{"id":84027,"date":"2025-05-04T15:32:08","date_gmt":"2025-05-04T15:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84027\/"},"modified":"2025-05-04T15:32:08","modified_gmt":"2025-05-04T15:32:08","slug":"werstener-schuetzen-oeffnen-ihr-archiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84027\/","title":{"rendered":"Werstener Sch\u00fctzen \u00f6ffnen ihr Archiv"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> In schwarzem Anzug, die Jacken mit langen Aufschl\u00e4gen, auf dem Kopf ein gl\u00e4nzender Zylinder. So zieht der Vorstand der Werstener Sch\u00fctzen 1927 zum Festzelt. Angef\u00fchrt wird die Abordnung mit Ehreng\u00e4sten von Regimentsk\u00f6nig Johann Dierdorf. Er tr\u00e4gt eine K\u00f6nigskette, die aber lediglich drei silberne K\u00f6nigsmedaillen hat. Doch schlie\u00dflich ist der St. Sebastianus Sch\u00fctzenverein in jenem Jahre gerade mal zwei Jahre alt, bestreitet erst sein drittes <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schuetzenfest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sch\u00fctzenfest<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das gealterte Foto ist ein Ausstellungsst\u00fcck von letztlich Tausenden, die der Sch\u00fctzenverein in seinem Archiv zusammengetragen hat. Jetzt, auch aus Anlass des Jubil\u00e4umsjahres zum 100-j\u00e4hrigen Bestehen, haben die Sch\u00fctzen mal wieder ihre Sammlung f\u00fcr jedermann ge\u00f6ffnet. Im Keller des Kindergartens an der Opladener Stra\u00dfe pr\u00e4sentiert sich den Besuchern ein wahres Sch\u00fctzenmuseum. Das Foto aus den 1920er-Jahren haben auch zwei Besucherinnen n\u00e4her in Augenschein genommen. \u201eSchau\u00b4 mal\u201c, sagt die eine, \u201ewie viele Leute damals an der Stra\u00dfe standen.\u201c Wo genau in Wersten dieses Defilieren der Honoratioren stattfand, war allerdings nicht genau ergr\u00fcndbar.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei einem Bild, das etwas sp\u00e4ter 1932 entstand, ist es eindeutig. Die damals neue Gesellschaft Artillerie zeigt sich mit festlich geschm\u00fcckter Kutsche und imposanten Kaltbl\u00fctern vor der Gartenwirtschaft Theo Kuth. In der kopfsteingepflasterten K\u00f6lner Landstra\u00dfe sind die Stra\u00dfenbahnschienen zu sehen. Das gro\u00dfe Backsteingeb\u00e4ude, dessen Fenster reich verzierte B\u00f6gen hatten, musste aber irgendwann weichen. \u201eJa\u201c, best\u00e4tigt Archiv Peter Neuhausen das, was auch in der Bildzeile festgehalten ist: \u201eHeute ist da die Shell-Tankstelle.\u201c Das Archiv zeigt nicht nur die Historie des Sch\u00fctzenvereins, sondern auch den Wandel des Stadtteils und in der Gesellschaft. Geb\u00e4ude verschwinden, neue kommen hinzu. In den 1970ern ist alles bunt und poppig, die Haare l\u00e4nger, aber auf den Fotos der 1990er-Jahre wieder gek\u00fcrzt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf knapp 50 Quadratmetern wird die nunmehr 100-j\u00e4hrige Geschichte pr\u00e4sentiert, mit unz\u00e4hligen Fotos, Pokalen, Orden, Auszeichnungen und Plakaten. Die Schwierigkeit sei es von Anbeginn gewesen, die vielen St\u00fccke zuzuordnen. Erst das aber mache ihre Ausstellung interessant, wenn sich beschreiben l\u00e4sst, wer mal was getragen hat, so sieht es Neuhausen. In einer Vitrine sind zahlreiche Orden sorgsam mit den Namen ihrer einstigen Tr\u00e4ger versehen, unter anderem den Regimentsk\u00f6nigen der 1960er-Jahre. Auch ein Prinzenorden aus der Saison 1982\/83 ist darunter &#8211; von Michael Schulz. Heute ist das der 1. Chef der Sch\u00fctzen. \u201eIch erinnere mich noch\u201c, meint Schulz, dessen Haus bald wieder zum Sch\u00fctzenfest, das am letzten Mai-Wochenende stattfindet, bekr\u00e4nzt sein wird. Er, wie der gesamte Verein sind dankbar f\u00fcr das Archiv. Heute ist es so etwas wie Herz und Seele des Sch\u00fctzenlebens.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Jahr 2000 hatte der erste Archivar Harald Schneider die Sammlung begonnen, in diesem Kellerraum, der mal eine Kegelbahn beherbergte und Teil des Vereinsheims war. Peter Neuhausen ist seit 2017 im Amt. Und noch immer sind zahlreiche Kisten nicht ausgepackt. \u201eAber wir haben nun mal einen begrenzten Platz.\u201c Daher treibt er ein weiteres Projekt voran: das Archiv zu digitalisieren. Schon gibt es auf der Homepage erste Archivbilder zu sehen, die einen Eindruck von der Sammlung vermitteln, aber auch schon einige der im Verein getragenen Uniformen vorstellen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber es bleibe das Problem, die Fundst\u00fccke zuzuweisen, meint Neuhausen. In der Ausstellung gibt es eine Vitrine, die vollsteht mit Fotoalben. Michael Schulz greift eines heraus: Bilder aus den 1950er-Jahren vermutlich, aber darauf erkennt er niemanden wieder und auch einige Stra\u00dfenz\u00fcgen wirken eher fremd. Da ergeht es einer Besucherin deutlich besser. Die Frau betrachtet eine Zeit lang ein \u00e4lteres Gruppenfoto, das rund ein Dutzend Herren in gedeckten Anz\u00fcgen zeigt. Dann ist sie sich offenbar sicher, wendet sich an ihren Mann: \u201eDa, der Zweite von links, das ist tats\u00e4chlich mein Gro\u00dfvater.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In schwarzem Anzug, die Jacken mit langen Aufschl\u00e4gen, auf dem Kopf ein gl\u00e4nzender Zylinder. 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