{"id":840443,"date":"2026-03-03T17:38:13","date_gmt":"2026-03-03T17:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/840443\/"},"modified":"2026-03-03T17:38:13","modified_gmt":"2026-03-03T17:38:13","slug":"marktbericht-aktienmaerkte-gehen-auf-talfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/840443\/","title":{"rendered":"Marktbericht: Aktienm\u00e4rkte gehen auf Talfahrt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boerse-488.jpg\" alt=\"B\u00f6rsenh\u00e4ndlerin vor Monitoren an der Frankfurter B\u00f6rse.\" title=\"B\u00f6rsenh\u00e4ndlerin vor Monitoren an der Frankfurter B\u00f6rse. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>marktbericht<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.03.2026 \u2022 18:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der Krieg im Nahen Osten trifft die B\u00f6rsen mit voller Wucht. Weltweit fallen die Kurse, der deutsche Leitindex hat seit Beginn der Woche rund sechs Prozent verloren. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zum Handelsschluss in Frankfurt steht heute ein Minus von 3,4 Prozent an der DAX-Tafel. Der deutsche Leitindex ist bis auf 23.790 Punkte gefallen &#8211; das ist der niedrigste Stand seit drei Monaten. Seit Wochenbeginn bel\u00e4uft sich der R\u00fcckschlag nun auf gut 1.500 Punkte oder sechs Prozent. Der DAX rutschte erstmals seit November unter eine wichtige Trendlinie f\u00fcr die l\u00e4ngerfristige Tendenz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Krisengewinner taten sich heute die Aktien der Deutschen B\u00f6rse hervor. Sie waren mit plus zwei Prozent der einzige Gewinner im DAX. Gleich zwei Investmentbanken rieten zum Kauf der Deutsche-B\u00f6rse-Aktien, auch als m\u00f6glicher Profiteur der starken Marktbewegungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ansonsten zeigte der Blick auf die B\u00f6rsentafel ein durchweg rotes Bild: Abgesehen von der Deutschen B\u00f6rse mussten alle Titel heute Verluste verkraften. Die Fachleute des Brokers ActivTrades schrieben, Anlegerinnen und Anleger w\u00fcrden in gro\u00dfem Stil aus Aktien fl\u00fcchten, um Gewinne zu sichern, bevor diese im Sog des Krieges im Nahen Osten komplett dahinschmelzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem sorgt die Entwicklung der Energiepreise aktuell f\u00fcr Verunsicherung. An der B\u00f6rse in Amsterdam stieg der Preis f\u00fcr den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zeitweise bis auf 65,79 Euro je Megawattstunde (MWh). Damit hat sich der Preis f\u00fcr den Rohstoff innerhalb von nur zwei Tagen in etwa verdoppelt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das ist auch f\u00fcr den DAX nicht ohne Bedeutung, h\u00e4ngt der deutsche Leitindex doch seit Beginn der Woche quasi am Gaspreis. Steigt dieser, geben die Aktienkurse nach; gibt der Gaspreis Gewinne wieder ab, stabilisieren sich auch die Aktienkurse wieder. Die Exporte von Fl\u00fcssigerdgas aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten h\u00e4tten 2025 etwa ein F\u00fcnftel der weltweiten Versorgung ausgemacht, schrieb Nitesh Shah vom Verm\u00f6gensverwalter Wisdomtree. Selbst vor\u00fcbergehende Ausf\u00e4lle versch\u00e4rften die globale Versorgungslage erheblich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4hnlich wie beim Gas ist auch bei den \u00d6lpreisen heute erneut ein deutliches Plus zu sehen. Die Nordsee-Sorte Brent und US-Leicht\u00f6l WTI legten kr\u00e4ftig zu. Die Investmentbank Bernstein hob ihre Brent-Prognose f\u00fcr 2026 von 65 auf 80 Dollar an und sie sieht im Extremfall eines l\u00e4ngeren Konflikts sogar Preise von 120 bis 150 Dollar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn neben der Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus verdichten sich die Hinweise auf eine l\u00e4nger anhaltende Verknappung des \u00d6langebots: Saudi-Arabien musste nach einem Drohnenangriff seine gr\u00f6\u00dfte Raffinerie schlie\u00dfen. Und auch im Irak gibt es massive Einschnitte. Die Produktion wurde gestoppt, weil es wegen der effektiven Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus keine Tanker mehr gibt. Die Lagerbest\u00e4nde in den s\u00fcdlichen H\u00e4fen des Landes sind bereits auf ein kritisches Niveau gestiegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Nachrichten aus der Energiebranche belasten vor allem die Chemieindustrie: Analyst James Hooper von Bernstein Research f\u00fcrchtet, dass steigende Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger in der Chemiebranche zu Lasten der Margen gehen. Wenig \u00fcberraschend ist es angesichts dessen, dass die Aktien aus dem deutschen Chemiesektor denn auch besonders stark leiden. Im DAX geh\u00f6rten die Titel des Branchenriesen BASF zu den gro\u00dfen Verlierern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schlusslicht im DAX aber waren die Aktien von Beiersdorf, die um mehr als 18 Prozent einbrachen, auf ein Vier-Jahres-Tief. Der Grund: Konsumg\u00fcterkonzern rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. Analysten monierten die schwache Prognosen der Hamburger f\u00fcr das erste Quartal und das Gesamtjahr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00d6konomen sehen im Iran-Krieg angesichts der steigenden Roh\u00f6l- und Erdgaspreise auch eine Gefahr f\u00fcr die k\u00fcnftige Preisentwicklung im Euroraum. &#8222;Sollte sich der Iran-Krieg weiter fortsetzen, d\u00fcrfte die Inflation im Euroraum \u00fcber den Erwartungen der EZB liegen&#8220;, schreibt Vincent Stamer, Volkswirt bei der Commerzbank.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EZB, die am 19. M\u00e4rz wieder \u00fcber die Leitzinsen im Euroraum entscheidet, warnt bereits vor Risiken f\u00fcr die Inflation. Es sei aber fraglich, ob die EZB auf diesen externen Schock mit einer Zinserh\u00f6hung reagieren werde, denn die konjunkturellen Risiken n\u00e4hmen wegen St\u00f6rungen der Lieferketten auch abseitig der Energie zu, hei\u00dft es im Tageskommentar der Helaba.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Eurozone ist die Inflationsrate schon vor der Eskalation im Nahen Osten unerwartet gestiegen. Im Februar legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Sch\u00e4tzung mitteilte. Im Januar hatte die Rate noch bei 1,7 Prozent gelegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch an den US-B\u00f6rsen ist die Kriegsangst angekommen: Nach einem vergleichsweise ruhigen Handel gestern geht es an der Wall Street zum Handelsstart heute steil nach unten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Er\u00f6ffnung jeweils zweieinhalb Prozent tiefer bei 47.642 Punkten. Damit erreichte der Leitindex das Niveau von Anfang Dezember. Der Index der Technologieb\u00f6rse Nasdaq verlor in \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung auf 22.306 Z\u00e4hler.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig fl\u00fcchten Anleger in den &#8222;sicheren Hafen&#8220; Dollar. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu anderen wichtigen W\u00e4hrungen misst, stieg heute um knapp ein Prozent auf 99,321 Punkte und erreichte damit den h\u00f6chsten Stand seit mehr als einem Monat. Der Euro verliert im Gegenzug, die Europ\u00e4ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1606 (Montag: 1,1698) Dollar fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"marktbericht Stand: 03.03.2026 \u2022 18:22 Uhr Der Krieg im Nahen Osten trifft die B\u00f6rsen mit voller Wucht. Weltweit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":840444,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,345,171,5800,174,5796,1124,173,172,155122],"class_list":["post-840443","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-iran","tag-markets","tag-marktbericht","tag-maerkte","tag-naher-osten","tag-oelpreis","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-wti"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116166466394034254","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/840443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=840443"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/840443\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/840444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=840443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=840443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=840443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}