{"id":83861,"date":"2025-05-04T14:01:09","date_gmt":"2025-05-04T14:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83861\/"},"modified":"2025-05-04T14:01:09","modified_gmt":"2025-05-04T14:01:09","slug":"wegen-frostgefahr-weinbergsfeuer-in-schloss-wackerbarth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83861\/","title":{"rendered":"Wegen Frostgefahr Weinbergsfeuer in Schloss Wackerbarth"},"content":{"rendered":"<p>Sommerliche Temperaturen, gefolgt von einem Temperatursturz am Wochenende &#8211; so begann der Mai im s\u00e4chsischen Elbtal. F\u00fcr die kommende Woche sagt der Deutsche Wetterdienst k\u00fchle Temperaturen voraus. In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai droht \u00f6rtlich sogar Bodenfrost.<\/p>\n<p>Um mehr als 100.000 Rebst\u00f6cke in frostgef\u00e4hrdeten Weinlagen vor Minustemperaturen und damit vor Ertragsausf\u00e4llen zu sch\u00fctzen, bereiten sich die Winzer von Schloss Wackerbarth auf einen n\u00e4chtlichen Einsatz mit Weinbergsfeuern vor: In vier Weinbergen und Junganlagen in Diesbar-Seu\u00dflitz, Laubach und Weinb\u00f6hla mit einer Gesamtfl\u00e4che von 28 Hektar werden sie bei Bedarf mehrere hundert kleine, kontrollierte Feuer entz\u00fcnden. Von der Aktion betroffen sind u.a.: 2.900 Muscaris-Reben auf 0,9 Hektar in Weinb\u00f6hla, 8.000 Pinotin-Reben auf 1,9 Hektar in Weinb\u00f6hla, 8.000 Bacchus-Reben auf 1,8 Hektar in Diesbar-Seu\u00dflitz, 11.000 M\u00fcller-Thurgau-Reben auf 2,2 Hektar in Diesbar-Seu\u00dflitz, teilte das Weingut am Sonntag mit.<\/p>\n<p>In Weinb\u00f6hla setzen Wackerbarths Winzer zum Schutz der etwa 25.000 Solaris-, Muscaris- und Pinotin-Reben auf einer Gesamtfl\u00e4che von 8 Hektar bis zu 550 Frostkerzen ein. Aufgrund der vorhergesagten Temperaturen um den Gefrierpunkt positionieren sie diese nicht in, sondern um die frostgef\u00e4hrdeten Rebfl\u00e4chen. Wie bei einem Kamin soll so die k\u00fchle Luft zwischen den Rebzeilen in Bewegung gebracht und abgesaugt werden.<\/p>\n<p>Der Austrieb der s\u00e4chsischen Reben hat Ende April begonnen. Nun sind sie besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Sp\u00e4tfr\u00f6ste: Die Minustemperaturen bedrohen vor allem die jungen Triebe, die durch die pl\u00f6tzliche K\u00e4lte braun werden und absterben k\u00f6nnen. Gef\u00e4hrdet sind vor allem Junganlagen und Weinberge, auf denen die K\u00e4lte nicht abflie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Bereits seit 2014 sch\u00fctzt Schloss Wackerbarth seine Reben mit gezielten, standortabh\u00e4ngigen Frostschutzma\u00dfnahmen. Neben den Frostschutzkerzen in Weinb\u00f6hla ab 2019 setzen die Winzer in Diesbar-Seu\u00dflitz und Laubach &#8211; also in Weinbergen ohne direkte Anwohner &#8211; auch kosteng\u00fcnstigere Rauchfeuer bzw. kleine, kontrollierte Feuerstellen ein. Die Kosten f\u00fcr die geplanten Frostschutzma\u00dfnahmen auf den insgesamt 28 Hektar Rebfl\u00e4che belaufen sich auf einen knapp f\u00fcnfstelligen Betrag. Ohne diesen n\u00e4chtlichen Einsatz w\u00e4ren die zu erwartenden Kosten durch Ertragsausf\u00e4lle deutlich h\u00f6her. Im Vorjahr allerdings waren all diese Aktionen erfolglos: die Aprilfr\u00f6ste zerst\u00f6rten etwa Drei Viertel der s\u00e4chsischen Weinernte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sommerliche Temperaturen, gefolgt von einem Temperatursturz am Wochenende &#8211; so begann der Mai im s\u00e4chsischen Elbtal. 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