{"id":841810,"date":"2026-03-04T06:20:14","date_gmt":"2026-03-04T06:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/841810\/"},"modified":"2026-03-04T06:20:14","modified_gmt":"2026-03-04T06:20:14","slug":"us-handelsminister-lutnick-will-im-fall-epstein-aussagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/841810\/","title":{"rendered":"US-Handelsminister Lutnick will im Fall Epstein aussagen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/lutnick-102.jpg\" alt=\"Howard Lutnick\" title=\"Howard Lutnick | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 04.03.2026 \u2022 04:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Mehrmals soll sich US-Handelsminister Lutnick mit dem Sexualstraft\u00e4ter Epstein getroffen haben &#8211; unter anderem auf dessen Privatinsel. Die Demokraten fordern seinen R\u00fccktritt. Nun will Lutnick vor dem Kongressausschuss aussagen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">US-Handelsminister Howard Lutnick hat sich zu einer Aussage vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repr\u00e4sentantenhauses zu dem Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein bereit erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Lutnick habe &#8222;proaktiv&#8220; zugestimmt, &#8222;freiwillig&#8220; vor den Ausschuss zu treten, erkl\u00e4rte der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, ohne einen Zeitpunkt der Aussage bekannt zu geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anfang Februar hatte der US-Handelsminister einen Besuch auf Epsteins Privatinsel einger\u00e4umt, auf der zahlreiche M\u00e4dchen und junge Frauen missbraucht worden sein sollen. Zugleich bestreitet Lutnick enge Kontakte zu Epstein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei einer Anh\u00f6rung in einem Senatsausschuss sagte der US-Handelsminister, er habe nach dem Jahr 2005 \u00fcber einen Zeitraum von 14 Jahren &#8222;keinerlei Beziehung&#8220; zu Epstein gehabt.<\/p>\n<p>Wer war Jeffrey Epstein?<\/p>\n<p>        Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzmanager und Multimillion\u00e4r, der vor allem durch den Aufbau eines massiven Missbrauchsnetzwerks bekannt wurde. Er wurde 1953 in Brooklyn, New York, geboren und wuchs in einfachen Verh\u00e4ltnissen auf. Epsteins Eltern geh\u00f6rten der Mittelschicht an. Sein Vater arbeitete f\u00fcr die Stadt New York, seine Mutter war Hausfrau. <\/p>\n<p>Nach einem Studium ohne Abschluss arbeitete Epstein in den 1970er-Jahren als Lehrer an einer Elite-Privatschule in Manhattan. \u00dcber Kontakte wechselte er sp\u00e4ter in den Finanzsektor. Dort machte er rasch Karriere, zun\u00e4chst bei einer Investmentbank. Wie genau er sein Verm\u00f6gen aufbaute, ist bis heute nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt. Bekannt ist, dass er als Verm\u00f6gensverwalter f\u00fcr wohlhabende Kunden t\u00e4tig war. Er pflegte einflussreiche Netzwerke zu Spitzenpolitikern, Unternehmern, Wissenschaftlern und Prominenten.<\/p>\n<p>Zu seinem Besitz geh\u00f6rten mehrere Luxusimmobilien, darunter auch eine Privatinsel auf den Virgin-Islands, bekannt als &#8222;Little Saint James&#8220;. Nach Aussagen von Opfern soll die Insel ein zentraler Ort f\u00fcr die sexuellen \u00dcbergriffe gewesen sein. Eine wichtige Rolle dabei spielte Epsteins Vertraute Ghislaine Maxwell, die ihm half, junge Frauen und Minderj\u00e4hrige f\u00fcr ihn anzuwerben, zu kontrollieren und zu missbrauchen.<\/p>\n<p>Bereits in den 1990er-Jahren gab es erste strafrechtliche Beschwerden gegen Epstein wegen sexueller \u00dcbergriffe. 2008 wurde er als Sexualstraft\u00e4ter verurteilt. Er hatte sich vor einem US-Gericht unter anderem schuldig bekannt, eine Minderj\u00e4hrige zur Prostitution angestiftet zu haben. Er erhielt eine 18-monatige Haftstrafe, von der er etwa 13 Monate verb\u00fc\u00dfte. Durch einen umstrittenen Deal konnte er die meiste Zeit davon au\u00dferhalb des Gef\u00e4ngnisses verbringen.<\/p>\n<p>2019 wurde Epstein wegen schwerer Vorw\u00fcrfe erneut verhaftet. Kurz danach wurde er erh\u00e4ngt in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York aufgefunden, bevor es zu einem Strafprozess kommen konnte.\n    <\/p>\n<p>    Forderungen nach Lutnicks R\u00fccktritt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das w\u00fcrde die Zeit bis zu dem Tod des verurteilten Sexualstraft\u00e4ters 2019 umfassen. Lutnicks Besuch auf Epsteins privater Karibikinsel Little St. James fand jedoch im Jahr 2012 statt. Das Justizministerium in Washington hatte Ende Januar rund drei Millionen neue Dokumente zu dem Fall ver\u00f6ffentlicht. Darin war erstmals von Lutnicks Besuch auf der Epstein-Insel die Rede und von weiteren Kontakten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der Ver\u00f6ffentlichung der Akten waren R\u00fccktrittsforderungen an Lutnick laut geworden. Druck machen vor allem Kongressmitglieder der oppositionellen Demokraten. US-Pr\u00e4sident Donald Trump h\u00e4lt dennoch an seinem Handelsminister fest.<\/p>\n<p>Was sind die Epstein-Files?<\/p>\n<p>        Die sogenannten Epstein-Files bezeichnen eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Zeugenaussagen und Gerichtsunterlagen rund um den verurteilten Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein. Der US-Multimillion\u00e4r soll \u00fcber Jahre hinweg ein Netzwerk zum sexuellen Missbrauch junger Frauen und Minderj\u00e4hriger aufgebaut haben. Epstein wurde 2019 erh\u00e4ngt in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York aufgefunden, bevor es zu einem Strafprozess kommen konnte.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der Epstein-Files stehen Gerichtsakten aus Zivilprozessen, vor allem aus einem Verfahren der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell, die 2021 wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch verurteilt wurde. Viele dieser Unterlagen waren lange unter Verschluss. Anfang 2024 ordnete ein US-Gericht an, zahlreiche Dokumente \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Es folgten weitere Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p>Die Akten enthalten unter anderem Aussagen von Opfern und Zeugen, E-Mails, Fotos, Videos sowie Namen von Personen, die mit Epstein in Kontakt standen. Darunter finden sich Prominente aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die blo\u00dfe Nennung eines Namens bedeutet keine Schuld. Zahlreiche Personen werden lediglich erw\u00e4hnt, ohne dass ihnen strafbares Verhalten vorgeworfen wird.<\/p>\n<p>Die Akten belegen, wie weitreichend Epsteins Kontakte waren und wie er offenbar seinen Reichtum und Einfluss nutzte, um sich und andere Beteiligte zu sch\u00fctzen. Zugleich zeigen sie, dass Justizbeh\u00f6rden schon fr\u00fch Hinweise auf m\u00f6gliche Straftaten Epsteins hatten. So meldeten sich bereits Anfang der 2000er-Jahre mehrere junge Frauen bei Polizei und Staatsanwaltschaft, ohne, dass es zu einer umfassenden Strafverfolgung kam. Eine vollst\u00e4ndige Aufarbeitung steht bis heute aus.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.03.2026 \u2022 04:52 Uhr Mehrmals soll sich US-Handelsminister Lutnick mit dem Sexualstraft\u00e4ter Epstein getroffen haben &#8211; unter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":841811,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,154697,30,13,31943,14,15,12],"class_list":["post-841810","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-epstein-files","tag-germany","tag-headlines","tag-lutnick","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116169462688747258","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/841810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=841810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/841810\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/841811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=841810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=841810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=841810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}