a0% der Erwachsenen \u00fcber 40 Jahre von Schmeckst\u00f6rungen betroffen. Bisherige Studien haben sich haupts\u00e4chlich auf den aktuellen Geschmacksstatus konzentriert, es fehlen jedoch Daten \u00fcber die Auswirkungen eines subjektiv wahrgenommenen Geschmacksverlusts im Laufe des Erwachsenenalters auf die Gesamtmortalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4ngen Geschmacksverlust \u00fcber die Zeit und Mortalit\u00e4t zusammen?<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund analysierte eine aktuelle prospektive Kohortenstudie m\u00f6gliche Assoziationen zwischen einem subjektiven Geschmacksverlust vom fr\u00fchen bis zum sp\u00e4ten Erwachsenenalter und der Mortalit\u00e4t. \u00a0Hierf\u00fcr untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 7.340 Probanden ab 40 Jahren. 52,8\u00a0% von ihnen waren Frauen. Die Studienteilnehmer wurden gebeten, Angaben zu ihrem subjektiven Schmeck- und Riechverm\u00f6gen seit dem 25. Lebensjahr zu machen. Zudem wurde die Gesamtmortalit\u00e4t erfasst.<\/p>\n<p>Subjektive Schmeckst\u00f6rungen zwischen dem fr\u00fchen und sp\u00e4ten Erwachsenenalter waren mit erh\u00f6hter Mortalit\u00e4t assoziiert<\/p>\n<p>8,9\u00a0% der Studienteilnehmer berichteten \u00fcber eine subjektive Geschmacksminderung von dem fr\u00fchen bis zum sp\u00e4ten Erwachsenenalter. Insgesamt kam es zu 1.011 Todesf\u00e4llen, w\u00e4hrend der medianen Nachbeobachtungszeit von 6,7 Jahren. Die Wissenschaftler zeigten, dass ein subjektiver Geschmacksverlust mit einem um 47\u00a0% erh\u00f6hten Mortalit\u00e4tsrisiko assoziiert war. Insbesondere war die Abnahme der F\u00e4higkeit \u201esalzig\u201c und \u201esauer\u201c zu schmecken mit einer erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t verbunden. Die St\u00f6rung der Bitterwahrnehmung war nur bei Frauen mit einer erh\u00f6hten Sterblichkeit assoziiert, w\u00e4hrend die Verminderung der Sauerwahrnehmung nur bei M\u00e4nnern mit einer erh\u00f6hten Mortalit\u00e4t verbunden war. Diese Assoziationen fanden sich auch bei Teilnehmern ohne subjektive Dysfunktion des Riechens.<\/p>\n<p>Wie erkl\u00e4ren die Studienautoren die gefundenen Ergebnisse?<\/p>\n<p>Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass eine subjektiv wahrgenommene Verschlechterung des Geschmackssinns vom fr\u00fchen bis zum sp\u00e4ten Erwachsenenalter mit einer erh\u00f6hten Gesamtmortalit\u00e4t verbunden sein k\u00f6nnte. Dies ist m\u00f6glicherweise auf Ver\u00e4nderungen des Essverhaltens und Ern\u00e4hrungsstatus zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dies k\u00f6nnte einen negativen Einfluss auf die metabolische Gesundheit und die Immunfunktion haben. Zudem betonen die Forscher, dass eine verminderte F\u00e4higkeit, Salzgeschmack wahrzunehmen, zu einer vermehrten Aufnahme von salzhaltigen Lebensmitteln f\u00fchren k\u00f6nnte. Dies wiederum k\u00f6nnte mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr eine arterielle Hypertonie einhergehen. Die erh\u00f6hte Mortalit\u00e4t bei reduzierter \u201esauer\u201c Wahrnehmung wird von den Studienautoren hingegen mit der Aufnahme von verdorbenen Lebensmitteln und daraus resultierender chronischer Intoxikation erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die zudem gefundenen geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Wahrnehmung bestimmter Geschmacksrichtungen (bitter und sauer) sowie deren Assoziation mit der Gesamtmortalit\u00e4t betonen die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem Bereich.<\/p>\n<p>Untersuchung des Schmeckverm\u00f6gens k\u00f6nnte Risikogruppe f\u00fcr erh\u00f6hte Mortalit\u00e4t identifizieren<\/p>\n<p>Eine subjektiv wahrgenommene Minderung des Schmeckens k\u00f6nnte ein n\u00fctzlicher Indikator f\u00fcr die Identifikation von Hochrisikopatienten \u00fcber 40 Jahre sein. Die Autoren empfehlen daher, Patienten mit Geschmacksver\u00e4nderungen sorgf\u00e4ltig zu \u00fcberwachen und gegebenenfalls weiterf\u00fchrende diagnostische und therapeutische Ma\u00dfnahmen einzuleiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schmeckst\u00f6rungen beeintr\u00e4chtigen die Betroffenen auf vielf\u00e4ltige Weise Das Schmecken ist ein elementarer Sinn, der es den Menschen erm\u00f6glicht,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":839,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,1022,30,1023,1020,1019,141,232,1021],"class_list":{"0":"post-838","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-erwachsenenalter","10":"tag-germany","11":"tag-gesamtmortalitaet","12":"tag-geschmack","13":"tag-geschmacksminderung","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-schmecken"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=838"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/838\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/839"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=838"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}