{"id":84071,"date":"2025-05-04T15:58:08","date_gmt":"2025-05-04T15:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84071\/"},"modified":"2025-05-04T15:58:08","modified_gmt":"2025-05-04T15:58:08","slug":"google-macht-gemini-chatbot-fuer-kinder-unter-13-zugaenglich-ueber-family-link","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/84071\/","title":{"rendered":"Google macht Gemini-Chatbot f\u00fcr Kinder unter 13 zug\u00e4nglich \u2013\u00a0\u00fcber Family Link"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Google macht Gemini-Chatbot f\u00fcr Kinder unter 13 zug\u00e4nglich \u2013\u00a0\u00fcber Family Link<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Kinder von Eltern oder Erziehungsberechtigten, die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tipps-tricks\/Google-Family-Link-ein-Ueberblick-ueber-die-Funktionen-9825632.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Family Link<\/a> nutzen, um die Nutzung von Google-Diensten ihrer Sch\u00fctzlinge zu kontrollieren, haben jetzt Zugriff auf den Chatbot von Googles Gemini-KI. Eigentlich k\u00f6nnen nur Personen, die angeben, dass sie \u00fcber 13 Jahre alt sind, Gemini nutzen. Und Family Link soll eigentlich dazu dienen, dass Eltern generell die Google-Konten ihrer Kinder nach eigenen Vorstellungen einschr\u00e4nken k\u00f6nnen, beispielsweise den YouTube-Konsum.<\/p>\n<p>Der jetzige Schritt von Google zeugt eher von einem umgekehrten Verst\u00e4ndnis des Unternehmens: Konten von unter 13-J\u00e4hrigen, die mit Family Link verkn\u00fcpft sind, unterliegen ja besonderer Aufsicht \u2013 warum also nicht genau diesen Kindern den Chatbot zug\u00e4nglich machen, w\u00e4hrend diejenigen ohne elterliche Family Link-Begleitung au\u00dfen vor bleiben? Dass Google diese Idee in die Tat umgesetzt hat, erfuhren erste Eltern jetzt offenbar per Mail, berichtet die <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/05\/02\/technology\/google-gemini-ai-chatbot-kids.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">New York Times<\/a>.<\/p>\n<p>Chatbot f\u00fcr Kinder ab kommender Woche<\/p>\n<p>Demnach soll der Gemini Chatbot in der kommenden Woche (ab 5. Mai) f\u00fcr Google-Konten von unter 13-J\u00e4hrigen verf\u00fcgbar sein, die die oben genannten Voraussetzungen erf\u00fcllen. So habe der Elternteil eines achtj\u00e4hrigen Kindes in einer Mail erfahren, dass es bald Gemini nutzen k\u00f6nne &#8222;um Fragen zu stellen, Hilfe bei Hausaufgaben zu bekommen und sich Geschichten auszudenken.&#8220; Bisher stammen alle Medienberichte dazu aus dem US-Raum, ob auch deutsche Nutzer schon betroffen sind, ist unklar. <\/p>\n<p>Auf einer <a href=\"https:\/\/support.google.com\/families\/answer\/16109150?hl=de\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">deutschsprachigen Google-Supportseite<\/a> ist davon die Rede, dass Google Gemini &#8222;nach und nach in verschiedenen M\u00e4rkten f\u00fcr Konten mit Elternaufsicht&#8220; einf\u00fchren will. Demnach sollen Kinder die Gemini-App und -Webansicht nutzen, sowie \u00fcber Google Assistant auf Gemini zugreifen k\u00f6nnen. Eine verantwortungsvolle Einf\u00fchrung in Gemini sieht Google wohl bei den Eltern selbst: &#8222;Sprechen Sie mit Ihrem Kind dar\u00fcber, dass Gemini kein Mensch ist&#8220;, lautet etwa einer der allgemeinen Ratschl\u00e4ge auf der Support-Seite. Alternativ k\u00f6nnen Eltern laut Google auch den Zugriff ihres Kindes auf Gemini-Apps unter folgendem <a href=\"https:\/\/familylink.google.com\/onboarding\/fork\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Link<\/a> in den Einstellungen deaktivieren. Das Mindestalter in Deutschland f\u00fcr ein Google-Konto mit vollem Funktionszugriff liegt laut dem Unternehmen bei 16 Jahren. Es k\u00f6nnte also durchaus sein, dass sich der pl\u00f6tzliche Gemini-Zugang \u00fcber Family Link hier auf alle Kinder unter 16 Jahren beziehen wird.<\/p>\n<p>&#8222;Scharfe Sicherheitsrichtlinien&#8220; f\u00fcr Kinder<\/p>\n<p>Ein Google-Sprecher versicherte derweil der New York Times, dass Gemini besonders scharfe Sicherheitsrichtlinien f\u00fcr Kinder hat, damit der Chatbot bestimmte gef\u00e4hrdende Inhalte ausspart. Solche Sicherheitsrichtlinien lassen sich aber meistens leicht au\u00dfer Kraft setzen, wahrscheinlich auch f\u00fcr den einen oder die andere 13-J\u00e4hrige. K\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Neuer-LLM-Jailbreak-Psychologe-nutzt-Gaslighting-gegen-KI-Filter-10332571.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">testete heise online zum Beispiel einen Trick<\/a>, womit g\u00e4ngige Chatbots wie Gemini bei Dingen beraten, die deutlich \u00fcber sprichw\u00f6rtliche &#8222;dumme Jungenstreiche&#8220; hinausgehen, zum Beispiel bei der Herstellung von Molotov-Cocktails. Eigentlich sollen die Anwendungen solche Ausk\u00fcnfte grunds\u00e4tzlich verweigern.<\/p>\n<p>Eltern erhalten auch Mail bei erster Nutzung<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sagte der Google-Sprecher der New York Times, dass die Daten aus den Gemini-Konversationen der Kinder nicht verwendet w\u00fcrden, um das KI-Modell hinter dem Chatbot zu trainieren. Dem Tech-Magazin TheVerge best\u00e4tigte Google zudem, dass Eltern zus\u00e4tzlich eine Mail erhalten w\u00fcrden, wenn einer ihrer Sch\u00fctzlinge zum ersten Mal den Chatbot nutzt.<\/p>\n<p>Die New York Times wertet den Vorsto\u00df von Google auch als den Versuch, seine KI-Anwendungen schon bei den J\u00fcngsten zu etablieren, spricht hier von einem regelrechten Wettstreit der Tech-Unternehmen, zum Beispiel an Schulen, Universit\u00e4ten oder in der Freizeit. Ganz neu ist der pl\u00f6tzliche Chatbot-Zugang f\u00fcr Kinder nicht: Viele Eltern d\u00fcrften zuletzt schon bemerkt haben, dass der Nachwuchs \u00fcber WhatsApp, Facebook und Instagram mit dem Meta AI-Chatbot quatschen kann. Hier sind auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Meta-AI-Sexting-im-Sprachmodus-mit-John-Cena-und-Judi-Dench-10363947.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00e4lle von sexualisierten Gespr\u00e4chen mit Minderj\u00e4hrigen bekannt<\/a>. Generell ist nun auch bei den besonders schutzbed\u00fcrftigen Nutzern im puncto KI-Anwendungen etwas zu beobachten, was erstmals an ganz anderer Stelle mit der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Microsoft-365-fuer-Privatkunden-Preisschock-und-Beglueckung-mit-Copilot-10246793.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Copilot-Zwangsbegl\u00fcckung in Microsoft365-Abonnements<\/a> zu sehen war: Es geht nicht darum, Nutzern die KI-Funktionen anzubieten und sie davon zu \u00fcberzeugen \u2013 sondern darum, sie ihnen m\u00f6glichst unausweichlich zu machen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Jan Engelking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nen<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Google macht Gemini-Chatbot f\u00fcr Kinder unter 13 zug\u00e4nglich \u2013\u00a0\u00fcber Family Link Kinder von Eltern oder Erziehungsberechtigten, die Family&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78668,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[35230,29,30,4149,33616,12934,16468,1256,35231,190,189,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-84071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-chatbots","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-google","12":"tag-google-gemini","13":"tag-journal","14":"tag-jugendschutz","15":"tag-kuenstliche-intelligenz","16":"tag-llm","17":"tag-science","18":"tag-science-technology","19":"tag-technik","20":"tag-technology","21":"tag-wissenschaft","22":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114450393059871001","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/78668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}