{"id":841754,"date":"2026-03-04T05:48:17","date_gmt":"2026-03-04T05:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/841754\/"},"modified":"2026-03-04T05:48:17","modified_gmt":"2026-03-04T05:48:17","slug":"marktbericht-inflation-im-euroraum-ueberraschend-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/841754\/","title":{"rendered":"Marktbericht: Inflation im Euroraum \u00fcberraschend gestiegen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/inflation-eurozone-154.jpg\" alt=\"Kunden in einem Supermarkt in Poitiers, Frankreich.\" title=\"Kunden in einem Supermarkt in Poitiers, Frankreich. | picture alliance \/ Hans Lucas\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>marktbericht<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.03.2026 \u2022 13:18 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die Inflation im Euroraum hat bereits vor dem am Samstag ausgebrochenen Nahost-Krieges \u00fcberraschend angezogen. Anleger blicken heute aber vor allem auf die Energiem\u00e4rkte &#8211; und es herrscht gro\u00dfe Verunsicherung.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Plus 1,9 Prozent und damit unter dem erkl\u00e4rten Ziel der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) lag die j\u00e4hrliche Inflationsrate im Euroraum im Februar dieses Jahres. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Amtes der Europ\u00e4ischen Union hervor, die heute ver\u00f6ffentlicht wurden. Noch im Januar 2026 hatte die Teuerungsrate bei 1,7 Prozent gelegen. Eigentlich streben die W\u00e4hrungsh\u00fcter eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit ist die Inflation in der Eurozone bereits vor dem am Wochenende ausgebrochen Nahost-Krieg \u00fcberraschend gestiegen. Expertinnen und Experten hatten f\u00fcr Februar mit einer Stabilisierung auf dem Vormonatsniveau von 1,7 Prozent gerechnet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die h\u00f6chsten Inflationsraten verzeichneten den Angaben zufolge die Slowakei (4,0 Prozent), Kroatien (3,9 Prozent) sowie Estland und Litauen (beide 3,2 Prozent). Am niedrigsten fiel der Preisanstieg in Zypern (0,9 Prozent), Frankreich (1,1 Prozent) und Belgien (1,4 Prozent) aus. F\u00fcr Deutschland gab Eurostat die Inflation mit 2,0 Prozent an.<\/p>\n<p>    Dienstleistungen teurer, Energie billiger<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonders Dienstleistungen verteuerten sich im Februar im Euroraum erneut, um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Lebensmittel , Alkohol und Tabak wurden teurer. Energie hingegen wurde mit einem Minus von 3,2 Prozent erneut billiger &#8211; allerdings sanken die Energiepreise bereits im Februar weniger stark als noch im Januar, als sie um 4,0 Prozent zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Fokus der Aktienm\u00e4rkte stehen aber auch heute vor allem die Entwicklungen im Iran-Krieg. Vor diesem Hintergrund treten die Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone f\u00fcr den Monat Februar eher in den Hintergrund.<\/p>\n<p>    Erdgas mehr als 30 Prozent teurer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insbesondere die aktuellen Entwicklungen an den Energiem\u00e4rkten besch\u00e4ftigt heute die Anlegerinnen und Anleger. Denn die deutlich gestiegenen Gaspreise sch\u00fcren neue Inflationssorgen. Der Gaspreis legte um mehr als 30 Prozent zu und lag bei fast 60 Euro pro Megawattstunde. Das war der h\u00f6chste Stand seit Februar 2023. Grund ist unter anderem der seit Montag andauernde Lieferstopp von Fl\u00fcssiggas aus dem wichtigen F\u00f6rderland Katar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Obwohl Europa weniger direkt von den LNG-Exporten aus Katar abh\u00e4ngig ist als China und andere asiatische Kunden&#8220;, werde der Stillstand des Verkehrs in der Stra\u00dfe von Hormus den weltweiten Wettbewerb um die verbleibenden LNG-Lieferungen versch\u00e4rfen, erkl\u00e4rte Analyst Jonathan Schroer von Unicredit.<\/p>\n<p>    Erneuter Preisanstieg bei \u00d6l<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und auch die \u00d6lpreise ziehen heute weiter an. Denn der Iran hat die strategisch wichtige Stra\u00dfe von Hormus f\u00fcr geschlossen erkl\u00e4rt. Die Meerenge ist das Nadel\u00f6hr des internationalen \u00d6lhandels. Roh\u00f6l der Sorte Brent verteuert sich erneut um knapp f\u00fcnf Prozent auf bis zu 81,55 Dollar je Barrel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Insbesondere Europa hat sich durch die Energiepolitik der vergangenen Jahre ins Aus man\u00f6vriert&#8220;, konstatierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets. &#8222;Die hohe Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6l und Gas aus den USA und L\u00e4ndern aus dem Nahen Osten wird mit der aktuellen Entwicklung zu einem gro\u00dfen Problem.&#8220;<\/p>\n<p>    Steigt die Inflation wieder?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Dauert der Krieg und die faktische Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus nur wenige Wochen, dann wird die Inflation wegen des gestiegenen \u00d6lpreises nur vor\u00fcbergehend ein wenig zulegen&#8220;, so J\u00f6rg Kr\u00e4mer, Chefvolkswirt der Commerzbank mit Blick auf die aktuellen Inflationsdaten aus der Eurozone. Er betont aber auch: &#8222;Z\u00f6ge sich der Krieg wider Erwarten aber Monate hin, so d\u00fcrfte der \u00d6lpreis in Richtung 100 Dollar steigen. Die Inflation stiege dann sch\u00e4tzungsweise auf mindestens drei Prozent.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit einer Anhebung des Leitzinses rechnet Kr\u00e4mer aber auch in diesem Fall nicht. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich der Notenbankchef Frankreichs: &#8222;Es w\u00e4re ein Fehler, heute voreilig eine m\u00f6gliche Zinsentwicklung vorherzusagen, und ich erinnere Sie daran, dass wir unsere Entscheidungen nicht allein auf Grundlage momentaner Energiepreise treffen&#8220;, sagte das franz\u00f6sische EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau vor Reporterinnen und Reportern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EZB entscheidet am 19. M\u00e4rz wieder \u00fcber den Leitzins. Die Zentralbank hat ihn angesichts gesunkener Inflationsgefahr von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten auf 2,0 Prozent halbiert und seither stillgehalten. Am Geldmarkt wird auch f\u00fcr die Sitzung im M\u00e4rz mit einer anhaltenden Zinspause gerechnet. Die Chance auf eine Zinserh\u00f6hung bis zum Jahresende wird auf 25 Prozent taxiert.<\/p>\n<p>    DAX f\u00e4llt weiter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben den Abw\u00e4rtsdruck an den weltweiten B\u00f6rsen verst\u00e4rkt. Der deutsche Leitindex DAX b\u00fc\u00dfte gegen Mittag 3,7 Prozent ein und fand sich mit 23.724 Punkten auf dem tiefsten Niveau seit drei Monaten wieder.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seit Wochenbeginn bel\u00e4uft sich der R\u00fcckschlag nun auf gut 1.500 Punkte oder sechs Prozent. Damit rutschte der DAX erstmals seit November unter eine wichtige Trendlinie f\u00fcr die l\u00e4ngerfristige Tendenz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr die Wall Street und die Nasdaq-B\u00f6rse werden erneut stark fallende Kurse prognostiziert. Steigende \u00d6l- und Erdgaspreise n\u00e4hren Konjunktur- und Inflations\u00e4ngste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"marktbericht Stand: 03.03.2026 \u2022 13:18 Uhr Die Inflation im Euroraum hat bereits vor dem am Samstag ausgebrochenen Nahost-Krieges&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":841755,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,33871,30,871,345,171,174,173,172],"class_list":["post-841754","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-eurozone","tag-germany","tag-inflation","tag-iran","tag-markets","tag-maerkte","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116169336846794170","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/841754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=841754"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/841754\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/841755"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=841754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=841754"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=841754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}