{"id":83976,"date":"2025-05-04T15:03:08","date_gmt":"2025-05-04T15:03:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83976\/"},"modified":"2025-05-04T15:03:08","modified_gmt":"2025-05-04T15:03:08","slug":"ukraine-und-russland-ukraine-krieg-9-mai-feuer-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/83976\/","title":{"rendered":"Ukraine und Russland \u2013 Ukraine-Krieg: 9. Mai \u2013 Feuer frei"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img305156\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/305156\" alt=\"In Moskau laufen die Proben f\u00fcr die Parade am 9. Mai. Mit dabei sind auch Soldaten aus China und Vietnam.\"\/><\/p>\n<p>In Moskau laufen die Proben f\u00fcr die Parade am 9. Mai. Mit dabei sind auch Soldaten aus China und Vietnam.<\/p>\n<p>Foto: IMAGO\/SNA\/Sergey Bobylev<\/p>\n<p>Der 80. Jahrestag des Sieges \u00fcber Hitlerdeutschland und damit der wichtigste Feiertag f\u00fcr die meisten Menschen in Russland steht kurz bevor. Schon jetzt ist klar, der Kreml will Russland am 9. Mai nicht nur als Befreier Europas vom Hitlerfaschismus darstellen, sondern auch als K\u00e4mpfer gegen einen aktuellen Faschismus.<\/p>\n<p>Vor wenigen Tagen sagte Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei einer Gedenkveranstaltung in Wolgograd, es m\u00fcsse alles unternommen werden, um die Wiederauferstehung von Nazismus, Russophobie und Rassismus zu verhindern und r<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190941.gedenken-an-den-faschismus-die-wahrheit-und-die-widersprueche.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">echtfertigte damit erneut seinen Krieg in der Ukraine<\/a>. Auf der Parade auf dem Roten Platz sollen auch Soldaten des Ukraine-Krieges marschieren.<\/p>\n<p>Ukraine droht mit Angriffen<\/p>\n<p>Aus ukrainischer Sicht inakzeptabel. Neben der propagandistischen Aufladung st\u00f6rt sich Kiew vor allem an der von Putin vorgeschlagenen Waffenruhe rund um den 9. Mai. Das Angebot sei \u00bbzynisch\u00ab, kritisierte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj und warf Putin vor, f\u00fcr seine Veranstaltung Ruhe haben zu wollen, um dann die Ukraine weiter zu bombardieren. Russland solle sich zu einer 30-t\u00e4gigen Waffenruhe bereit erkl\u00e4ren, wie sie die Trump-Administration vorgeschlagen hatte, hie\u00df es aus Kiew.<\/p>\n<p>Am 30. April brachte Roman Kostenko, Sekret\u00e4r des Rada-Komitees f\u00fcr nationale Sicherheit, einen ukrainischen Angriff auf die Parade ins Spiel. Bei Radio NV sagte er, sein Land habe die n\u00f6tigen Langstreckenwaffen daf\u00fcr. \u00bbDas ist keine gro\u00dfe Herausforderung\u00ab, so Kostenko. In seiner t\u00e4glichen Videobotschaft griff Selenskyj diesen Gedanken auf und lie\u00df seitdem immer wieder durchblicken, dass man f\u00fcr einen solchen Angriff bereit sei. Am Sonnabend brachte der ukrainische Pr\u00e4sident gegen\u00fcber Journalisten auch die M\u00f6glichkeit ins Spiel, Russland k\u00f6nne selbst einen Anschlag ver\u00fcben, um ihn dann der Ukraine in die Schuhe zu schieben.<\/p>\n<p>Moskau spricht von Terrorismus<\/p>\n<p>Die Reaktion aus Moskau folgte prompt. Seine \u00c4u\u00dferungen seien eine \u00bbklassische Drohung eines Terroristen internationaler Gr\u00f6\u00dfenordnung\u00ab, schrieb die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums Maria Sacharowa bei Telegram.<\/p>\n<p>Selenskyjs <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190691.usa-friedensbemuehungen-in-der-ukraine-unfrohe-ostern.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nein zum Waffenstillstand<\/a> bezeichnete Kreml-Sprecher Dmitri Peskow als \u00bbTest zur Bereitschaft der Ukraine zum Frieden\u00ab, der in Moskaus Augen negativ ausfiel. Gleichzeitig verweigert der Kreml weiterhein seine Bereitschaft zu einem 30-t\u00e4gigen Waffenstillstand, wie von der Ukraine und den USA gefordert.<\/p>\n<p>Selenskyjs Gegenveranstaltung gescheitert<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ukraine ist die Parade und eine m\u00f6gliche Waffenruhe auch<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190646.seelower-hoehen-nach-berlin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> ein Kampf um Initiative und Deutungshoheit<\/a>. Selenskyj hatte europ\u00e4ische Vertreter zum 9. Mai nach Kiew eingeladen, um der Parade in Moskau etwas entgegenzusetzen. Doch aus der Gegenveranstaltung wird nichts, weil alle bedeutenden europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs absagten, meldete das Portal Politico vor einigen Tagen.<\/p>\n<p>Ein herber R\u00fcckschlag f\u00fcr Kiew, der zur Angriffsdrohung f\u00fchrte. Selenskyjs B\u00fcroleiter Andrij Jermak eskaliere bewusste mit den Angriffsandeutungen, um die mediale Agenda auf die Friedensverhandlungen zu lenken und Russland zum Nachgeben zu bewegen, hei\u00dft es in ukrainischen Medien.<\/p>\n<p>Ukrainischer Angriff sehr unwahrscheinlich<\/p>\n<p>Dass Kiew wirklich Raketen Richtung Moskau schicken wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Die ukrainische F\u00fchrung agiert vielmehr nach einem bekannten Schema. Immer wieder philosophieren ukrainische Staatsdiener und Milit\u00e4rs \u00fcber Wunderwaffen, mit denen sie dies oder das in Russland ausl\u00f6schen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit dem Eingest\u00e4ndnis, dass die Schl\u00e4ge gegen russisches und besetztes Gebiet von US-Truppen aus Wiesbaden koordiniert werden, ist klar, dass dies leeres Gerede ist. Das hei\u00dft auch: Die USA werden einen solchen Schlag nicht zulassen. Zwar wei\u00df man nat\u00fcrlich in Kiew, wo der Rote Platz liegt, ohne Geheimdienstdaten der USA wird man aber nichts ausrichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise US-Vertreter bei Parade auf dem Roten Platz<\/p>\n<p>Auch diplomatisch w\u00e4re ein Angriff eher kontraproduktiv. Rund 20 Staatsg\u00e4ste werden am 9. Mai auf dem Roten Platz sein. Die anzugreifen, w\u00fcrde Kiews Ansehen in der Welt massiv schaden. Zumal mit Brasiliens Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zwei Politiker dabei sind, die Selenskyj f\u00fcr einen Frieden mit ins Boot holen will. Der slowakische Ministerpr\u00e4sident Robert Fico tat Selenskyjs Angriffspl\u00e4ne am Sonntag dementsprechend als \u00bbl\u00e4cherlich\u00ab ab.<\/p>\n<p>Und dann sind da noch die USA. Vor einigen Tagen hatte der russische Armeesender Swesda das Ger\u00fccht gestreut, ein hochrangiger Vertreter aus Washington k\u00f6nnte auf dem Roten Platz anwesend sein. Als m\u00f6glicher Name wurde Au\u00dfenminister Marco Rubio ins Spiel gebracht. Es w\u00e4re ein Zeichen, dass die Friedensverhandlungen noch nicht in einer Sackgasse sind. Bisher wollten weder Moskau noch Washington das Ger\u00fccht kommentieren.<\/p>\n<p>Sollte aber wirklich ein Vertreter der US-Regierung in Moskau sein, w\u00fcrde die Ukraine dem putinschen Dreitagewaffenstillstand zustimmen, schreibt der Politikwissenschaftler Alexander Baunow f\u00fcr das Berliner Carnegie-Zentrum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Moskau laufen die Proben f\u00fcr die Parade am 9. Mai. 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